Die Hausgeburt – Hebamme und Kosten

Hausgeburten waren in früheren Jahrhunderten die einzige Möglichkeit, ein Kind zur Welt zu bringen. Krankenhäuser und Kliniken gab es nicht, und selbst als sie nach und nach häufiger wurden, begaben sich längst nicht alle Frauen zur Geburt dorthin.

Heute werden Hausgeburten wieder beliebter, da die Frau dabei in ihrer gewohnten Umgebung bleibt und selbst die Kontrolle über den Geburtsverlauf hat. Allerdings empfehlen sie sich nur, wenn abzusehen ist, dass weder Mutter noch Kind medizinische Hilfe brauchen werden.

Was kostet eine Hausgeburt?

Hausgeburt - Hebamme und Kosten

Hausgeburt – Hebamme und Kosten

Die Hausgeburt kostet zwischen 500 und 1000 Euro, allerdings übernimmt das die Krankenkasse. Lediglich eine Rufbereitschaft der Hebamme muss man bei Bedarf selbst zahlen, dies ist mit der betreuenden Hebamme selbst zu vereinbaren.

Die Kosten setzen sich zusammen aus der Begleitung der Geburt durch die Hebamme sowie die Nachsorge, die sie ebenfalls übernimmt. Eine ärztliche Untersuchung der Frau nach der Geburt ist inbegriffen. Das beinhaltet aber bereits, dass eine Hausgeburt nur gutgeht, wenn die Hebamme von Anfang an dabei ist.

Warum überhaupt zu Hause gebären?

Die Gründe für eine Hausgeburt sind sehr persönlich und sehr individuell. Manche Frauen fürchten sich vor Krankenhäusern, Entscheidungen der Ärzte und Gewalt bei der Geburt.

Hierzulande sind wir davor relativ sicher, dennoch plagen sich manche werdenden Mütter mit solchen Gedanken. Zuhause sind sie sicher und in einer behüteten Umgebung, sie fühlen sich wohl und erleben die Geburt als ein positives, schönes Ereignis.

Die Hausgeburt – Hebammen und Kosten

Hebammen betreuen Mütter auch nach der Geburt

Vor allem Frauen, die emotional sehr an ihrem Zuhause hängen, wünschen sich eine Hausgeburt. Andere wiederum wollen außer ihrer Hebamme keinen dabeihaben, wenn es nicht nötig ist, und begeben sich deswegen nicht in die Klinik.

Gibt es bei Hausgeburten Risiken?

Eine Hausgeburt hat einen gewichtigen Nachteil: falls medizinische Hilfe benötigt wird, könnte sie nicht schnell genug zur Stelle sein. Zwar ist bei jeder Geburt zu Hause die Hebamme dabei, sie darf jedoch keine Not-OPs durchführen und ihr würden ohnehin die Gerätschaften dazu fehlen.

Eine PDA zur Erleichterung der Schmerzen ist zu Hause ebenfalls nicht möglich. Wenn also zu befürchten ist, dass Mutter oder Kind medizinische Hilfe brauchen könnten, ist eine Hausgeburt gefährlich. Ungünstige Kindslagen, problematische Schwangerschaften oder ähnliche Schwierigkeiten sollten abgewogen werden, wenn die Frau eine Hausgeburt wünscht.

Bei gesundem Mutter-Kind-Gespann und gesunder Schwangerschaft kann die Frau aber ohne Angst zu Hause gebären, da die meisten Geburten unproblematisch verlaufen und die Hebamme durchaus dazu in der Lage ist, in vielen Fällen einzugreifen.

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Die Kosten der Hausgeburt werden von kaum einer Versicherung getragen, noch nicht mal zum Teil.
Nur bei der Securvita BKK wird die Rufbereitschaft in Höhe von 250€ + 160€ Begrüßungsgeld des Neugeborenen bezahlt. Damit wäre uns schon mal geholfen.

Das nächste Krankenhaus (Haus der Kranken, nicht der Geburt) liegt ca. 22 km von uns entfernt. Dadruch, daß uns die Krankenkasse (BKK Gesundheit) mit keinem Pfennig dahingehend unterstützt, sehen wir und gezwungen, ins Krankenhaus zu fahren, dort abzuwarten, zu entbinden, usw. usf. was natürlich mehr kosten wird als die Hausgeburt.

Unglaublich!! Da wird einem weißgemacht, man habe die Wahl der Geburtsart, und dann sowas.

Bananenrepublik! Und für sowas zahle ich Steuern!

Joe Bidden schrieb am 30. Juli 2010