Befristeter Arbeitsvertrag und die Schwangerschaft

Befristung ist gleichbedeutend mit automatischem Ende

Befristete Arbeitsverträge werden immer mehr zur Regel. Anders als bei unbefristeten Anstellungsverhältnissen weiß der Arbeitnehmer bereits zum Zeitpunkt des Vetragsabschlusses, wann das Arbeitsverhältnis ausläuft. Dieses endet automatisch, ohne dass es einer Kündigung bedarf.

Schwangerschaft kein Hinderungsgrund für Befristung

Durch Schwangerschaft wird ein befristeter Arbeitsvertrag nicht verlängert, sondern er läuft zum vereinbarten Zeitpunkt aus. Der Kündigungsschutz für Schwangere greift hier nicht. Denn es erfolgt keine Kündigung, lediglich eine Beendigung des Vertrages. Allerdings kann der Arbeitgeber das befristete Arbeitsverhältnis mit der Schwangeren nicht durch eine Kündigung vorzeitig auflösen, sondern muss die werdende Mutter bis zum Vertragsende weiter beschäftigen.

Frühzeitige Information des Arbeitgebers ohne Risiko

Da eine Schlechterstellung nicht zu befürchten ist, sollte die schwangere Arbeitnehmerin ihren Arbeitgeber frühzeitig von der Schwangerschaft informieren. Spätestens drei Monate vor Ablauf des Vetrages sollte sie sich außerdem erkundigen, ob das Unternehmen daran interessiert ist, sie in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu übernehmen. Kommt so ein Vertrag nicht zu Stande, ist die Arbeitnehmerin verpflichtet, sich sofort beim Arbeitsamt arbeitssuchend zu melden. Andernfalls riskiert sie eine Kürzung des Arbeitslosengeldes.

Jobcenter und Krankenkasse

Der weitere Ablauf nach Ende des befristeten Arbeitsverhältnisses ist für die Schwangere klar geregelt. Dennoch muss sie sich schon frühzeitig um Formalitäten kümmern. Bei der Agentur für Arbeit beziehungsweise beim örtlich zuständigen Jobcenter muss übergangslos Arbeitslosengeld (ALG I) beantragt werden.

Dadurch besteht Krankenversicherungsschutz in derjenigen gesetzlichen Krankenkasse, in der die Schwangere während ihrer befristeten Berufstätigkeit versichert war. Anschließend wird, rückgerechnet vom Termin der Niederkunft, Mutterschaftsgeld in Höhe des ALG I gewährt.

Ausbildungsvertrag kein befristetes Arbeitsverhältnis

Obwohl auch der Ausbildungsvertrag ein zeitlich begrenzter Vertrag ist, handelt es sich hierbei um kein befristetes Arbeitsverhältnis im eigentlichen Sinne. Infolgedessen gilt bei Schwangerschaft auch eine andere Regelung. Der schwangere Azubi genießt Kündigungsschutz. Die Ausbildung kann nach Ablauf des Mutterschutzes fortgesetzt werden. Formell verlängern sich Ausbildungsvertrag und Ausbildungszeit sowohl um die Zeiten des Mutterschutzes als auch um die der sich daran anschließenden Elternzeit.

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Meine Kolleginnen haben auch alle einen befristeten 1 Jahres Vertrag. Bei allen wurde dieser auf ein weiteres Jahr verlängert. Nur meiner nicht, da ich schwanger bin.
Kann ich dagegen angehen? Habe mal gehört, wenn der Arbeitgeber alle übernimmt, so muss er auch die Schwangere übernehmen. Ist das so richtig?

Anonymous schrieb am 20. Oktober 2016

Hi , ich arbeite seit 2014 in einer kita ,habe einen befristen vertrag der ende juni 2016 ausläuft ohne das es einer kündigung bedarft. nun bin ich zwischenzeitlich schwanger geworden, den chef auch darüber informiert, bin in der 10 SSW und würde gerne weiter arbeiten. ist es möglich das der arbeitsgeber mir einen unbefristeten vertag geben kann bzw muss nach dem befristeten vertrag wenn ich einfach weiter arbeite und wegen dem neuen vertrag nicht anspreche oder sollte ich ihn um einen vertrag bitten?

