Von wegen out: 64 tolle mehrsilbige Vornamen

Elisabeth versus Mia, Konstantin versus Tim - unter den Trends fallen die Vorlieben für kürzere Namen auf. Aber was sind die Gründe?

Von den verschollenen Buchstaben

Wer unsere Listen genauer betrachtet und sogar die Buchstaben durchzählt, kann feststellen, dass der Trend zu den immer kürzeren Vornamen an Festigkeit gewinnt. Wurden kleine Mädchen vor Jahren noch Brigitte, Elisabeth oder Monika getauft, so bekommen sie heute Namen wie Mia, Ria oder Lia.

Im Jahr 1964 waren keinerlei Vornamen mit drei oder mit vier Buchstaben im Ranking der beliebtesten Mädchennamen aufzufinden – mit je fünf Buchstaben waren Karin und Maria die kürzesten. Letztendlich folgte der Vorname Ana mit seinen drei Buchstaben erst auf der Position 43 in der Liste – und dem können portugiesische oder spanische Einwanderer zur Platzierung verholfen haben. Eva folgt dann auf Rang 61 und Pia auf Platz 67.

Vornamen mit drei oder vier Silben gab es dagegen jede Menge: Katharina, Franziska, Gabriella, Christina usw. In unserer Galerie seht Ihr 64 wundervolle Vornamen mit mehr als zwei Silben.

Heute geht der Trend klar zu kurzen Namen: In den Top Ten der beliebtesten Vornamen findet sich keiner mehr mit mehr als fünf Buchstaben – um den 30. Platz rangiert Valentina als erster langer Vorname, während Lou, Mia, Ava, Liv, Zoe und Ela auf dem Vormarsch sind.

Bei den Jungen verläuft der Trend ähnlich – aber wie immer, wenn es um Moden geht, in abgeschwächter Form. Bei den Jungennamen nahm die Länge der beliebtesten Vornamen im Verlauf der letzten fünf Jahrzehnte im Durchschnitt um einen Buchstaben ab.

Namensforscher spekulieren schon geraume Zeit über die Gründe für diesen Trend – dazu tauchen immer wieder drei Vermutungen auf:

  1. Die Eltern wollen, dass ihr Kind seinen Namen rasch selbst aussprechen kann.
  2. Sie beachten die internationale Kompatibilität des ausgesuchten Vornamens immer mehr.
  3. Eltern möchten Möglichkeiten, den Vornamen in irgendeiner Weise verunstalten zu können, minimieren.

Ob diese Vermutungen zutreffen, ist nicht sicher. Denn alle drei Thesen sind auch problematisch:

Wenn Eltern Angst vor Hohn und Spott haben, warum nennen sie dann ihre Jungs nicht gleich David oder Michael anstatt Diar und Mael? Wenn der anvisierte Vorname international passen soll, warum wird er dann mit allerlei Firlefanz dekoriert – wie beispielsweise Zoë, Zoé, Zoe?

Wie lässt sich Maximilians Aufstieg erklären, wenn man die einfache Aussprache im Visier hat?

Mit zehn Buchstaben ist Maximilian auch einer der vielsilbigen, langen Vornamen. Meist ist mit neun oder mit zehn Lettern sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen Schluss. Außerdem scheinen auch am unteren Ende magische Grenzen zu existieren: Unter den tausend beliebtesten Mädchen- und Jungennamen gibt es derzeit nur zwei Vornamen mit nur zwei Buchstaben. Bei den Mädchen belegt My den 966. Platz und bei den Jungen Bo Platz 847.

Kommentar schreiben
Sicherheitscode:
Code1

Kommentare

Ich habe 4 Kinder und alle haben lange Namen Camilla Lodovica (2009) Josephine Alejandra (2012) Yamila Amelia und Arizona Laurentia (beide 2017)
von Carolina
Beitrag melden
Schöne mehrsilbige Namen:
Mädchen: Charlotte, Theodora, Eleonore, Constanze, Caroline, Margareta, Cäcilia
Jungs: Konstantin, Maximilian, Severin, Theodor, Kornelius
von weiß nich !?
Beitrag melden
der Name stammt aus Griechenland und nicht Russland!
von anastasia
Beitrag melden
Zu den Verkürzungen: kurze passen zu SMS,zum Du-sagen, wirken locker,man geht nach dem Klang nicht nach dem Inhalt/ Namensbedeutung, zu wenig religiöses Bewustsein
Zu den langen: zu vornehm, erinnern an alte Helden ect., keinPlatz auf der Kreditkarte, Dialekte sterben aus
Ich finde lange Vornamen zu kurzem Nachnamen harmonisch und umgekehrt
von gloria
Beitrag melden
Also wir haben zwei Kids und deren Namen sind einfach auszusprechen und dennoch mehr silbig. Tamara und ich Dominic.
von Iris
Beitrag melden