Selbstverteidigung stärkt Mädchen

Wer selbst eine kleine Tochter hat, der kann sich gut vorstellen, dass gerade junge Mädchen „leichte Opfer“ sind. Verhindern kann man es nie, dass junge Mädchen Gewaltverbrechen und Vergewaltigungen zum Opfer fallen.

Das ist schrecklich, in vielen Fällen hätte es aber anders kommen können – auch, wenn es nie möglich und schon gar nicht Sinn der Sache sein kann, Mädchen rund um die Uhr zu überwachen. Selbstverteidigung für Mädchen versucht, die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft zu schützen, indem sie ihnen beibringt, sich selbst zu schützen.

Schutz für kleine Mädchen: was ist realistisch?

Schutz für kleine Mädchen: was ist realistisch?

Schutz für kleine Mädchen: was ist realistisch?

Die ersten Kurse in Selbstverteidigung werden schon ab dem Grundschulalter angeboten. Ein so junges Mädchen kann sich gegen einen Erwachsenen körperlich nicht verteidigen – es sei denn, sie ist zufällig das nächste Bodybuilding-Wunder mit einem Fitnessmodel zur Mutter und einem gewichthebenden Papa.

Da das aber selbst bei den sportlichsten jungen Damen unwahrscheinlich ist, bringen Selbstverteidigungskurse für Mädchen ihnen eher bei, wie sie richtig reagieren und Hilfe herbeiholen.

Mädchen (und natürlich auch Jungen) lernen, laut und deutlich: „Nein!“, zu sagen, was ihnen bereits im Sozialverhalten mit Mitschülern hilft. Ein laut um Hilfe schreiendes Mädchen wird niemand ignorieren – das ist es, was ihnen in diesem Alter als wirksamste Methode beigebracht wird.

Altersgerechte Selbstverteidigung

Kurse in Selbstverteidigungs- und Kampfsportarten werden ebenfalls gemischt oder nur für Mädchen angeboten. Hierbei werden altersgerechte Techniken ausgesucht, die jedes Mädchen im Ernstfall anwenden kann und die ihr wirklich helfen können.

Der körperliche Nachteil junger Mädchen wird dabei berücksichtigt. Diese Techniken werden so oft wiederholt, bis die Mädchen sie verinnerlicht haben und sie im Ernstfall intuitiv anwenden können. Je länger Mädchen in solchen Kursen bleiben, desto fitter werden sie auch körperlich. Sie bauen Kraft und Muskeln auf, was nebenbei der Gesundheit und der Entwicklung gut tut, und sie gleichen damit zumindest etwas die natürliche körperliche Unterlegenheit von Mädchen und Frauen aus.

Das heißt nicht, dass ein Mädchen zur Bodybuilderin werden muss, um sich gegen einen gewaltbereiten Mann durchsetzen zu können. Mit Muskulatur an den richtigen Stellen, Übung und Training hat sie aber spätestens ab dem Teenageralter sehr gute Chancen, sich auch selbst zu schützen, wenn ihr niemand hilft.

Selbstverteidigung für die Seele

Kurse in Selbstverteidigung tun Mädchen auch durch ihr normalerweise nettes und freundliches Wesen gut. Das kann von Gewaltverbrechern so verstanden werden, dass sie einfache Opfer sind. Je weniger Selbstvertrauen ein Mädchen hat, desto „interessanter“ wird sie für Gewaltverbrecher, denn sie denken, sie hätten mit ihr leichtes Spiel.

Echte Selbstsicherheit entsteht nur dadurch, dass das Mädchen erfährt, dass sie sich sehr wohl selbst verteidigen kann. Sie lernt in Kursen, ihre Stimme laut genug zu erheben, die richtigen körperlichen Signale zu senden – und, dass sie notfalls hart genug zuschlagen kann, wenn man ihr keine andere Wahl lässt.

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von Vorname.com