Windeln wechseln, so geht’s

Das Wickeln eines Babys ist für frischgebackene Eltern oft erst einmal eine Herausforderung. Es gibt vieles, auf das geachtet werden muss – insbesondere im Hinblick auf die Windelgröße, die richtige Technik und den Umgang mit Wunden.

Wann muss ich die Windeln wechseln?

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Auf richtige Windelgröße achten

Grundsätzlich gibt es natürlich keine Regel, wann eine Windel gewechselt werden muss – denn der Stoffwechsel und damit auch die Verdauung laufen bei jedem Kind anders ab.
Im Durchschnitt wird eine Windel allerdings alle drei bis vier Stunden gewechselt. Nachts sollte nur dann gewickelt werden, wenn das Kind wach ist oder die Haut gerötet bzw. die Windel nass ist. Ist alles in Ordnung und schläft das Baby, kann die Windel auch erst morgens gewechselt werden.

Einige Eltern bevorzugen es, die Windel vor dem Essen zu wechseln, andere dagegen wickeln erst nach der Mahlzeit – dies muss man selbst entscheiden. Die meisten Babys machen sich jedoch während des Essens oder auch kurz danach in die Windel, deshalb ist ein Wickeln nach der Mahlzeit in diesem fall die beste Lösung. Wenn es sich allerdings leicht beim Essen ablenken lässt, weil die Windel schmutzig ist, dann sollten Eltern die Windel schon vorher wechseln.

Wie pflege ich mein Baby beim Windeln wechseln richtig?

Bei einer vollen Windel wird zunächst der grobe Schmutz mit einem trockenen Tuch entfernt. Danach verwenden Sie ein feuchtes Babytuch, um auch die feineren Verschmutzungen zu reinigen. Bei Mädchen ist es wichtig, stets vom vorne Richtung After zu wischen, denn ansonsten können Keime in den Vaginalbereich geraten. Bei Jungen müssen die Genitalien sorgfältig, aber gründlich gereinigt werden, denn gerade in den Hautfältchen setzen sich schnell Reste fest. Seien Sie vorsichtig, schieben Sie aber nie die Vorhaut zurück, denn dies kann das Kind verletzen. Bei starken oder angetrockneten Verschmutzungen sollten Sie etwas milde Babyseife und lauwarmes Wasser zur Reinigung verwenden. Mit einem Waschlappen lässt sich dann alles gut entfernen.

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Wie oft das Baby wickeln?

Sehr wichtig ist, die neue Windel nicht zu schnell anzulegen. Lassen Sie das Baby mit entkleidetem Unterkörper ruhig einige Minuten strampeln – es ist wichtig, dass etwas frische Luft an die Haut gelangt. Sollte die vorherige Windel lediglich durchnässt gewesen sein, dann ist ein Eincremen nicht immer nötig – lediglich dann, wenn die Haut schon gereizt ist. Auch nach einem Stuhlgang sollte immer ein Eincremen erfolgen, da die Haut dadurch gereizt wird und dementsprechende Beruhigung benötigt. Eine Wundschutzcreme für Babys ist hier die beste Wahl. Achten Sie darauf, dass die Creme nur dünn aufgetragen wird. Eine dicke Schicht vermeidet, dass die Haut atmen kann und führt schnell zur Verstopfung der Poren. So kann Feuchtigkeit nicht mehr gut abtransportiert werden und es bilden sich vielleicht sogar Entzündungen.

Wenn Sie die neue Windel anlegen, achten Sie auf die korrekte Position der Verschlüsse und darauf, sie nicht zu eng anzulegen. Bewegungsfreiheit ist wichtig für das Kind.

Mein Baby braucht eine andere Windelgröße – worauf muss ich achten?

Im Laufe der Zeit wächst ein Baby und somit wird irgendwann natürlich auch eine andere Windelgröße benötigt. Wenn eine Windel am Bauch beginnt zu spannen, ist es Zeit, auf die nächstgrößere Windelgröße umzusteigen. Denn: Ist eine Windel zu eng, kann sich das Baby wundscheuern, was sehr schmerzhaft ist. Achten Sie auch darauf, ob bereits gerötete Stellen auf der Haut vorhanden sind. Das kann am Bauch, aber auch zwischen den Beinen der Fall sein. Beides deutet darauf hin, dass die Windelgröße nicht mehr passt.

Idealerweise befinden sich noch rund ein bis zwei Zentimeter Platz zwischen der Haut des Kindes und der Windel.

Zu locker darf eine Windel auf der anderen Seite aber ebenso nicht sein, denn sonst rutscht diese beim Strampeln herunter und etwas geht womöglich daneben.

 

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