Die Entbindung – das Ende der Schwangerschaft

Am Anfang der Schwangerschaft war alles noch so unreal. Der Bauch war flach, morgendliche Übelkeit mag den Tag bestimmt haben, doch noch war von einem kleinen Lebewesen dort drinnen wenig zu spüren. Das änderte sich aber bald – und jetzt ist der Bauch prall und rund, vielleicht spürt die Frau schon die ersten Übungswegen und sie weiß, es dauert nicht mehr lange.

Gerade Frauen, die ihr erstes Kind bekommen, plagen sich mit Fragen über Fragen. Wie wird die Geburt ablaufen? Werden sie sie rechtzeitig bemerken? Woran erkennen sie überhaupt, dass die Geburt beginnt?

Gedanken vor der Geburt

Man Cooling Forehead With ClothIm letzten Schwangerschaftsdrittel spielt der Alltag fast keine Rolle mehr. Die Frau hat jetzt alle Hände voll damit zu tun, sich auf die Entbindung vorzubereiten. Vorsorgetermine finden alle zwei Wochen statt. Letzte Ausstattung für den neuen Erdenbürger wird gekauft – manchmal gar nicht aus Notwendigkeit, sondern aus purer Vorfreude, weil er oder sie jetzt greifbar wird.

Doch unter die Vorfreude mischen sich auch gemischte Gefühle. Gerade Erstgebärende haben Angst und wissen nicht, was auf sie zukommt. Sie schlafen unruhiger, was körperliche und seelische Ursachen hat und völlig normal ist.

Obwohl sie sicherlich schon im Kreißsaal waren, die Notfalltasche gepackt haben oder das Gespräch mit dem Anästhesisten bei einem Kaiserschnitt schon geführt wurde, haben sie trotzdem kaum eine Vorstellung davon, wie es wirklich sein wird. Diese Gedanken gehören dazu und dürfen mit jedem besprochen werden, dem die Frau vertraut und der ihr in dieser Zeit ein offenes Ohr bieten kann.

Übungswehen: spürbar, aber harmlos

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Senkwehen treten gegen Ende der Schwangerschaft auf

Auch die Gebärmutter bereitet sich jetzt auf die Geburt vor, und zwar mit Übungswehen. Der Bauch verkrampft sich dabei mehr oder weniger leicht, um sich danach schnell wieder zu entkrampfen. Sofern sie sich so anfühlen, besteht kein Handlungsbedarf. Werden diese Wehen sehr schmerzhaft oder treten regelmäßig auf, spricht jedoch nichts gegen eine schnelle Fahrt ins Krankenhaus, da das Geburtswehen sein könnten.

Der berühmte Blasensprung

Aus Filmen und Serien kennt man die dramatischen Szenen, in der die Fruchtblase plötzlich platzt und die Frau überstürzt ins Krankenhaus chauffiert wird. Es läuft jedoch längst nicht jede Geburt so ab. Die Fruchtblase platzt zwar immer, jede Frau erlebt das aber anders. Manche wachen nachts auf und haben das Gefühl, dringend zur Toilette zu müssen.

Bei anderen passiert es wirklich ohne jede Vorwarnung und sogar ohne jedes Anzeichen von Wehen. Andere erleben den Blasensprung, während sie längst ganz entspannt mit den ersten Wehen im Kreißsaal liegen.

Der Abgang des Schleimpfropfes

In den Tagen und Wochen vor der Entbindung bemerken viele Frauen stärkeren Ausfluss. Seine Farbe kann sehr hell oder auch rosa-braun sein. Ein eindeutiges Anzeichen dafür, dass es in wenigen Tagen passieren wird, ist der Abgang des Schleimpfropfes. Dieser verschließt den Eingang zur Gebärmutter und geht knapp vor der Geburt ab – das entgeht der Schwangeren nicht. Er kann leicht blutig aussehen, das ist aber kein Grund zur Sorge.

Wann sind Wehen muttermundwirksam?

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Geburt

Bei muttermund wirksamen Wehen sollte die Frau schnellstmöglich ins Krankenhaus, denn diese leiten die Geburt ein. Ein recht sicherer Weg, diese Wehen von normalen Übungswehen zu unterscheiden, sind warme Bäder. Bemerkt die Frau Wehentätigkeit, sollte sie ein warmes Fuß- oder Vollbad nehmen. Dieses würde Übungswehen beenden und echte Geburtswehen noch weit intensiver werden lassen.

Darauf verzichten kann die Frau, wenn die Wehen in mehr oder weniger großen Abständen regelmäßig kommen oder deutlich spürbarer sind als die bisherigen Übungswehen. Vor allem Erstgebärende sollten lieber einmal zu oft als zu selten den Weg ins Krankenhaus antreten, da sie noch keine Erfahrung mit Wehen haben und es ihnen mit der Sicherheit einer ärztlichen Untersuchung oft besser geht. Spätestens aber, wenn das Fruchtwasser bei den Wehen abgeht, muss die Schwangere ins Krankenhaus, denn der Blasensprung ist das sicherste Anzeichen für den Beginn der Geburt.

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Klasse, meine Freundin fang es sehr informativ 🙂

Karsten schrieb am 6. Mai 2016