Selbstverteidigung für Kinder – Kurse zur Prävention

Eltern wünschen sich selbstbewusste und starke Kinder. Sie haben Angst vor gewalttätigen Übergriffen und möchten ihre Kinder schützen. Verteidigungskurse sind eine hervorragende Möglichkeit, sportliche Aktivität mit dem Schutz vor Übergriffen zu verbinden. Ein Selbstverteidigungskurs bringt einem Kind Verteidigungsstrategien bei und kann es mental und körperlich stärken.

Asiatische Kampfsportarten sind hierfür ideal

Nur auf Kraft bezogen sind Kinder den Erwachsenen immer unterlegen. Darum ist ein Kurs, der auf Geschicklichkeit setzt, die beste Art der Selbstverteidigung. Asiatische Kampfsportarten sind hierfür ideal. Sie trainieren Geschicklichkeit und körperliche Fitness, machen Spaß und bringen Kinder mit Gleichaltrigen zusammen.

In Großstädten gehören Gewalterfahrungen für viele Kinder zum Alltag. Sie werden angepöbelt, beschimpft und nicht selten tätlich angegriffen. Kampfsportkurse machen Kinder von klein auf stark und helfen Ihnen, sich besser zu wehren.

KampfsportHier geht es nicht immer nur um „draufhauen“ als Gegenwehr, oft genug ist das Vermeiden von einer Konfliktsituation die bessere Lösung. Je mehr Selbstbewusstsein ein Kind hat, desto leichter kann es Grenzen setzen. Das ist wichtig, um Übergriffe zu vermeiden und wird in Präventionskursen gelehrt. Kurse werden nicht nur in Städten angeboten, auch auf dem Land verbreiten sie sich rasant. In der Regel richten sich Selbstverteidigungskurse bereits an Grundschulkinder, die zur Teilnahme eine Sportschule aufsuchen müssen.

Im Gespräch mit den Eltern findet der Sportlehrer heraus, welche Sportart sich am besten eignet. Sofern sich genügend Kinder anmelden, werden Selbstverteidigungskurse auch in der Schule angeboten. Ein Kurs dauert meist 20-30 Stunden.

Wer eine asiatische Kampfkunst beherrscht, kann sich je nach Situation auch gegen Stärkere durchsetzen. Eine dieser Kampfsportarten ist Wing Tsun. Für Kinder sind Kung Fu, Judo, Silat und Jiu Jitsu geeignet. Jede Kampfsportart hat andere Schwerpunkte. Dass sie Sicherheit schenken, ist ihr verbindendes Element. Das Kind sollte Freude am Kurs haben.

Wenn es zur Teilnahme überredet wurde, hat die Selbstverteidigung wenig Effekt. Wurde der Kurs erfolgreich absolviert, wird das Kind immer mit einem gestärkten Selbstbewusstsein daraus hervorgehen. Zwar ist es nicht wünschenswert, dass es das Gelernte anwenden muss. Aber der neue Kenntnisstand hat einen gewissen beruhigenden Effekt.

Dennoch gibt es viele Erwachsene, die von derartigen Kursen wenig halten. Bei aller Technik sollte man sich nichts vormachen: In einer Gefahrensituation kann ein Grundschuldkind nicht rational entscheiden. Ob es dann überhaupt in der Lage ist, das Erlernte anzuwenden, bleibt die große Frage.

Daher sollten Eltern den Verteidigungskurs auch unter dem Aspekt der Freude an einem exotischen Sport sehen. Manch einer kommt hier auf den Geschmack und praktiziert die spannende Sportart viele Jahre lang.

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Ich würde mehr Aikido empfehlen! Es ist nicht Kampfsportart, mehr Selbstverteidigung, wo man die Kraft des Angreifers gegen ihn selbst umwandeln kann.

Airi schrieb am 23. September 2011

Ich persönlich würde mehr Wert auf Selbstbehauptung legen. Kinder neigen dazu in der Körpersprache die Haltung eines potenziellen Opfers einzunehmen. Selbst Polizisten sehen den Selbstschutz als wichtiger an. Kinder müssen sich nicht selbstverteidigen können, viel wichtiger ist es zu wissen, was sie in brenzligen Situationen tun können (Was für Schutzmaßnahmen kann ich präventiv ergreifen, wie weiche ich aus, tue das Unerwartete….).

kindheute schrieb am 14. Februar 2010