Jasmin schrieb am 14. Juni 2016

Hallo, ich bin in einem 1jahr Befristeten vertrag beschäftig bei BH angestellt und der vertrag endet am 31.05.2016 und habe am 31.03.2016 von BH Einladung bekommen, um vorbei zu kommen die vertrag Verlängerung schreiben an Bürgermeister zu unterschrieben und da haben Sie natürlich mündlich mit geteilt das der vertrag als unbefristet verlängert wird, und habe am Freitag den 01.06.2016 an BH (Dienstgeber) mitgeteilt das ich Schwanger bin jetzt meine frage, kann mich meine Dienstgeber die aussage zurück nehmen bzw. den vertrag Verlängerung ablehnen? bin dort mutter schutzt?.

Maria schrieb am 3. April 2016

Guten Tag . Ich habe eine Frage und zwar ich bin schwanger 17. woche ich arbeite als Krankenschwester aber mein vertrag läuft aus am 31.01.2016 zu Mutterschutz gehe ich aber ab 01.07.2016. wird noch verlängert das weiß ich aber soll ich erst kündigen oder vor Ablauf des vertrags drei Monate vorher bei Arbeitsamt anmelden ? Werde ich Nacher das meine vertrag ausläuft versichert und meine Kind? Und wie viele Geld kriege ich dann ? Arbeitslosengeld oder Eltern Geld von meine 12 monate netto Gehalt ? Danke für Antwort 🙂 wäre echt super wenn mir jemand helfen kann 🙂 Kristina

Kristina schrieb am 7. September 2015

Mein arbeitsvertrag endet ende September aber in mein beschäftigungsverbot steht das dieses verbot bis zum mutterschutz gilt. Würde in ein unbefristeten vertrag übergehen
Bin jetzt 12 ssw

Stephanie schrieb am 13. Juli 2015

Geht doch mit diesen Fragen zu einer Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen z.B. von der Caritas oder SkF:

Susanne schrieb am 22. Januar 2015

bin gerde im ersten Monat schwanger und arbeite als Altenpflegerin.Mein arbeitsvertrag ist leider befristet bis 10.2015.Da ist mein Zwerg schon zwei monate auf der Welt.Bekomme ich dann Mutterschaftsgeld oder Elterngeld???oder Arbeitslosengeld?

Pia schrieb am 1. Dezember 2014

Liebe Eva,
ich würde den Vertrag ganz sicher annehmen, da wie du schon sagtest es wie ein Jackpot heutzutage ist einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu erhalten. Und wenn man schwanger ist, hat das sicher nichts mit „in die Pfanne hauen“ zu tun, da so auch die Rente deines Chefs bezahlt wird und auch deine „Ilka“!. Es ist kein Lug und Betrug ein Kind zu bekommen und das nicht sofort sagen zu wollen!!! 1. Hast du bis zu 3. Monaten das Risiko. 2. Sieht man es ohnehin erst im 4. Monat und du hast vor dem 3. keinerlei Pflicht, dass deinem Arbeitgeber mitzuteilen, es sei denn du brauchst auf deiner Arbeitsstelle bestimmte Mutterschaftsrechte! Manche Frauen wissen es auch erst später. und du kanst doch schließlich, wenn es keine Probleme gibt da noch 8 Monate arbeiten und fällst nicht sofort aus!!
Was hast denn du eig. für eine Einstellung „Ilka“?? Das finde ich persönlich grausam und unmenschlich. Es wird keiner verarscht oder über den Tisch gezogen. Eine Schwangerschaft ist ja wohl das Natürlichste der Welt und man muss sich dabei auch finanziell absichern .Punkt

Krokus_108 schrieb am 17. Oktober 2014

@hexe-danni
mit so einer Einstellung brauch ich mich als Selbständige nicht wundern, warum es so vielen kleinen Unternehmen (weniger als 5 Beschäftigte) finanziell so schlecht geht. Wenn das jeder machen würde……….
Was ist nur aus dieser Welt geworden. Nur noch Lug und Betrug…….Armes Deutschland. Du hast nur vergessen zu erwähnen, dass Eva nach ihrem Mutterschutz auf der Arbeit ganz sicher nichts zu lachen hat. Zumal sie eh nach der Elternzeit die Kündigung kriegen wird.
Ich persönlich würde abends nicht mehr schlafen können, so würde mich das schlechte Gewissen plagen, meinen Chef so zu verarschen…… Ehrlich wert am längsten…..

