Kinder und ihre Termine im Kalender

Wird ein Kind gefördert oder überfordert durch einen vollen Terminkalender?
Der Wochenplan sieht bei vielen Kindern beispielsweise so aus:

Montag: 15.00 Uhr Tennisunterricht oder Fußball-Training
Dienstag: 15.30 Uhr Jungschar
Mittwoch 16.00 Uhr Gitarrenunterricht oder Klavierunterricht
Donnerstag: 14.00 Uhr Mittagsschule
Freitag: 16.00 Uhr Kinderturnen oder Schwimmen

Oftmals haben die Kinder dann noch zusätzlich Termine am Wochenende, denn da finden überwiegend die Sportwettbewerbe statt, z.B. Tennisturnier, Fußballspiel, Schwimmwettbewerb, etc. an denen sie auch noch teilnehmen.

Kinder und ihr Terminkalender / ihre Termine

Viele Kinder haben einen vollen Terminkalender

Die wenigsten Kinder haben heutzutage wirklich frei, wenn sie vom Kindergarten oder von der Schule nach Hause kommen. Durch die vielseitigen Angebote von Sportvereinen, Musikschulen, kirchliche Einrichtungen,… sind Kinder oftmals total ausgebucht. Von allen Seiten hört man dann auch noch wie wichtig es sei, Kinder frühzeitig zu fördern. Außer den Freizeitaktivitäten kommen noch zwingende Termine wie z.B. ein Besuch beim Logopäden, Kieferorthopäden, etc. dazu. Es sind nicht nur größere Kinder zeitlich ausgebucht, sondern es fängt oftmals schon bei Babys und Kleinkindern an, auch die haben schon ihre Termine. Mütter gehen z.B. mit ihren Kleinen zum Babyschwimmen, zur Babymassage, zum Babytreff, in die Krabbelgruppe, zum Pekip, zur musikalischen Früherziehung oder zum Mutter-Kind-Turnen, das Angebot ist sehr vielseitig und man hat fast den Eindruck als würde es ohne diese Termine einfach nicht mehr gehen. Oftmals haben zu viele Termine und Aktivitäten zur Folge, dass die Kinder überfordert und dadurch aufgedreht, gereizt und schlecht gelaunt sind, einige haben sogar Schlafprobleme.

Voller Terminkalender bei Kindern – Förderung oder Überforderung?

Kinder und ihr Terminkalender / ihre Termine

Kinder sollten nicht überfordert werden durch zu viele Termine

Heute haben Kinder einen ähnlich vollen Terminkalender wie Manager. Kann es wirklich gut und sinnvoll sein, wenn schon in der Kindheit jede Stunde verplant ist und ein Termin den anderen jagt, wenn kaum noch Zeit für die Hausaufgaben, Freunde, Geschwister oder die Familie bleibt? Wo fängt Fördern an und wo beginnt Überfordern?
Fest steht, dass sich durch ein volles Tagesprogramm oft nicht nur Kinder überfordert fühlen, sondern auch Papa und Mama, denn auch sie sind ständig gefragt und als „Taxi“ unterwegs. Neben Beruf, Haushalt und ihren eigenen Terminen müssen Eltern auch immer für ihre Kinder planen und deren Termine berücksichtigen, egal ob Freizeitvergnügen, ArztterminZahnarzt oder sonstige Termine, alles muss organisiert und in den eigenen Alltag integriert werden.

Klar, Eltern meinen es nur gut und wollen das Beste für ihre Kinder. Die Sprösslinge sollen gefördert, ihre Neigung unterstützt und ihre Talente genutzt werden. Jedoch sollten sie ihren Nachwuchs im Auge behalten. Für die Kids ist die Schule schon anstrengend und wem das Lernen etwas schwer fällt, der muss sich nach Schulschluss gegebenenfalls nochmals hinsetzen und den Stoff aufarbeiten. Dazu kommen noch die Hausaufgaben und die Vorbereitungen auf anstehende Kurztests und Klassenarbeiten.
Es ist egal ob ein Kind in den Kindergarten oder in die Schule geht, nach dem Vormittag brauchen Kinder auf jeden Fall eine Erholungsphase. Sie brauchen Zeit um das Erlebte zu verarbeiten und um „runter zu fahren“. Bei den Erwachsenen ist es doch genau so, auch denen tut es gut, einfach mal nichts tun und die Seele baumeln lassen.

Terminkalender  – Zeitmanagement – Zeiteinteilung für Kinder

Kinder und ihr Terminkalender / ihre Termine – wird ein Kind gefördert oder überfordert?

Kinder brauchen auch eine Erholungsphase

Die Nachmittagstermine sollten bei Kindern nicht überhand nehmen. Eltern sollten immer darauf achten, dass ihr Nachwuchs noch genügend freie Zeit hat für Ungeplantes. Es ist in Ordnung, wenn Kinder pro Woche nachmittags zwei bis drei feste Termine wahrnehmen, aber es sollte noch genug unverplante und freie Zeit vorhanden sein, so dass auch mal Freunde zu Besuch kommen können oder Ihr Kind sich mit einem Freund verabreden kann. Falls Ihr Kind selbst darüber klagt, dass es überhaupt keine freie Zeit mehr für andere oder auch für sich selbst hat sollten Sie unbedingt mit ihm besprechen an welchen festen wöchentlichen Freizeitaktivitäten es bevorzugt Interesse hat und welche es evtl. aufgeben möchte.
Die Zeit, die Kids mit anderen Gleichaltrigen verbringen ist für ihre Entwicklung sehr wichtig und wertvoll und sollte keinesfalls unterschätzt werden. Das Miteinander beim Spielen, Toben und „Erkunden beim durch die Gegend stromern“ fördert ihr Sozialverhalten, und ihre Kreativität, sie lernen dabei manchmal mehr als bei einem Training oder in einem Kurs. Kinder brauchen Zeiträume, in denen sie sich frei und uneingeschränkt bewegen können. Zeiten, in denen kein Leistungs- oder Zeitdruck herrscht und sie einfach mal Kind sein dürfen. Geben Sie Ihren Kindern diese wertvollen, unbeschwerten Zeiten und Sie tragen dadurch maßgeblich zu einer glücklichen Kindheit bei. Da solche Freiräume zu weniger Stress und Hektik im Alltag führen und dadurch der Tagesablauf harmonischer wird, profitiert die ganze Familie davon.

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