Was hilft gegen Wachstumsschmerzen beim Kind?

Wenn gesunde Kinder abends oder nachts Schmerzen im Kniebereich entlang des Ober- und Unterschenkels haben, so handelt es sich meistens um Wachstumsschmerzen, die durchaus sehr intensiv sein können, aber am nächsten Morgen wieder komplett verschwunden sind. Nach Aussage einer Kinderorthopädin klagen etwa 20 bis 40 Prozent aller Kinder darüber. Die genaue Ursache der Beschwerden ist noch nicht geklärt. Die Vermutung von Fachärzten ist, dass Wachstumshormone ein Grund für die Schmerzen sein könnten, denn diese bildet der Körper nachts. Die nächtliche Hormonausschüttung führt zur Beschleunigung des Wachstums, was dann Spannungen in der Knochenhaut zur Folge hat.

Was hilft gegen Wachstumsschmerzen beim Kind?

Gymnastik kann Kindern bei Wachstumsschmerzen helfen

Verdacht auf Wachstumsschmerzen – wann zum Arzt gehen?

Welche Ursachen Wachstumsschmerzen haben, ist für die Behandlung zur Linderung letztendlich nicht von Bedeutung. Wichtig ist in erster Linie, ausschließen zu können, dass die Schmerzen durch eine andere Erkrankung ausgelöst werden. Ist die Schmerzstelle nämlich geschwollen oder gerötet, deutet dies darauf hin, dass die Beschwerden einen anderen Grund haben. Fühlt sich das Bein an der schmerzenden Stelle dazu noch überwärmt an, sollten Eltern auf jeden Fall reagieren und mit ihrem Kind zum Kinderarzt gehen, damit dieser die notwendigen Untersuchungen wie z. B. Blutuntersuchung, Röntgen oder Ultraschall durchführen und die genauen Ursachen herausfinden kann. Im Zweifelsfall sollte man einen Facharzt aufsuchen. Denn Schmerzen im Bein können auch einen anderen Hintergrund haben, sie können durch einen Tumor, eine Knochenentzündung, eine Entzündung des Hüftgelenks, eine rheumatische Erkrankung, Durchblutungsstörungen, Fehlhaltungen oder Überlastung hervorgerufen werden. Darum sollten Eltern die Klagen ihres Kindes immer ernst nehmen. Handelt es sich bei den Beschwerden tatsächlich „nur“ um Wachstumsschmerzen, so können Papa und Mama ihrem Kind beistehen und selbst mit verschiedenen Maßnahmen zur Linderung der Schmerzen beitragen.

Wie kann man Wachstumsschmerzen beim Kind lindern?

Hat Ihr Kind einen Wachstumsschub und klagt am Abend über schmerzende Beine oder wird in der Nacht von den Schmerzen aus dem Schlaf gerissen, dann sollten Sie für Ihr Kind da sein, ihm gut zureden und es trösten. Denn die Nähe, Liebe und Zuwendung der Eltern hilft Kindern oft, die Schmerzen weniger wahrzunehmen oder vielleicht sogar zu vergessen. Sie können z. B. mit Ihrem Kind aufs Sofa kuscheln und gemeinsam eine Tasse Tee trinken oder es kann sich im Bett an Sie schmiegen, während Sie ihm eine Geschichte vorlesen und es nebenbei liebkosen.

Neben der elterlichen Zuwendung hilft dem Kind bei Wachstumsschmerzen insbesondere Wärme, wie beispielsweise ein warmes Bad, ein Heizkissen, eine Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernkissen. Ebenso ist eine sanfte, kreisförmige Massage der schmerzenden Beine bzw. Knie mit Arnikasalbe, Johanniskrautöl oder einer Salbe, die auch Sportler bei Gelenkschmerzen oder Bänderzerrungen verwenden, ganz hilfreich.

Wer seinem Kind bei Schmerzen im Wachstum mit homöopathischen Mitteln helfen will, kann es mit Schüssler Salzen, Globuli Calcium phosphoricum D12 und Manganum metallicum D12 versuchen. Bezüglich der Dosierung sollten Sie sich aber vor der ersten Anwendung von einem Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker beraten lassen.

Helfen diese oder andere homöopathische Mittel nicht und Ihr Kind hat sehr starke Schmerzen, so können Sie ihm auch mal ein Schmerzmittel wie Ibutropfen oder Paracetamol als Saft in der altersgerechten bzw. geeigneten Dosierung geben. Die Schmerzmittel sollten allerdings nur im Ausnahmefall verabreicht werden. Bei Unsicherheit sollten Sie sich mit Ihrem Kinderarzt in Verbindung setzen.

Kann man Wachstumsschmerzen vorbeugen?

Vorbeugend kann man gegen Wachstumsschmerzen angeblich nichts tun. Dennoch können Dehnübungen dem Risiko für Wachstumsschmerzen entgegenwirken. Kinder sollten sich daher immer vor dem Sport ausreichend warm machen und dehnen. Eine weitere Maßnahme sind Strech-Übungen am Abend. Behutsame Bewegungen fördern die Durchblutung und lockern die Muskulatur.

Ergänzend dazu ist für Kinder im Wachstum natürlich eine ausgewogene und gesunde Ernährung sehr wichtig, damit der Körper alle wichtigen Nährstoffe hat, die er braucht.

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