Ilka schrieb am 25. September 2014

Hallo,

man sollte auf jeden Fall die ersten drei Monate abwarten da das Risiko da am höhsten ist mit einer Fehlgeburt. Also machst du eigentlich nichts falsch, wenn du deinen unbefristeten Arbeitsvertrag unterschreibst u dann sagst das du schwanger bist. u ganz ehrlich, in der heutigen zeit muss man auch an sich selber dneken u nicht an das unternehmen. ein unbefristeter vertrag ist wie ein Jackpot im Lotto. also warte ab, u sowieso würde ich warten bis es offiziell bestätigt ist. manche test funktionieren auch nicht, auch wenn es zu 99.99 % sicher sein soll. aber das sind eben keine 100%. also abwarten was der Frauenarzt sagt, den vertrag unterschreiben und dann zum Chef…. so würde ich es machen. sei ein bisschen egoitisch, so kannst du deinem Kind dann auch bisschen mehr was bieten, nämlich einen festen Arbeitsplatz u regelmäßiges einkommen. wenn du danach arbeitslos bist u areitslosen Geld bekommst oder vielleicht iwann sogar harzt iv weil kaum einer eine junge mutter einstellen will….. aber im Endeffekt musst du das selber wissen

hexe-danni schrieb am 18. September 2014

Hallo, ich weiß nicht genau, wie ich mich jetzt verhalten soll. Ende Oktober 2014 endet mein befristeter Arbeitsvertrag. Ab dem 1.11. wäre ich dann mit einem unbefristeten Vertrag dran. Noch steht leider nicht fest, ob ich übernommen werde oder nicht.
Vor 2 Tagen habe ich einen Test gemacht. Es ist zwar noch nicht offiziell durch meine Frauenärztin bestätigt, aber ich bin endlich schwanger.
Muss ich nun meinem Arbeitgeber von meiner Schwangerschaft schon berichten und somit meinen unbefristeten Vertrag damit gleich in den Wind schießen? Und wenn ich nun nichts sage und vielleicht doch den unbefristeten Vertrag bekomme, mache ich mich dann irgendwie strafbar bzw. Kann der Vertrag dann noch mal angefechtet werden?
Ich bin hin und her gerissen, meinen Chef etwas in die Pfanne zu hauen, ist nicht wirklich fair, aber ein unbefristeter Vertrag wäre das beste, was mir passieren könnte. Also, was soll ich tun? Klappe halten und bei Erfolg dem Chef auf der Tasche liegen oder gleich ehrlich und dann arbeitslos sein?

Eva schrieb am 28. August 2014

Hallo ich habe mal eine frage an euch.
Bei mir besteht das Problem ,dass mein Arbeitsvertrag zum 31.10.2014 endet und mein vorraussichtlicher Geburtstermin der 10.11.2014 ist.
Jetzt kommt bei mir die Frage auf ob ich in der Elternzeit trotzdem versichtert bin.
Arbeitslosengeld 1 würde mir zwar zustehen ,aber da ich niemanden habe der auf mein Baby aufpassen kann , brauch ich das nicht zu beantragen ,da ich dem Arbeitsmarkt ja zur Verfügung stehen muss.

Ih hoffe ihr könnt mir weiter helfen.

Sarina schrieb am 21. August 2014

Ich bin jetzt 23. Woche schwanger, mein AV läuft am 31.08.14 aus. Ich war im Mai auf dem AA und wollte mich zum 01.09. arbeitslos melden, die haben mich aber wieder weggeschickt,haben gesagt sie seien nicht zuständig, sondern die Krankenkasse, weil ich ein Beschäftigungsverbot habe das bis zu Beginn des Mutterschutzes gilt. Habe mich darauf hin bei der Krankenkasse ( Im Mai ) gemeldet und jetzt Post erhalten, dass ich wieder aufs Arbeitsamt soll??? Ich blick nicht mehr durch, wie soll das noch weitergehen.

