Kuscheltiere und Schmusetücher

Wozu brauchen Kinder diese Begleiter?
Bei Sina geht nichts ohne ihr geliebtes Kuscheltier Flummi. Der Kuschelhase ist zwar schon ziemlich ausgewaschen, abgegriffen, hat fransige Ohren und Beine, auch die Nase ist etwas lädiert, aber er ist ihr ständiger und wichtigster Begleiter bei Tag und Nacht. Das Mädchen hat seinen Weggefährten als Geschenk zur Geburt bekommen und von Anfang an ist dieses Kuscheltier ein unverzichtbares Objekt im Leben des Kindes.

Kinder lieben Kuscheltiere und Schmusetücher

Kuscheltier Flummi ist das, was von Psychologen „Übergangsobjekt“ genannt wird

Ob nun ein Stofftier oder ein Schmusetuch – viele Kinder wählen sich irgendein Objekt als Begleiter aus und kuscheln damit. Neben einem Schnuller hat dieses „Übergangsprojekt“ wichtige Funktionen im Leben des Kindes, es ist Bestandteil bei einem Rollenspiel, es spendet Trost, es hört zu, es ist ein Spielgefährte, es geht mit in den Kindergarten, in den Urlaub und natürlich begleitet das Kuscheltier das Kind auch ins Bett und in den Schlaf.

Ganz wichtig ist es, dass Kleinkinder solche Gefährten haben, wenn es ihnen mal schlecht geht, denn die Kuscheltiere haben auch Stellvertreterfunktion und sind für Kinder wie eine Vertrauensperson. Sie müssen auch unangenehme Erlebnisse und Erfahrungen über sich ergehen lassen, z.B. beim Doktor, Zahnarzt, im Krankenhaus oder auch mal bei Stress im Kindergarten. Für Papa und Mama ist dies eine optimale Gelegenheit aufzupassen und etwas darüber zu erfahren, was im Kopf des Kindes momentan vorgeht und was das Kleine gerade beschäftigt.
Eltern sollten die Gefährten ihres Kindes ernst nehmen und niemals schlecht über das Schmusetier reden, denn damit würden sie auch ihr Kind abwerten.

Kuscheltiere und Schmusetücher

Kuscheltiere sind wichtige Gefährten für Kinder

Umfragen ergaben, dass die meisten Kinder zwischen einem und sechs Jahren ein Lieblingsobjekt haben. Nur ein Viertel der befragten Eltern konnten kein dauerhaftes Lieblings-Kuscheltier oder Objekt ihres Kindes benennen.

Und wehe das Kuscheltier geht verloren oder ist wirklich so verbraucht, dass es nicht mehr zu retten ist, dann wird’s schwierig. Eltern wird empfohlen für den Notfall einen „Doppelgänger“ des unentbehrlichen Kuscheltieres bereit zu halten. Ein Dilemma gibt es meist trotzdem, aber nach ein paar Tagen gewöhnen sich die Kinder an das Ersatzobjekt.

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Habe diesen Artikel durch Zufall gefunden. Habe mich mit dieser Thematik schon länger befasst und meinem Sohn ein individuelles Stofftier ganz nach seinen Wünschen angepasst.

Andrea schrieb am 21. Oktober 2014