Stress und Kinder – Folgen und Bewältigung

Wenn Kinder unter Stress leiden – Auch Kinder können unter Stress leiden! Das kann schon im Säuglingsalter beginnen, wenn die Mutter neben dem Neugeborenen noch viele andere Aufgaben zu bewältigen hat. Später kann es im Kindergarten oder in der Schule zu Problemen kommen, die Stress auslösen.

Gerade Mobbing gehört zu den schlimmsten Stressauslösern überhaupt. Auch ein zu voller Terminkalender, der das Kind dazu verpflichtet, jeden Nachmittag nach der Schule auch noch in den Sport oder Musikunterricht zu gehen, löst Leistungsdruck, Zeitmangel und im Endeffekt Stress aus.

Spannungen im Elternhaus können das Kind ebenfalls krank machen. Untersuchungen haben gezeigt, dass 20 Prozent aller Kinder unter Stress leiden und davon krank werden.

Stress-Symptome beim Kind

Stress und Kinder - Folgen und Bewältigung

Stress und Kinder – Folgen und Bewältigung

Leider werden Stress-Symptome bei Kindern leicht übersehen, da sie ihre Gefühle und Ängste noch nicht mündlich formulieren können. Aggressive und laute Kinder, die alles kaputt machen und als Problemkinder gelten, sind oft nur Kinder, denen alles einfach zu viel ist. Sie können nicht sagen, dass ihnen der Terminkalender zu voll ist, die Mutter zu nervös wirkt oder dass ihm die ewigen Streitereien der Eltern Sorgen machen.

Es gibt aber auch Kinder, die sich bei Stress völlig zurückziehen und still und „brav“ wirken und dabei im Innersten eigentlich todunglücklich sind. Andere Kinder leiden unter Schlaflosigkeit oder können kaum etwas essen. Das berühmte „Bauchweh“, über das Kinder manchmal klagen, kann ebenfalls ein Stress-Symptom sein und sollte nie auf die leichte Schulter genommen werden.

Was tun bei Stress?

Eltern, die merken, wie das Kind leidet, sollten als erstes den Alltag genau unter die Lupe nehmen. Ein zu voller Terminkalender kann leicht gekürzt werden. Was nützt es, wenn das Kind neben dem Sport auch noch im Theaterverein ist und Klavierspielen lernt? Hier müssen Prioritäten gesetzt werden.

Bei Mobbing hilft ein Wechsel des Kindergartens oder der Schule. Gerade Mobbing ist eines der schlimmsten Stress-Auslöser überhaupt und sollte absolut vermieden werden. Schwieriger wird es bei streitenden Eltern. Hier helfen nur ruhige und klärende Gespräche.

Notfalls sollte sogar eine Eheberatung in Betracht gezogen werden, denn wenn Vater und Mutter ständig zanken, ist das für die ganze Familie eine Belastung. Viele Probleme kann man nicht von heute auf morgen lösen. Dann hilft es, wenn sich die Eltern jeden Tag ausführlich Zeit für ihr Kind nehmen, mit ihm spielen und reden, mit ihm Ausflüge machen und ihm das Gefühl der absoluten Geborgenheit geben. Ein Kind, das sich zuhause geborgen und sicher fühlt, kann den harten Alltag in der Welt viel leichter und besser ertragen!

Stress völlig vermeiden?

Stress und Kinder - Folgen und Bewältigung

Stress kann bei Kindern zu Depressionen führen

Niemand kann jedem Stress völlig aus dem Weg gehen – und man sollte es auch nicht. Zur Entwicklung eines Kindes gehört auch, dass es lernen muss, mit unangenehmen Situationen fertig zu werden. Auch wenn es schwer fällt, morgens aufzustehen, weil der Kindergarten wartet, sollte das Kind noch lange nicht deshalb zuhause bleiben und den Vormittag vor dem Fernseher verbringen. Damit würde man dem Kind keinen guten Dienst erweisen. Ein ruhiges Beisammensein mit einem gemütlichen Frühstück macht die Zeit nach dem Aufstehen jedoch gleich viel angenehmer. So ist es mit vielen Situationen im tagtäglichen Leben.

Eltern sollten sich und den Kindern immer die notwendige Zeit gönnen! Außerdem hilft es, wenn Eltern selbst gelassen bleiben und sich nicht über jede Kleinigkeit aufregen und „Stress verbreiten“. Wichtig ist auch, dass die Erwartungen der Eltern in einem realistischen Rahmen bleiben.

Natürlich kann vom Sprössling erwartet werden, dass er lernt. Aber man sollte nie das Gefühl vermitteln, dass das Kind immer Klassenbester oder Klassenbeste sein muss. Das rechte Mittelmaß an Fördern und Fordern muss unbedingt gefunden werden. Eltern sollten deshalb ihre Kinder genau betrachten und für genau das lieben, was sie sind. Wenn sie dann auch noch Geborgenheit vermitteln, kann eigentlich fast nichts schief gehen.

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