Kathrin schrieb am 20. August 2014

hey … was ist denn wenn ich zwar unbefristet beschäftigt bin, auf teilzeit… aber dann auf unbefristet für 2 jahre die teamleitung bin, laut vertrag nach den 2j wieder als teilzeitkraft weiterbeschäftigt werde. also werde ich innerhalb dieser 2 j schwanger …. gehe ich dann als teamleitung , als teilzeitkraft oder arbeitslos in mutterschaft?????
wann muss bzw sollte ich am schlausten meine schwangerschaft mitteilen? , ist ja auch ne gehaltsfrage?
bitte , ich brauche eine top aufklärung … danke

angst … schrieb am 17. August 2014

Hallo,

also ich bin in 26. SW. Habe einen befristeten Arbeitsvertrag. Mein Kind wird vorraussichtlich Anfang August auf die Welt kommen. Meine Frage ist, wieviel Urlaub steht mir zu? Mein Arbeitsvertrag lauft im August 2015 aus. Ich habe gehort, dass mein ganzer Jahresurlaub mir zusteht, da mein Kind in der zweiten Jahreshaelfte zur Welt kommt. Stimmt das? Ich mochte auch nicht mehr in dem Betrieb arbeiten, wenn ich meine Elternzeit beendet habe. Mein Elternzeit beende ich genau dann wenn mein Vertrag ablauft.

Vielen Dank fur eure Antworten schon im Voraus.

Mila

Mila schrieb am 28. April 2014

Hallo es fällt mir schwer darüber zu sprechen was mein problem ist. Ich hab vor fast 2 jahren angefangen zu arbeiten nach nicht mal 8 Monaten mein Chefin gesagt das ich Schwanger bin. Alles kein problem elternzeit hatte ich vor fast 5 Monaten mein kleiner ist jetz 1 Jahr und 5 Monate. Nun das Problem mein FA hat festgestellt das ich in der 12 ssw schwanger bin. Da ich erst angefang hab zu arbeiten hab ich richtige Angst mein Arbeitgeber erneut zu sagen. Das ich wenn ich wieder komme mein Arbeitsplatz nicht mehr habe. Was soll ich jetzt tun?

Marie schrieb am 12. November 2013

Hallo Ihr lieben!
ich bin auch ein bisschen verzweifelt und leider passt bis jetzt nichts auf mich.
Könnt Ihr mir weiterhelfen?

Mein AG will den Standort (weit weg) verlagern. Alle Schutzmaßnahmen sind ordentlich gekündigt worden und existieren nicht mehr. Ich habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Mein AG kann aber betriebsbedingte Kündigungen aussprechen. Ich bin davon betroffen. Seit langer Zeit habe ich den Wunsch schwanger zu werden. Allerdings hat es noch nicht geklappt.

Was ist, wenn ich erst nach Erhalt des Kündigungsschreiben vom AG schwanger werde? z.B. in während oder nach der Kündigungsfristen?

Nach allem was ich hier gelesen habe – würde ich sonst ohne oder im neuen Job in der Probezeit stehen. Und das sieht ja nicht so rosig dann aus…

Wenn mir einer von Euch helfen kann, und mir antwortet würdet Ihr meine Last veringern.

Vielen Dank
Jenny

Jenny schrieb am 22. März 2013

Hallo,

bei mir ist folgende Situation:
Ich bin seit Jahren als Logopädin in einer Kindertagesstätte angestellt. Ich habe einen befristeten Vertrag, der jeweils Mitte Februar mehr oder weniger automatisch verlängert wurde. Jetzt wurde ich letztes Jahr schwanger und habe das auch meinem Arbeitgeber gesagt.
Zuerst hieß es, das mein Vertrag bis zum Beginn des Mutterschutzes (20.04.2013) verlängert wird. Ich habe das mehr oder weniger auch schriftlich.
Jetzt wurde zurückgerudert und man hat mir durch die Blume gesagt, dass der Vertrag nicht mehr verlängert wird und zum 15.2.2013 endet. Was habe ich für Rechte und welche Ansprüche kann ich geltend machen ? Was habe ich finanziell für Möglichkeiten ?

Gruß Lisa

Lisa schrieb am 21. Januar 2013

WICHTIGER HINWEIS FÜR ARBEITSLOSE MAMIS, DIE DIREKT NOCH EIN 2.BABY MÖCHTEN :

Wenn man nicht innerhalb eines Jahres ab Geburt des 1.Kindes erneut schwanger wird UND erneut entbindet, bekommt man „nur“ den Mindestsatz an Elterngeld für das 2. Kind. (300 € mtl. für 12 Monate). Also verlängerte Auszahlungszeiträume und Elternzeiten helfen nicht, um nochmal das gleiche Elterngeld zu bekommen wie zuvor. Immerhin gibt es ab dem 2. Kind einen sogenannten Geschwisterbonus (ca. 75 € mtl.).

