Halloween Geschichte und Ursprung

Hexen, Gespenster, Kürbisse: Die gruseligste Nacht des Jahres übt nicht nur auf viele Erwachsene eine eigenwillige Faszination aus. Dank der Brauchtümer, die heutzutage vor allem mit den Vereinigten Staaten verbunden werden, pilgern unzählige Kinder mit Kostümen durch die Nachbarschaft, um entweder Süßes zu erhalten oder Saures zu verteilen!

Halloween

Halloween

Wie bei nahezu jedem anderen Feiertag ist die Geschichte um den Gruseltag weitaus vielfältiger und komplexer, als auf den ersten Blick anzunehmen ist. Da der Ursprung nur schwerlich eindeutig ausfällt und sich nunmehr gar auf eine Kombination verschiedener Traditionen stützt, können auch Eltern noch viel lernen, bevor ihr Kind sie nach dem Hintergrund der gruseligen Angelegenheit befragt.

Die Totentage der Katholiken

Der Feiertag mit Gruseleinschlag wird jährlich am 31. Oktober zelebriert und geht auf die ursprüngliche Bezeichnung „Eve of all Hallows“ zurück, die aus sprachlicher Bequemlichkeit von „All Hallows‘ Eve“ über „Hallows Even“ bis zum heute gebräuchlichen „Halloween“ fand.

Ein Zweig des Ursprungs reicht bis ins 9. Jahrhundert, als Papst Gregor IV. als Teil der katholischen Kirche Feierlichkeiten zum Gedenken an alle Heiligen auf den 1. November legte und das noch heute bekannte „Allerheiligen“ begründete.

Nur einen Tag später wird der Toten gedacht – im christlichen Glaube ging man gar davon aus, dass bereits verstorbene Menschen noch einmal auf die Erde zurückkehren würden, das Reich der Lebenden konsequent für wenige Stunden mit dem Jenseits verschmolz.

Europäische Totenfeste weisen den Weg

Der Wechsel von Oktober auf November ist europäischen Kulturen seit jeher heilig – es darf dementsprechend davon ausgegangen werden, dass der Ursprung des Feiertags mit der zunehmenden Christianisierung schlichtweg übernommen und mit neuen Facetten ausgestattet wurde.

Bei den Kelten etwa wurde laut Überlieferungen zum identischen Zeitpunkt Samhain gefeiert. Inwiefern das Totenfest allerdings überhaupt einen klaren Rahmen besaß, ist bis heute nicht sicher.

Im gleichen Atemzug, in dem es nie „die Germanen“ gegeben hat, bestanden nämlich auch die so genannten Kelten keineswegs aus einheitlichen kulturellen Gruppen. Doch obgleich das Samhain-Fest nicht eindeutig verifiziert werden kann, gehen Historiker davon aus, dass das Totengedenken eine Mischung aus irischen und römischen Traditionen darstellt – und auf die ein oder andere Weise noch heute als Vorbild dient.

Der Spuk für Jung und Alt

Der Schmelztiegel USA ist schlussendlich dafür verantwortlich, dass Halloween mit neumodischen Elementen verknüpft wurde und nunmehr gerade als Fest für Kinder funktioniert. Als sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts viele Iren aufmachten, den „neuen“ Kontinent zu bevölkern, wurden die einheimischen Brauchtümer im Nordosten der USA popularisiert, bis sie auch in den restlichen Bundesstaaten zunehmend Beachtung fanden.

In der heutigen Zeit besitzt das Halloween-Fest nur noch wenige Elemente der religiösen Traditionen, dient als gruseligste Nacht des Jahres aber als Anlass für viele Elternteile, den Nachwuchs auf humoristische Weise mit den angsterregenden Elementen des Lebens vertraut zu machen.

Am 31. Oktober besitzen Kinder die Möglichkeit, in die Rolle eines Geistes zu schlüpfen und die Nachbarschaft mitsamt kreativer Kostüme aufzufordern, die ein oder andere Süßigkeit zu übergeben. Dass die eigentlich ohnehin europäischen Stilmittel zu ihren Ursprungsorten zurückkehren, entbehrt nicht einer gewissen Komik.

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