Schwanger mit Zwillingen

Mehrlingsschwangerschaften heute – kein Grund zur Panik – Durch die Möglichkeit der künstlichen Befruchtung hat die Zahl der Zwillings- und Mehrlingsschwangerschaften in der letzten Zeit stark zugenommen. Für Ärzte sind dadurch größere Unsicherheiten entstanden. Gut 35 von 1.000 Neugeborenen sind Mehrlingskinder. Immer noch gelten Mehrlingsschwangerschaften als Risikoschwangerschaften. Bei Drillingen spricht man sogar von Hochrisikoschwangerschaften. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Schwangerschaft für die werdende Mutter grundsätzlich mit Beschwerden einhergehen muss. Vielen werdenden Müttern geht es die ganze Zeit gut.

Die Zwillingsschwangerschaft frühzeitig erkennen

Schwanger Zwillinge

Schwanger mit Zwillinge

Eine schnelle und hohe Gewichtszunahme ist nicht unbedingt ein Indiz für eine Mehrlingsschwangerschaft. Aufschluss gibt nur das Ultraschallbild. Zwischen der 8. und 12. Schwangerschaftswoche sucht der Arzt gezielt nach einer möglichen Mehrlingsschwangerschaft. Ist das der Fall, kann er jetzt auch erkennen, ob sich die Zwillinge eine Plazenta teilen. Das bedeutet ein höheres Schwangerschaftsrisiko.

Infolgedessen ist die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen bei Mehrlingsschwangerschaften höher.

Risiken bei einer gemeinsamen Plazenta

Aufgrund des beengten Raumes in der Gebärmutter besteht für Schwangere ein höheres Risiko für eine Frühgeburt oder Fehlgeburt. Das Platzproblem kann auch eine kindliche Entwicklungsverzögerung nach sich ziehen. Hat jeder Zwilling seine eigene Plazenta, kann die Entwicklung ungestörter voranschreiten. Sobald sich beide Zwillinge eine Plazenta teilen, ist meist eines der beiden im Nachteil. Wenn sich die Zwillinge auch die Fruchtblase teilen, kann sich die Nabelschnur des einen um den Hals des anderen wickeln. Für beide besteht Lebensgefahr. Besteht dieses Risiko, werden die Kleinen ab der 32. Schwangerschaftswoche mit Kaiserschnitt geholt.

Gesund und fit in der Mehrlingsschwangerschaft

Typische Schwangerschaftsbeschwerden wie Bluthochdruck, Blutarmut, Wassereinlagerungen, Krampfadern und Übelkeit sind bei Mehrlingsschwangerschaften meist etwas stärker als bei Einzelkindern. Viele schwangere haben keine Beschwerden. Eine werdende Mutter, die weder raucht noch trinkt, sich viel an der frischen Luft bewegt und abwechslungsreich isst, tut das Beste für einen sorgenfreien Schwangerschaftsverlauf.

Es macht wenig Sinn, sich alle möglichen Gefahrenszenarien auszumalen. Das erzeugt nur Stress und erhöht die Angst. Stattdessen sollten werdende Mütter sämtliche Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen und lieber einmal mehr zum Arzt gehen, wenn sie sich Sorgen machen.

Schwangerschaftsvorsorge – ohne Ultraschall kaum denkbar

Schwanger Zwillinge

Zwillingswagen ist ein Muss

Die Ultraschalldiagnostik ist eine enorme Hilfe in der Schwangerschaftsbetreuung. Dadurch steht schon früh fest, ob sich die Kinder eine Plazenta teilen müssen oder nicht. Falls sich die Säuglinge sogar die Fruchthöhle teilen müssen, kann es eine Gefäßverbindung zwischen beiden Zwillingen geben und einer ernährt sich auf Kosten des anderen. Das führt zwangsläufig zur verzögerten Entwicklung eines Zwillings. Selbst das ist aber heute kein Problem mehr.

In Spezialkliniken können diese Gefäßverbindungen mittels Lasertechnologie durchtrennt werden. Je früher problematische Situationen erkannt werden, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten.

Die Geburt von Zwillingen

Weil der Platz einfach nicht mehr ausreicht, kommen Zwillinge meist etwas früher auf die Welt als Einzelkinder. Etwa die Hälfte aller Zwillinge wird in der 37. Schwangerschaftswoche geboren. Sofern sich die Geburt bis zur 38. Schwangerschaftswoche noch nicht angekündigt hat, wird sie künstlich eingeleitet.

Arzt und Hebamme entscheiden, ob ein Kaiserschnitt notwendig ist oder die Zwillinge vaginal geboren werden können. Um das Risiko nicht künstlich zu vergrößern, sollte die Mehrlingsgeburt immer im Krankenhaus stattfinden.

 

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