Was beachten beim Kinderfahrrad kaufen?

Die meisten Kinder sind fasziniert von jeglichen Fahrzeugen und sichtlich stolz, wenn sie selbst mit irgend einem Kinderfahrzeug durch die Gegend kutschieren können. Zuerst ist der Bobby Car die Attraktion, dann das Dreirad, danach der Roller oder das Laufrad. Doch trotz all der Gefährte können sie es meist kaum erwarten, bis sie endlich das erste eigene Fahrrad bekommen, damit sie mit den Großen mitradeln können. Dennoch sollten Eltern ihr Kind nicht zu früh aufs Fahrrad lassen. Ratsam ist, ihm frühestens mit vier Jahren ein Fahrrad zu kaufen.

Motorische Fähigkeiten sind entscheidend beim Fahrradfahren

Was beachten beim Kinderfahrrad kaufen?

Bevor Eltern ihrem Kind ein Fahrrad kaufen sollte sicher sein, dass das Kind auch groß bzw. reif genug ist, um Fahrradfahren zu lernen. Denn damit Kinder selbst mit dem Fahrrad fahren können müssen sie in der Lage sein mehrere Anforderungen gleichzeitig zu erfüllen. Sie sollten das Gleichgewicht halten, gleichzeitig Lenken und Treten, aufmerksam auf den Weg schauen, Hindernissen oder anderen Verkehrsteilnehmern ausweichen, Entfernungen abschätzen, die Geschwindigkeit einschätzen und rechtzeitig bremsen können.

Manchen Kindern fällt die Koordination all dieser Dinge anfangs nicht gerade leicht. Doch wie heißt es so schön: Übung macht den Meister! Zum Fahrradfahren lernen sollten Kinder aber auch ein geeignetes, sicheres und ihrer Größe entsprechendes Fahrrad haben.

Auf was achten beim Kauf von einem Kinderfahrrad?

Das Angebot an Fahrräder für Kinder ist riesig, doch sollten Eltern nicht einfach das nächstbeste Fahrrad für ihr Kind kaufen, sondern sich zuerst über die verschiedenen Modelle informieren und sich beraten lassen, auf was sie beim Kauf von einem Kinderfahrrad achten müssen und welches Fahrrad für ihren Sohn oder ihre Tochter am besten geeignet wäre.
Ob Sie ein neues qualitativ hochwertiges Kinderfahrrad im Fachgeschäft, ein einfaches Kinderrad im Supermarkt oder ein gebrauchtes Rad an einer Fahrradbörse kaufen, bleibt Ihnen überlassen. Da die Sicherheit für das Kind an vorderster Stelle steht, sollt das Fahrrad aber in jedem Fall mit dem GS-Zeichen versehen sein.

Das Fahrrad sollte der Größe des Kindes angepasst sein

Gerade bei Kindern ist es wichtig, dass ihr Fahrrad die richtige Größe hat. Ist das Rad nämlich zu klein oder zu groß, tun sich die Kinder schwer im Umgang mit dem Fahrrad, fühlen sich unsicher und verlieren bald den Spaß am radeln.
Nehmen Sie Ihr Kind also unbedingt mit, wenn Sie ihm ein Fahrrad kaufen. Lassen Sie es auf ein paar verschiedene Räder drauf sitzen bzw. Probe fahren, so stellt sich bald heraus, welches Fahrrad die richtige Größe hat und mit welchem Rad Ihr Kind am besten zurecht kommt.
Wichtig ist eine aufrechte Sitzposition auf dem Fahrrad. Diese ergibt sich aus dem Abstand vom Lenker zum Sattel und der Sattelhöhe. Ihr Kind sollte in der geeigneten Sitzposition den Lenker mit beiden Händen problemlos greifen und lenken können. Ferner sollte es auch im Sitzen mit beiden Füßen den Boden erreichen.

Was beachten beim Kinderfahrrad kaufen?

