Die ersten Zähne kommen, Milchzähne bei Baby und Kleinkind
Viele unangenehme Begleiterscheinungen werden dem Zahnen nachgesagt, wie beispielsweise Appetitlosigkeit, Durchfall oder unruhiger Schlaf.
Für die Eltern und das Baby können die ersten Zähne tatsächlich eine schmerzhafte Belastungsprobe sein. Oft müssen als Ursache die Zähne herhalten, wenn ein Baby kränklich ist und Fieber, Schnupfen oder Husten hat, doch sind im ersten Lebensjahr Infekte nicht ungewöhnlich. Natürlich kann der Durchbruch der Zähne ein Baby belasten und schwächen.
Wenn der erste Zahn kommt

Die ersten Zähne kommen, Milchzähne bei Baby und Kleinkind © Joachim Schiermeyer - Fotolia.com
Im sechsten Lebensmonat zeigt sich im Durchschnitt der erste Zahn. Meistens werden die Babys jetzt nicht mehr gestillt. Sie können durch die übertragenden Antikörper der Mutter den Nestschutz verlieren. Oft häufig fälschlich in Verbindung gebracht mit den ersten Zähnen werden daher fieberhafte Infekte. Eine Langzeitstudie der Cleveland Clinic im US-Bundesstaat Florida belegt das auch. Täglich dokumentiert wurden die Symptome des Zahnens bei 125 Kindern. Bei 475 Zahndurchbrüchen in 19 000 Beobachtungstagen ergaben, dass schwerwiegende Probleme wie Fieber von mehr als 38,9 Grad, Ausschlag, Husten, Erbrechen, Nahrungsverweigerung, Durchfall oder Schlafstörungen keinen ursächlichen Zusammenhang mit den ersten Zähnen darstellten.
Die Milchzähne des Babys
Keine Krankheit, sondern nur eine Entwicklungsstufe ist es, wenn die Babys die Milchzähne bekommen. Mit dem Ausfallen der Milchzähne, wenn ein Zahnwechsel im Schulalter stattfindet, werden Erkrankungen in dieser Zeit ja auch nicht damit erklärt. 20 kleine Milchzähne warten schon vor der Geburt darauf, dass sie durchbrechen dürfen. Schon im Alter von wenigen Wochen bekommen manche Babys die ersten Zähne, jedoch erst im zweiten Lebenshalbjahr zeigt sich bei dem meisten der erste Zahn. Monatlich kommt in Schnitt ein weiterer dazu. Die Eltern bemerken das nicht immer, denn manchmal geht das ganz problemlos. Scheinbar endlos zieht sich das wiederum bei anderen hin. Der Zahndamm kann geschwollen und gerötet sein, oder die ersten Zähne drücken und spannen am Zahnfleisch, bevor sie durchbrechen.
Symptome in der Cleveland-Studie
Sehr unangenehm kann das sein. Eindeutig mit dem Zahnen in Verbindung gebracht wurden zehn Symptome in der Cleveland-Studie. Das ist Hautausschläge im Gesicht, verminderter Appetit auf feste Nahrung, häufiges Aufwachen, vermehrtes Saugen, leichtes Fieber, Beißen, Ohrreiben, starkes Speicheln, erhöhte Erregbarkeit und Zahnfleischreiben. Zeigen sich Symptome dieser Art, sollten diese genauer von den Eltern beobachtet werden. Zum Beispiel kann ein Blaseninfekt oder eine Mittelohrentzündung auch dahinter stecken. Auf jeden Fall sollten sie zum Kinderarzt gehen, wenn ihr Kind länger als ein Tag Fieber hat, krank wirkt oder plötzlich sehr unruhig ist.
Hilfen beim Zahnen
Um das unangenehme Drücken und Jucken am Zahndamm zu lindern, helfen auch kühlende Gegenstände, wie ein Stück Möhre oder Fenchel aus dem Kühlschrank. Dies aber nur im Beisein geben, denn das Kleine könnte sich Verschlucken. Eine sanfte Massage, spezielle Beißringe oder auch ein kalter Waschlappen lindern den Druck. Ebenfalls können helfen und eine kurzfristige Erleichterung beim Zahnen bringen: Zahngels mit Kamille und Lokalanästhetika.
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