Schlafstörungen bei Müttern mit neugeborenen Babys

Frischgebackene Mütter leiden nicht selten an Schlafmangel und Schlafstörungen: Sobald das Baby auf der Welt ist, kommt einiges durcheinander – nicht nur der gewohnte Schlafrhythmus, sondern auch der Hormonhaushalt. Ein Baby muss versorgt werden, und das mehrmals pro Tag, auch wenn es mitten in der Nacht ist. Dass dies anstrengt und Kraft kostet, steht außer Frage – nur, wie geht man als Mutter richtig damit um?

Schlafmangel bei frischgebackenen Müttern – warum ist das so?

Schlafstörungen bei Müttern mit neugeborenen Babys

Viele Mütter mit neugeborenen Babys haben Schlafstörungen

In den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt ist es für Frauen – aber auch für Männer – oft normal, alle drei bis vier Stunden aufstehen zu müssen, um ihr schreiendes Baby zu versorgen. Das Baby braucht Betreuung und dabei spielt es keine Rolle, ob es nachmittags oder nachts ist. Viele Mütter kommen problemlos damit zurecht, andere wiederum fühlen sich schlapp, kraftlos und oft sogar gereizt. Schlafstörungen werden dann problematisch, wenn Mütter auch nach mehreren Monaten oder gar Jahren noch nicht wieder in ihrem gewohnten Rhythmus angekommen sind.

Schuld ist daran allerdings nicht das Baby, sondern vor allem der durcheinander geratene Hormonhaushalt. Er wird nicht nur durch die neun Monate Schwangerschaft, sondern auch von der Stillzeit nach der Geburt in jedem Fall beeinflusst.

Das betrifft auch den gewohnten Schlafrhythmus – und so schlafen viele Frauen automatisch nicht ruhig, wenn der Hormonhaushalt ebenfalls gestört ist. Wichtig ist, die Probleme bei Dauerhaftigkeit in jedem Fall so einfach zu ignorieren, sondern aktiv anzugehen. Nur so ist es möglich, wieder zu alten Kräften zurückzufinden – schließlich bedeutet dies auch, dass das Immunsystem geschwächt wird und der Körper anfälliger für Infekte ist. Dies sollte auf keinen Fall länger anhalten.

Schlafmangel kann darüber hinaus schnell zu Depressionen führen, wie sie nicht wenige Mütter nach einer Geburt erleben. Antidepressiva sind zwar eine Möglichkeit, sollten aber nicht so einfach eingenommen werden. Oft gibt es sanftere Methoden, den Schlafrhythmus wieder in Ordnung zu bringen. Setzen Sie sich daher mit Ihrem Hausarzt oder Ihrem Gynäkologen in Verbindung, wenn Sie entsprechende Symptome bei sich bemerken.

Wie Mütter trotz Baby besser schlafen können

Sobald erkannt wurde, dass Schlafmangel ein ernsthaftes Problem für die Gesundheit darstellt und auch den Alltag beeinträchtigt, sollten entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Es ist für erschöpfte Frauen besonders wichtig, in regelmäßigen Abständen eine komplette Nacht durchschlafen zu können.

So sollten sich Mütter, die unter akuten Schlafproblemen leiden, ruhig einmal überlegen, das Kind am Wochenende einmal zu den Großeltern zu bringen oder sich einmal selbst ein Wochenende außer Haus zu gönnen – natürlich nur, wenn das Kind vom Partner oder Verwandten entsprechend versorgt wird. Wer auch dann noch schlecht einschlafen kann, sollte sich selbst Rituale aneignen, an die der Körper sich mit der Zeit gewöhnt und automatisch auf Müdigkeit umschaltet. Das kann das Lesen eines Buches, aber auch Meditation sein – all das, was einem gut tut und Beruhigung schenkt.

Welche Fehler können Mütter bei Schlafstörungen machen?

Der größte Fehler ist, wenn Schlafstörungen einfach so ignoriert werden, ohne dass dagegen etwas getan wird. Häufig wird Müttern eingeredet, es sei „normal“, dass man nach einer Geburt wenig Schlaf bekäme – all zu oft wird dieses Problem, das auch langfristig die Gesundheit beeinflussen kann, auf die leichte Schulter und nicht ernst genommen.

Die Folge sind im schlimmsten Fall Depressionen oder gar ernsthafte Erkrankungen, weil der Körper so sehr geschwächt ist, dass er sich nicht mehr gegen Viren oder Infektionsbakterien wehren kann.

Der erste Schritt sollte daher sein, bei Schlafproblemen nach der Geburt klassische Maßnahmen wie ein warme Milch mit Honig oder Baldrian zu versuchen. Wem dies nicht hilft, sollte unbedingt einen Fachmann aufsuchen, um das Problem schnellstmöglich in den Griff zu bekommen.

 

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Ich litt nach der Geburt meine Tochter auch konstant an einem sehr schlechten und unruhigen Schlaf. Baldrian oder warme Milch haben da leider auch nicht geholfen und Medikamente auf Dauer zu nehmen war auch keine Option für mich. Durch unsere Nachbarin kam ich dann auf die Idee, dass es auch an Wasseradern liegen könnte. Mit der Geburt unserer Tochter sind wir nämlich auch in eine größere Wohnung gezogen. Eine dementsprechende Analyse ergab eine hohe Belastung durch Wasseradern und zusätzlich von Elektrosmog in unserem Schlafzimmer. Da wir uns sowieso überlegt hatten nochmal eine neue Wohnung zu beziehen, sind wir dort ausgezogen und ich habe nun kaum noch Beschwerden. Was man daraus lernen kann, ist einfach, dass man bei Beschwerden seinen Blick nach Ursachen immer möglichst weit lassen sollte.
LG Alex

Alex schrieb am 21. Januar 2016

Das ist mal ein interessanter Beitrag. Zu Einschlafproblemen bei Babies gibt es ja schon einiges zu lesen; schön, dass es jetzt auch dieses Thema gibt. Von einem Neugeborenen gibt es eben kaum einmal eine Pause; eine Tagesmutter hat man ja meist auch nur, wenn die Mutter wieder arbeiten geht – somit ist das auch keine Erholung. Wenigstens genügend Schlaf ist dann natürlich wichtig.

beate schrieb am 11. März 2013