Kindersitz fürs Fahrrad! Ab wann können Kinder mitfahren?

Nicht nur viele Erwachsene, sondern auch die meisten Kinder lieben Fahrradfahren und freuen sich, wenn sie gemeinsam mit dem Rad unterwegs sein können. Ob am Wochenende eine Radtour mit Picknick, ein Besuch bei den Großeltern oder nur kurz mit dem Fahrrad zum Bäcker – wer sein Baby oder Kleinkind mit dem Fahrrad mitnehmen will, muss einige Dinge beachten, um sicher unterwegs zu sein und möglichst unversehrt wieder nach Hause zu kommen. Doch ab wann darf man Babys im Kindersitz auf dem Fahrrad mitnehmen?

Kindersitz fürs Fahrrad! Ab wann können Kinder mitfahren?

Voraussetzungen, dass Kinder mit dem Fahrrad mitfahren dürfen

  • Generell müssen Kinder selbst stabil sitzen können, bevor sie auf dem Fahrrad mitgenommen werden dürfen. Üblicherweise sind Kinder zwischen dem neunten und zwölften Monat so weit. Außerdem dürfen die Kinder auch nicht älter als sieben Jahre sein.
  • Da viele Hersteller bei ihren Kindersitzen eine Gewichtsuntergrenze von 9 Kilogramm vorgeben, sollte das Kind dieses Gewicht erreichen, bevor es mit dem Fahrrad mitfährt.
    Die Gewichtsobergrenze liegt meist bei etwa 22 (im höchsten Fall bei 25) Kilogramm.
  • In Deutschland dürfen Kinder bis zu einem Körpergewicht von 15 Kilogramm vorne oder hinten auf dem Fahhrad mitfahren. Ab einem Gewicht von 15 Kilogramm müssen sie grundsätzlich hinter dem Fahrer, also in einem Heckkindersitz befördert werden.
  • Der Fahrer des Bikes muss mindestens 16 Jahre alt sein
  • Wer sich einen Fahrradkindersitz anschaffen möchte, sollte natürlich auch ein geeignetes Fahrrad dafür haben. Das Rad sollte mit einem steifen Rahmen, breiten Reifen, guten Bremsen und einem stabilen, kippsicheren Ständer ausgestattet sein.

Es gibt drei Möglichkeiten, den Kindersitz zu montieren und das Kind zu befördern: zum einen vorne vor dem Lenker entgegen der Fahrtrichtung, zum anderen vorne zwischen Lenker und Fahrer mit Sicht in Fahrtrichtung, eine weitere Variante – hinter dem Sattel in Fahrtrichtung. Aufgrund der geringeren Verletzungsgefahr gilt die Position hinter dem Fahrer als die sicherste, was aber bei Herrenrädern das Auf- und Absteigen nicht gerade erleichtert.

Tipps zum Kinderfahrradsitz kaufen

  • Den Kindersitz fürs Fahrrad möglichst in einem Fachgeschäft kaufen
  • Kind und Fahrrad zum Sitz kaufen mitnehmen und das Kind Probesitzen lassen
  • Der Fahrradsitz muss der Norm DIN EN 14344 entsprechen. Vor dem Kauf auf jedem Fall den Fahrradhändler danach fragen.
  • Der Kindersitz muss handlich und leicht zu montieren sein, damit man ihn ohne Probleme von Fahrrad zu Fahrrad wechseln kann.
  • Am besten ist es, gleich zwei Halterungen zu kaufen, so kann man den Kindersitz einfach und schnell auch am Rad des Partners anmontieren.
  • Es dürfen weder der Sitz noch die Fußstützen an einem beweglichen Teil des Fahrrads befestigt werden, also niemals am Lenker oder an der Gabel. Optimal sind Kindersitze, die am Sattelrohr befestigt sind.
  • Guten Schutz bieten Schalensitze mit Rückenlehne und Kopfstütze
  • Auf ein gut verstellbares Gurtsystem achten, damit man die Sicherheitsgurte immer der Größe des Kindes anpassen kann. Hosenträgergurte sind dabei sicherer als Beckengurte.
  • Zum Schutz der Beine und Füße des Kindes sollte der Sitz mit einer anpassbaren Beinsicherung und mehrfach verstellbaren Fußhalterungen ausgestattet sein.
  • Ideal ist, wenn die Sitzfläche des Fahrradsitzes mit einem kleinen Höcker versehen ist, damit das Kind bei scharfem Bremsen oder einer Kollision durch den Anschnallgurt besser im Sitz gehalten wird.
  • Fällt die Entscheidung auf einen Kindersitz, der hinter dem Sattel angebracht wird, sollten offene Sattelfedern komplett mit einem Sattelfederschutz abgedeckt sein, damit sich das Kind nicht daran verletzen kann (d. h. seine Finger nicht einklemmt).
  • Der Haltebügel muss fest in der Sitzhalterung verankert sein, so dass er keinesfalls herausspringen kann
  • Zum Schutz vor Kopfverletzungen sollte das Kind immer einen stabilen und passenden Fahrradhelm tragen

Weitere Ratschläge:

Selbst wenn Sie einen stabilen „kippsicheren“ Doppel-Fahrradständer haben, sollten Sie Ihr Kind nie allein im Kindersitz auf dem Fahrrad zurücklassen. Das Risiko, dass Ihr Kind stürzt und sich dabei verletzt, ist einfach zu groß.

Sind Sie kein Fan von Fahrradsitzen oder haben Sie zwei Kinder, die Sie mit dem Fahrrad befördern möchten, so ist ein Fahrradanhänger eine super Alternative.
Im Gegensatz zu einem Kindersitz hat Ihr Kind in einem Fahrradanhänger sogar ein Dach über dem Kopf und ist somit geschützt vor Wind und Wetter.

Keinesfalls sollten Sie Ihr Kind auf dem Fahrrad im Tragetuch oder in einer Rückentrage transportieren.

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