Kinderkrippen in Deutschland

Kinderkrippen sind speziell für die Betreuung der bis zu dreijährigen Kinder gedacht. In der ehemaligen DDR haben sie eine lange Tradition. Dort gab es flächendeckend Kinderkrippen und es war die Regel, seine Kinder spätestens mit dem ersten Geburtstag in die Krippe zu geben.

In den alten Bundesländern hingegen blieben die meisten Kinder in den ersten drei Lebensjahren zuhause.

Ob die frühe Fremdbetreuung den Kleinsten schadet oder nicht – darüber werden hitzige Debatten geführt. Dennoch gibt es einen nicht unerheblichen Anteil an Eltern, die meistens aus finanziellen Gründen auf die
frühe Betreuung ihrer Kleinsten angewiesen sind.

Nach der Entbindung eines Kindes steht den Eltern zwar das einkommensabhängige Elterngeld zu. Meistens reicht dies jedoch nicht aus, um alle laufenden Kosten zu decken.

Versorgungslücke Kinderkrippe

In Deutschland gibt es bislang zu wenig Kinderkrippen. Viele Städte und Gemeinden müssen hier unbedingt nachbessern und Räumlichkeiten schaffen, um Familien nicht in die wirtschaftliche Not zu stürzen.

Oftmals werden neue Kinderkrippen in schon bestehende Kindertagesstätten integriert. Dies hat den Vorteil, dass der spätere Übergang in den Kindergarten und die damit einhergehende Neuorientierung maximal erleichtert wird.

Merkmale einer guten Kinderkrippe

Eine gute Kinderkrippe zeichnet sich dadurch aus, dass die Räumlichkeiten und die vorhandenen Materialien an die Bedürfnisse der Kleinsten angepasst sind. So benötigen die Kleinen viel weniger und vor allem andere Reize als Kindergartenkinder, um sich optimal entwickeln zu können. Es muss genügend Rückzugsmöglichkeiten geben, in denen die Kinder zur Ruhe kommen und verarbeiten können, was um sie herum geschieht. Personal, meistens staatlich ausgebildete Erzieher, sollte genügend vorhanden sein, um den Bedürfnissen aller zu betreuenden Kindern gerecht zu werden.

Im Idealfall haben die Betreuer bereits viel Erfahrung im Umgang mit den Kleinsten.

Eine gute Krippe finden

Krippen gibt es vor allem in den Städten und Großstädten. Dennoch ist es unerlässlich, dass sich werdende Eltern rechtzeitig um einen Krippenplatz kümmern, wenn absehbar ist, das dieser später benötigt wird. Auskunft geben die Bezirksämter der Städte, aber auch die Stadt- und Gemeindeverwaltungen.

Viele Betriebe und Unternehmen haben inzwischen betriebseigene Kinderkrippen, die von den Angestellten genutzt werden können.

Was kostet der Krippenplatz?

Die Betreuung in der Kinderkrippe müssen die Eltern alleine bezahlen. In manchen Einrichtungen richten sich die Preise nach der zu betreuenden Stundenanzahl und dem Einkommen der Eltern. Eine schon vorhandene Betreuung eines Geschwisterkindes wird unter Umständen auch angerechnet. In vielen Kinderkrippen aber gibt es feste Sätze, die zu entrichten sind.
Einkommensschwache Eltern haben die Möglichkeit, beim Jugend- oder Sozialamt einen Zuschuss zu beantragen.

Es gibt auch die Möglichkeit, seinen Arbeitgeber nach dem sogenannten Kindergartenzuschuss zu fragen. Diesen kann er steuerlich absetzen. So profitieren beide Seiten davon.

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