Da Kinder ständig wachsen, ist es sehr vorteilhaft, wenn am Fahrrad Sattel und Lenker verstellbar sind. Die Räder können der Größe des Kindes dann bis zu einem gewissen Maß angepasst werden. Denn sitzt das Kind zu niedrig auf dem Fahrrad, ist das Treten sehr anstrengend. Ein Anzeichen dafür ist, wenn das Kind häufig im Stehen fährt. Ist der Sattel zu hoch, so tut es sich ebenfalls schwer, weil es im Sitzen die Pedale kaum erreichen kann. Es rutscht dann beim Fahren ständig auf dem Sattel hin und her.

Ausstattung des Kinderfahrrades muss den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung entsprechen

Da Kinder auch auf der Straße fahren, ob anfangs mit ihren Eltern oder später alleine, müssen Kinderräder natürlich auch verkehrssicher ausgestattet sein.

Ein Fahrrad muss zur Nutzung im Straßenverkehr folgende Ausstattung haben:

  • Mindestens zwei voneinander unabhängige Bremsen, z.B. Hand- und Rücktrittsbremse (Kinderfahrräder sollten auf jeden Fall eine Rücktrittbremse haben, da Kinder damit in der Regel schneller reagieren können. Handbremsen sind für kleinere Kinder oft schwer zu handhaben.)
  • einen weißen Reflektor und eine weiße Lampe vorne
  • ein rotes Rücklicht mit Reflektor und einen zusätzlichen roten Reflektor hinten
  • eine funktionierenden Klingel
  • rutschfeste Pedalen mit je zwei Reflektoren
  • vier gelbe Katzenaugen oder reflektierende silberne Ringe an den Speichen
  • einen Dynamo

Ausnahmen von diesen Vorgaben gibt es nur für Rennräder, die für Kinder durchaus nicht geeignet sind.

Weitere empfehlenswerte Ausstattungsmöglichkeiten
wie Schutzbleche vorne und hinten, Gepäckträger, Fahrradständer, Kettenschutz, Gangschaltung, Rahmenschloss und ein weiteres Fahrradschloss sind zwar nicht vorgeschrieben, aber dennoch sinnvoll.

Der Kettenschutz ist bei einem Kinderfahrrad sehr wichtig, denn oft verfangen sich Schnürsenkel oder Hosenbeine in der Kette, was schnell zu Unfällen führen kann.

Eine Gangschaltung hingegen ist für Kleinkinder nicht notwendig, sie sind damit eher überfordert. Dies ist erst beim Jugendrad sinnig.

Für Schüler ist ein stabiler Gepäckträger eine große Erleichterung, denn schwere Schultaschen und Rucksäcke können darauf problemlos transportiert und somit der Rücken entlastet werden.

Damit Kinder ihr Fahrrad jederzeit abstellen können, ist auch ein Fahrradständer ganz praktisch

Fahrradhelm

Zum Schutz vor Kopfverletzungen sollte Ihr Kind von Anfang an einen Helm tragen, wenn es mit dem Fahrrad unterwegs ist. Der Fahhrradhelm sollte stabil und sicher sein. Er darf nicht zu locker sitzen, sondern sollte genau passen, damit er im Notfall auch wirklich perfekten Schutz bietet. Häufig passt Kindern noch der Helm, den sie bisher im Kindersitz auf dem Fahrrad von Mama oder Papa getragen haben. Wenn nicht, ist es am besten, wenn Eltern gleich mit dem Fahrrad zusammen auch einen Helm fürs Kind kaufen.

Schoner

Ist Ihr Kind noch unsicher auf dem Fahrrad, ist es ganz ratsam, ihm Ellbogen- und Knieschoner anzuziehen. Sie verschonen das Kind nicht nur vor Schürfwunden an Knie und Ellbogen, falls es stürzen sollte, sondern vermitteln ihm auch eine gewisse Sicherheit.

Stützräder

Stützräder am Kinderfahrrad sind nicht zu empfehlen, denn sie vermitteln Kindern ein völlig falsches Fahr- und Gleichgewichtsgefühl. Wesentlich einfacher ist es für Kinder, wenn sie schon mit einem Laufrad Erfahrungen gesammelt und das Gleichgewicht trainiert haben, bevor sie das Fahrradfahren lernen.

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