Annie schrieb am 28. August 2012

Hallo Irene,
ich würde es nicht sagen, bevor Du den Vertrag unterschrieben hast. Du musst in erster Linie an Dich und Deine Zukunft denken. Rein wirtschaftlich stellst Du Dich in der Schwangerschaft und nach der Geburt besser (Elterngeldberechnung). Wenn Du einen unbefristeten Vertrag bekommst, hast Du auch die Sicherheit, dorthin zurückzukehren.

Abgesehen davon würde ich in einem so frühen Stadium ohne wichtige Gründe (z.B.Gefahren am Arbeitsplatz für das Ungeborene) dem Arbeitgeber sowieso noch nichts sagen – stell Dir vor, Du verlierst das Baby (was ich nicht hoffe) – was dann?! Vielleicht hilft es Dir, den SS-Test auch erst nach der 13.SSW zu machen, damit Dich Dein Gewissen nicht plagt?!

Annie schrieb am 28. August 2012

Hallo ihr Lieben,

ich habe eine Frage an euch…..und zwar ich habe einen befristeten Arbeitsvertrag bis 22.08.2012, eigentlich habe ich keine Kinder geplant aber es kann sein das ich jetzt schwanger bin.Auf jeden Fall bis dahin werde ich es erfahren.Mein Arbeitsvertrag wird bestimmt verlängert aber wenn ich jetzt schwanger werde wahrscheinlich auch nicht.Soll ich dann es sagen,das ich schwanger bin oder soll ich doch lieber schweigen und erst nach 13 W. erzählen?Aber kann ich danach auch gekündigt werden?Ich habe Angst möchte gerne meine Arbeit behalten…

LG Irene

Irene schrieb am 3. Juli 2012

Eine Freundin von mir ist schwanger. Sie macht momentan eine Umschulung welche über die Berufsgenossenschaft finanziert wird. Der Vertrag ist auf 2 Jahre befristet, welcher im August 2013 ausläuft. Sie weiß nicht mehr weiter, wer kann mir einen Rat geben.

Susanne schrieb am 1. Februar 2012

daniela, herzlichen glückwunsch 🙂 mir geht es genauso. wenn du deinen vertrag unterschrieben hast, kann dich dein chef gesetzlich nicht kündigen, denn du fällst unter das MuSchuGesetz!!!! außerdem musst du deinem arbeitgeber nicht zwingend sofort mitteilen, das du schwanger bist- kommt aber auf die tätigkeit an. man zerbricht sich immer den kopf, am ende ist alles halb so wild. wenn der betrieb unter 20 mitarbeiter zählt und du ein beschäftigungsverbot möchtest, muss dir dein chef weiterhin volles gehalt zahlen und er bekommt es von der kasse ersetzt.

lena schrieb am 14. Dezember 2011

Hallo ihr Lieben.
Hab hier gerade die Beiträge gelesen. Habe letzten Monat meinen unbefristeten Vertrag unterschrieben, der aber erst am 1.12 gültig wird, weil ich dann ein Jahr in der Einrichtung bin. Habe gestern einen Schwangerschaftstest gemacht, der positiv war. Was mache ich wenn mir der Frauenarzt die SS bestätigt? Ich kann sie ja nicht ewig bei der Arbeit verheimlichen. Können sie den Vertrag im Dezember auflösen wenn sie erfahren das ich schwanger bin?
Ich hoffe auf Antworten von euch

Daniela schrieb am 3. November 2011

Hallo, also ich hab mir jetzt grad schon die Kommentare durchgelesen und vielleicht hab ich die Antwort auf meine Frage schon gelesen aber das alles ist ein bisschen verwirrend für mich.
Bei mir ist es so, mein Vertrag läuft jetzt am 31.12.11 aus, ich hab die Zusage das er noch mal auf ein Jahr verlängert wird, also bis 31.12.12, mein Mann und ich wollten aber eigentlich nicht mehr so lange mit einem Kind warten. Sprich wenn ich jetzt im Laufe des nächsten Jahres schwanger werde und mein Vertrag dann noch in der Schwangerschaft ausläuft, was ja wahrscheinlich ist, wenn ich nicht gleich im Januar schwanger bin, was erwartet mich dann? Finanziell, beruflich?
Vielen Dank schon mal.

