Schnuller abgewöhnen – so geht’s

Manche Kleinkinder gehen nie ohne ihn irgendwohin: Der Schnuller ist für die Kleinsten häufig der wichtigste Begleiter, denn er stillt ihr natürliches Saugbedürfnis und wirkt sich beruhigend auf sie aus. Doch irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, den Schnuller aus dem täglichen Leben zu verbannen. Hier stehen nicht wenige Eltern vor der Frage, wie man das am einfachsten schafft.

Fast jedes Kind reagiert mit Schreien und Weinen darauf, wenn man ihm seinen Schnuller einfach so wegnimmt. Die Abgewöhnung sollte aus diesem Grund eher nach und nach erfolgen. Ein guter Zeitpunkt zum Schnuller abgewöhnen ist der achte Lebensmonat: Dann sollte man seinem Kind den Schnuller etwas seltener reichen, da das Nuckeln oft nur noch Gewohnheit und eigentlich gar nicht mehr notwendig ist.

Schnuller abgewöhnen – so geht’s

Dem Kind den Schnuller abgewöhnen ist oft gar nicht so einfach

Viele Experten sind darüber hinaus der Meinung, der erste Geburtstag des Kindes sei ein idealer Zeitpunkt zum Abgewöhnen des Schnullers.

Der Schnuller kann sich schädlich auf die Gesundheit auswirken

Wenn es nach dem Empfinden der Zahnärzte geht, sollte ein Schnuller so früh wie möglich aus dem Mund des Kindes abgewöhnt werden. Ansonsten, so warnen die Mediziner, drohen Störungen in der Sprachentwicklung, Entzündungen im Mundraum oder sogar Fehlstellungen der Zähne. Es ist hier sehr wichtig, dass Eltern den Schnuller auf sanfte Weise abgewöhnen. Kinder müssen einwilligen, den Schnuller abzugeben – sicherlich wird es beim ersten Wegnehmen Protest geben, allerdings sollte man auch genau deshalb ihn nicht abrupt entfernen, sondern ihn nur noch ab und zu im Mund lassen.

Das Abgewöhnen des Schnullers Schritt für Schritt

Ein optimaler Einstieg in die Phase der Entwöhnung ist es, das Nuckeln auf bestimmte Zeiten zu beschränken. So kann mit dem Kind zum Beispiel vereinbart werden, dass der Schnuller nur noch nachts oder während des Mittagsschlafs erlaubt ist. Besonders für das Einschlafen brauchen viele Kleinkinder ihren Schnuller. Clever ist hier, diesen in das Einschlafritual einzubinden: So könnte das Kind den Schnuller noch während der Gute-Nacht-Geschichte im Mund behalten, danach muss er allerdings herausgenommen werden.

Wenn das Kind sich mit diesen Einschränkungen zufrieden gibt, kann man den endgültigen Abschied gemeinsam zelebrieren: Vielleicht packt man ihn zusammen in eine schöne Box, die dann wie ein Geschenk verschlossen wird. Oder man schickt ihn symbolisch an die „Schnullerfee“, indem man ihn unter das Kopfkissen legt.

Am nächsten Morgen erhält das Kind dann dafür ein kleines Geschenk. Eine gute Idee ist außerdem, mit dem Kind ein Spielzeuggeschäft zu besuchen und ihm anzubieten, sich ein spezielles oder bereits lang erwünschtes Spielzeug aussuchen zu dürfen, gegen das der Schnuller eingetauscht wird.

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Gerade um den Schnuller schrittweise abzugewöhnen, kann ich ein tolles Buch empfehlen: „Klaus Schnullermaus“, ISBN 978-3945711019, vom Thekla Verlag.
Klaus Schnullermaus klaut in der Geschichte einen Schnuller nach dem anderen, und am Ende wird der letzte Schnuller gegen ein Geschenk getauscht. Schöne Bilder, schöne Geschichte!

Sophie schrieb am 2. März 2015