Rambo als Vorname in Mexiko nicht erlaubt

Prominente Kinder müssen oftmals mit skurrilen Namen leben. Aber auch „normale“ Eltern, fernab der Medien, werden kreativ bei der Namensvergabe. So gibt es in Mexiko Kinder, welche Facebook oder Rambo heißen. Sogar bei den zweiten Vornamen spart man nicht mit kreativen Ergüssen: „Unterhose“ ist nicht nur ein Wäschestück, sondern kann auch der Zweitname sein.

Johann Unterhose und Lady Di

In Sonora, Mexiko, sollen skurrile Namen aber endlich ihr Ende finden. 61 Namen, die im Melderegister von Sonora standen, wurden gesetzlich für die Zukunft verboten. Christina Ramirez, Behördenleiterin, verweist auf zwei Fälle: In Navojoa wurde erst vor kurzer Zeit der Junge Juan Calzon (Johann Unterhose) und das Mädchen Lady Di getauft. Aber die Liste beinhaltet auch den Namen Rambo oder Facebook. Für die Behördenleiterin liegt die Motivation im Mobbing der Kinder.

Sie sollen es später nicht schwerer haben, nur weil ihre Eltern kreativ waren. Vielleicht wäre das Verbot auch außerhalb von Mexiko ratsam? Auch in Deutschland gibt es immer mehr Eltern, die ihren Kindern kuriose Namen verpassen.

Hedi-Rocky, Sexmus Ronny, Ultraviolet oder Don Armani Karl-Heinz sind bereits im Melderegister vermerkt. Gegen „absurde“ Namen kann jedoch von der Verwaltungsbehörde Einspruch erhoben werden.

Der Vorname ist als Vorname zu erkennen

Eine der Faustregeln ist, dass der Vorname auch als Vorname zu erkennen ist. Er darf weder lächerlich noch beleidigend wirken. Andererseits ist hier das Gesetz in Deutschland Interpretationssache. Ab wann wird ein Name lächerlich oder ist beleidigend? Markennamen, Ortsnamen und Sachbezeichnungen sind nicht erlaubt. In Deutschland wäre „Unterhose“ oder „Facebook“ als Name unmöglich. Bei Rambo scheiden sich die Geister.

Während Sylvester Stallone mit Sicherheit nichts dagegen hätte, heißt der Actionstar in der Filmreihe aber John Rambo. Als dritter Vorname wäre der eigentliche Nachname möglich. Filmnamen sind in Deutschland auch nicht verboten. So gibt es Standesbeamte, welche bereits Winnetou oder Pumuckl eingetragen haben.

Es sind fünf Vornamen möglich

Der Kreativität sind keine (oder nur wenige) Grenzen gesetzt. Auch bei der Anzahl der Namen. Bis zu fünf Vornamen können eingetragen werden. Mit dieser Möglichkeit wird dem Kind später die Chance gegeben sich selbst zu entscheiden, wie es heißt.

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ich persönlich finde rambo als name nicht beleidigend oder etwas anderes
ich würde ihn freigeben

Alexandra schrieb am 11. Juni 2014