Sabrina schrieb am 12. Oktober 2011

Hallo Nadja,

mit dieser Idee solltest Du vorsichtig umgehen – weniger Stunden heisst in der Regel weniger Geld. Ein Vollzeitvertrag wird dann auf Teilzeit umgestellt. Trotzdem solltest Du das Gespräch mit Deinem Chef suchen – vielleicht gibt es Alternativen; Du bist sicher nicht die erste Schwangere im Betrieb 🙂 .
Die Folgen von geringerem Lohn wären vor allem für das Elterngeld fatal: Der reguläre Elterngeldsatz beträgt 65% Deines Durchschnittsgehaltes der letzten 12 Monate. Was das heisst, brauch ich Dir sicher nicht erklären…

Liebe Grüße und eine angenehme Schwangerschaft 😉

Annie schrieb am 25. September 2011

Hallo Carina,

erstmal keine Panik – finanziell bist Du mit dem Baby auf jeden Fall abgesichert – ob in der Schwangerschaft, der Mutterschutzzeit oder in der Elternzeit! Während der Schwangerschaft und in der gesamten Mutterschutzzeit bleibt das Geld gleich, es kommt nur von unterschiedlichen „Seiten“ sozusagen. Erst das Elterngeld wird im Vergleich etwas weniger sein, allerdings bekommst Du noch Kindergeld.

Was Deine Angst um den Arbeitsplatz bzw. die Vertragsverlängerung angeht, die kann ich Dir leider nicht nehmen. Du kannst versuchen, ihn davon zu überzeugen, Dich zu behalten, aber mach Dir selbst nicht zu viel Hoffnung. Du könntest ihm z.B. anbieten, dass Du die 6 Wochen vor dem errechneten Termin Deine Mutterschutzzeit nicht in Anspruch nimmst (vorausgesetzt Du willst und kannst das körperlich) oder Deine Vertretung einarbeitest – also, dass Du Deinem entgegenkommst.
Du darfst definitiv 8 Wochen lang nach der Geburt nicht arbeiten. Und ich vermute mal, dass Du Dein Baby wohl ungern direkt danach in eine Betreuung geben willst, d.h. Du wirst wohl auch Elternzeit in Anspruch nehmen wollen. Das lässt ein Chef in der Regel nicht mit sich machen, wenn er die Chance sieht, Dich legal „loszuwerden“…..

Alles Liebe für Dich und Dein Baby 🙂 ….

Annie schrieb am 25. September 2011

hallo!!

ich habe da mal eine frage, und zwar fängt mein Mutterschutz am 03.11. an und mein Frauenarzt hat mir empfohlen mal mit meinem Arbeitgeber zu sprechen, ob ich für weniger std. arbeiten gehen könnte. Meine frage ist stellt sich mein Vertrag von Vollzeit auf Halbzeit um und bekomme somit weniger Geld oder kann ich für das gleiche Gehalt aber für weniger Std. arbeiten??

Vielleicht weiß einer von euch ja was und kann mir ggf. weiterhelfen.

Danke 🙂

nadja schrieb am 18. September 2011

Hallo ihr Lieben,
ich habe heute erfahren das ich ein Kind bekommen werde….
Ich war erst geschockt und jetzt überlege ich was ich machen soll hab mir mal eure beiträge durchgelesen und weiß nicht recht damit etwas anzufangen. Ich habe am 01.10.10 meine befriesteten vertrag unterschrieben, er geht 2 jahre also bis zum 30.09.2011 und ca im juni werde ich dann das baby bekommen..
Also kann es gut sein das ich 3 monate nach der entbindung keinen neuen vertrag bekomme??????

Lg Carina

Carina schrieb am 16. September 2011

Hallo rebecca,

ich habe meine Schwangerschaft vorher nicht so gründlich geplant wie Du das tust, deshalb hatte ich nicht so viele Alternativen *g*. Klar, kann ich den sehnlichen Wunsch nach einem Baby verstehen… 😉

Solange Du noch nicht schwanger bist, wäre es natürlich am Besten, Du wartest auf Deinen unbefristeten Vertrag. Damit ersparst Du Dir viele Sorgen und Dein Arbeitsplatz bleibt Dir erhalten, wenn Du nach 1 oder 2 Jahren Elternzeit zurückkehrst.

Wenn Dein bzw. Euer Wunsch nach einem Baby doch so groß ist, dass Ihr nicht abwarten wollt, rate ich Euch Folgendes:

Du musst auf jeden Fall die Probezeit überstehen!

