Unterliegt ihr Kind dem Cybermobbing, versuchen sie zu helfen
Opfer von Cybermobbing per Handy oder beim Surfen im Internet ist jeder dritte Jugendliche in Deutschland geworden. Behalten Sie als Eltern einen Blick auf ihre Kinder und haken Sie gegebenenfalls nach.
Sehr gerne verschicken Jugendliche eine SMS oder sie surfen im Netz. Eltern sollten hellhörig werden, wenn sich das plötzlich ändert. Hat das Kind immer eine schlechte Laune, nachdem es eine SMS erhalten hat oder im Netz war, das könnte ein Hinweis auf Cybermobbing sein. Dies ergab auch eine Forsa-Umfrage, die im Auftrag der Techniker Krankenkasse erstellt und vorgestellt wurde. Diese besagt, dass schon 32 Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren Opfer von Cybermobbing waren.

Sorgen haben auch die kleinen © StefanieB. - Fotolia.com
Zieht sich das Kind nach dem Surfen im Internet oder dem Lesen einer SMS verängstigt in sein Zimmer zurück, dann könnte das ein Warnsignal sein. Andere Anzeichen können auch Kopfschmerzen, Schlafprobleme oder auch Übelkeit sein. Eine Aussprache mit dem Kind sollte dann der erste Schritt sein. Sie könnten zum Beispiel ihren Nachwuchs fragen: „Woran liegt es, dass es dir nicht gut geht?“ Dass Sie wegen dem Cybermobbing gemeinsam nach Lösungen suchen wollen, müssen Sie ihrem Kind zu verstehen geben.
Eine Hilfe könnte auch sein, den Täter aus der Freundesliste zu löschen, wenn dieser über ein Soziales Netzwerk beim Surfen das Opfer mobbt. Beim Betreiber einer Webseite lassen sich mit Hilfe des Melde-Buttons gemeinsame Bilder oder Videos anzeigen, und in der Regel löscht dieser sie dann. Sagen Sie auch ihrem Nachwuchs, dass es keine Schuld an der Situation hat, wenn es beim Surfen oder SMS schreiben dem Cybermobbing unterliegt. Ein Fall für die Polizei sind aber körperliche Übergriffe. Das Problem des Cybermobbings wird auch nicht wirklich gelöst, wenn das eigene Profil im Internet gelöscht oder eine neue Handynummer beantragt wird. Immer mehr wird sich das Opfer dadurch zurückziehen. Sinnvoller wäre es, eine Sperrung des Internet-Profils des Mobbers beim Anbieter eines Sozialen Netzwerkes zu beantragen.
Eine sorgfältige Auswahl der Freunde im Online-Netzwerk kann schon eine vorbeugende Maßnahme sein. Vorsichtig sollte der Nachwuchs beim Adden von unbekannten Leuten sein. Denn das könnten beispielsweise solche sein, die in einer SMS oder beim Surfen im Netz mobben. Eine Angriffsfläche die leicht zu vermeiden ist, ist das Einstellen von Bildern im Bikini oder Partys-Fotos.
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