Also nicht eher als 1-3 Monate vor Ablauf der Probezeit mit der Familienplanung anfangen 😉
Falls Du direkt schwanger wirst, ist Dein Fall ähnlich wie der von Mandy hier im Forum:

Wenn Dein Arbeitsverhältnis zu Beginn des Mutterschutzes (6 Wo vor dem errechneten Entbindungstermin bis 8 Wo nach Entbindung) noch besteht, zahlt die gesetzl. Krankenkasse Dir 13 Euro netto täglich (=390 Euro auf 30 Tage). Den Arbeitgeber-Anteil (also Dein bisheriger Durchschnittslohn minus Krankenkassen-Anteil) bekommst Du, so lange wie Dein Arbeitsvertrag besteht. Danach würde die Krankenkasse das komplette Geld zahlen.

Wirst Du tatsächlich erst später schwanger, wird es „spezieller“, um nicht zu sagen „komplizierter“ wie in meinem Fall: Dann kann es passieren, dass Du arbeitslos wirst, bevor Du in den Mutterschutz gehst.

Wenn Du als Arbeitslose (egal ob vorher ALG1 oder Hartz4 – ich weiß nicht, auf was Du Anspruch hast) in den Mutterschutz gehst, erhältst Du von der Krankenkasse den gleichen Betrag wie vom Arbeitsamt, vorausgesetzt, Du bist Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse. Das kann unter Umständen finanziell dann ziemlich eng werden…

Du kannst alles auch noch mal in der kostenlosen Broschüre „Mutterschutzgesetz“ und „Elternzeit / Elterngeld“ vom „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ nachlesen (auch download unter http://www.bmfsfj.de).

Wie auch immer ihr Euch entscheidet, ich wünsche Euch alles Gute! 🙂

Annie schrieb am 11. September 2011

Hallo Mandy,

auf Grundlage des Mutterschutzgesetzes habe ich folgenden „Fahrplan“ für Dich erstellt:
13.10.11 Beginn Mutterschutz (=6 Wo. vor ET)
24.11.11 ET
31.12.11 Vertragsende
vorauss. 19.01.12 Ende Mutterschutz (= 8 Wo. nach ET)

In der Mutterschutzzeit VOR Entbindung setzt sich Dein Mutterschutzgeld aus
13,- Euro netto täglich von der gesetzl. Krankenkasse
+ der Differenz zu deinem Durchschnittslohn der letzten 3 Monate vom Arbeitgeber
zusammen. Du bleibst finanziell gleichgestellt wie bisher.

In der Mutterschutzzeit NACH Entbindung ändert sich nur die Herkunft des Geldes, aber der Betrag bleibt ebenfalls gleich. Bis zum 31.12.11 erhältst Du wieder die jeweiligen Anteile von der Krankenkasse und vom Arbeitgeber. Danach erhältst Du alles komplett von der Krankenkasse.

Ab Ende der Mutterschutzzeit kannst Du einen Antrag auf Elterngeld beim Versorgungsamt stellen. Der reguläre Elterngeldsatz beträgt 65% Deines früheren Durchschnittsgehaltes.
Außerdem kannst Du Kindergeld bei der Familienkasse des Arbeitsamtes beantragen.

Denk dran, Dich 3 Monate vor Ablauf des Vertrages arbeitssuchend zu melden! Ich denke nicht, dass Dein Arbeitgeber den Vertrag verlängern wird…

Du kannst Dir zum Nachlesen das Mutterschutzgesetz sowie Elterngeld/Elternzeit-Infos als kostenlose Broschüre auf http://www.bmfsfj.de runterladen (=Bundesministerium für Familie, Senioren,Frauen und Jugend).

Alles Gute für Dich und Dein Kind 🙂

Annie schrieb am 11. September 2011

hallo,
ich habe am 1 september nach meiner 3 jährigen ausbildung einen 1 jahres vertrag unterschrieben mit einen halben jahr probezeit,ich würde jetzt aber gern die pille absetzen und mit meinen verlobten eine familie gründen ..ich weiß nicht was ich jetzt tun soll ,,hab auch angst das ich gekündigt werde oder keinerlei untertütztung bekomme..denn ein kind kostet geld und ich möchte mein kind was bieten könen jedoch möchte ich nicht noch 2 jahre warten ob ich einen festen vertrag bekomm=( kann mit jemand helfen ..meinungen???
dankeschön

rebecca schrieb am 8. September 2011

Hallo,
bei mir ist auch sehr kompliziert. Ich weis momentan gar nicht mehr was richtig ist, da jeder eine andere Meinung dazu hat. Ich habe am 24.11 Entbindungstermin und am 31.12 läuft mein Vertrag aus. d.h. mitten im Mutterschutz. Jetz habe ich keine Ahnung ob ich das Mutterschutzgeld dann noch bekomme bzw wie das dann mit Elterngeld ist und ob ich mich arbeitssuchend melden muss. Vielleicht weis ja von euch jemand mehr dazu…

Mandy schrieb am 5. September 2011

Hallo Thea,
versuch es mal über die Schwangerschaftskonfliktberatung in Deiner Stadt. Es gibt kirchliche Träger (z.B. Diakonie, donum vitae oder AWO) und städtische. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Sozialarbeiter dort von so einem speziellen Fall selten gehört haben. Sozialarbeiter haben aber oft gute Beziehungen zu Rechtsberatern und zur Geschäftsleitung der lokalen Arbeitsagentur.

Letztendlich habe ich den Tipp bekommen, einfach einen Antrag auf ALG 1 zu stellen mit dem Hintergrund,dass ich bei einer Ablehnung eine schriftliche Begründung bekommen muss, die mit Hilfe der Rechtsberater angefochten werden kann. Das war dann zum Glück nicht mehr nötig, da mir ein schlauer Arbeitsagentur-Mitarbeiter Im März 2011 ALG1 direkt bewilligte. Begründung: Es gäbe derzeit eine Übergangsregelung, die die AA mit den Krankenkassen und dem Bund getroffen hätte, solange kein endgültiges Gerichtsurteil oder Gesetz vorliege.

Ich drück Dir die Daumen, dass das immer noch so ist 🙂
Viel Glück und lass Dich nicht bei der AA abwimmeln 🙂

Annie schrieb am 27. Juli 2011

Hallo Annie,
ich habe eben deine Kommentare gelesen. Ich befinde mich ebenso in einem befristeten Vertrag. An welche Beratungsstellen kann man sich denn für mehr Informationen wenden?
Lieben Dank
Thea

Thea schrieb am 6. Juli 2011

zum Artikel “Befristeter Arbeitsvertrag und die Schwangerschaft”:

Liebe werdende Mütter, liebe Autoren des Artikels! So einfach abgesichert sind Schwangere bei befristeten Arbeitsverhältnissen leider nicht immer. ich selbst erfahre es gerade am eigenen Leib.
Ich habe ein individuelles Beschäftigungsverbot und mein Vertrag endet 3 Wochen vor dem Mutterschutz. Nun weigert sich das Arbeitsamt, mir ALG1 zu zahlen, weil ich dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Die gesetzliche Krankenkasse will kein Krankengeld zahlen, weil ich ja nicht krank geschrieben bin. Und Ausgleichszahlungen sieht sie auch nicht vor. Ab Beginn der Mutterschutzfrist habe ich nicht mal einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld, egal ob bei Krankenkasse oder Bundesversicherungsamt.

Also bleibt mir nur noch, ALG2/ Hartz4 für ca. 2-3 Monate zu beziehen, bis ich Elterngeld bekomme. Die finanziellen Einbußen sind damit gewaltig. Dabei heisst es doch, einer werdenden Mutter dürfen keine finanziellen Nachteile durch die Schwangerschaft entstehen!

Von allen Seiten bedauert man, dass ich mich in einer sog. GESETZESLÜCKE befände!
Beratungsstellen sagen, dass es sich nicht um einen Einzelfall handele, sondern die Anzahl der Betroffenen stetig steige, weil befristete Arbeitsverhätnisse immer mehr die Regel wären.
Das Problem sei seit Jahren bekannt, werde aber von Politikern ignoriert.

Meiner Meinung nach ist eine Nachbesserung des Mutterschutzgesetzes dringend notwendig.
Oder findet Ihr das etwa gerecht?!

Annie schrieb am 13. Februar 2011

zum Artikel „Befristeter Arbeitsvertrag und die Schwangerschaft“:

Liebe werdende Mütter, liebe Autoren des Artikels! So einfach abgesichert sind Schwangere bei befristeten Arbeitsverhältnissen leider nicht immer. ich selbst erfahre es gerade am eigenen Leib.
Ich habe ein individuelles Beschäftigungsverbot und mein Vertrag endet 3 Wochen vor dem Mutterschutz

Annie schrieb am 13. Februar 2011