Berliner Eisbär-Baby hat endlich einen Namen!

Knopfaugen, ein flauschiges Fell und eine dramatische Geschichte. Der kleine Eisbärenjunge aus dem Berliner Tierpark hat fast alles, was ein moderner Zoo-Star braucht. Nur ein Name, der fehlte ihm auch knapp drei Monate nach seiner Geburt noch. Jetzt ist diese namenlose Zeit endlich beendet: Fritz soll der Kleine heißen. Darauf einigte sich eine siebenköpfige Jury um Zoodirektor Andreas Knieriem.

Der Name klingt sehr deutsch und knüpft an alte Berliner Traditionen an. Nach dem „Alten Fritz“, dem Preußenkönig Friedrich dem Großen, gibt es also jetzt auch einen jungen Fritz. Eine gute Wahl, findet Knieriem: „Fritz, das ist kurz, knackig, eindeutig, charaktervoll.“ Die Berliner hätten ihren Zootieren schon immer knackige und eindeutige Namen gegeben. Da passe Fritz ganz hervorragend.

Der junge Eisbär wurde am 3. November 2016 von seiner Mutter Tonja in einer Zwillingsgeburt zur Welt gebracht. Sein Geschwisterchen starb jedoch bereits kurz nach der Geburt. So richteten sich alle Augen auf den kleinen Fritz. Tierfreunde aus Berlin und aller Welt nahmen über Videoübertragungen an seinem Leben im Stall teil.

Die ganze Geschichte erinnert viele an den Eisbären Knut. Seine Geburt im Dezember 2006 war ein spektakuläres Medienereignis. Bei seinem erstem Auftritt im Außengehege war die halbe Weltpresse zugegen, die Besucherzahlen des Zoos stiegen, das Umweltministerium übernahm eine Patenschaft, und der Eisbär bekam sogar sein eigenes Weblog.

Seitdem ist überregionale Aufmerksamkeit garantiert, sobald sich in Deutschlands Zoos ungewöhnlicher Nachwuchs ankündigt. Eine Frage ist dabei stets besonders spannend: Wie sollen die süßen Tierkinder heißen? Bei der Beantwortung dieser Frage haben Besucher meist ein Mitsprachrecht. Sie können Vorschläge einreichen oder zwischen vorgegebenen Optionen wählen.

 

Das sind die Stars aus Deutschlands Tierparks

Elefantenbaby Ayo

Das jüngste Elefantenbaby im Bergzoo Halle hört auf den Namen Ayo. Der Name ist gut gewählt. Übersetzt heißt er soviel wie „Glück“ bzw. „der Glückliche“. Der Anfang August geborene Bulle ist der Jüngste in der Hallenser Elefantenherde. Wenige Wochen zuvor war bereits dessen Halbschwester Tamika zur Welt gekommen. Es war die erste erfolgreiche Elefanten-Nachzucht in Halle seit 100 Jahren. Die beiden Baby-Elefanten haben mit Tana und Panya verschiedene Mütter, aber mit Abu den gleichen Vater.
Schneeleoparden-Zwillinge Ansuha uns Askar

Schneeleoparden sind selten geworden auf der Welt. Es leben nur noch etwa 6000 Tiere in Freiheit. Umso größer war die Freude, als Anfang des Jahres im Neunkircher Zoo die Zwillinge Anusha und Askar auf die Welt kamen.
Panda-Zwillinge Fu Feng und Fu Ban

Seltenes Schauspiel im Wiener Tiergarten Schönbrunn: Panda-Dame Yang Yang hat Anfang August ein gesundes Zwillings-Pärchen zur Welt gebracht. Normalerweise werden Panda-Weibchen künstlich befruchtet, weil sie im Jahr nur drei Mal paarungsbereit sind. Diese Babys kamen aber komplett natürlich zur Welt. Die Namen stehen auch schon fest: Bei einer Zeremonie am 23. November sollen die Kleinen offiziell auf die Namen Fu Feng und Fu Ban getauft werden, was soviel wie Phönix und glückliche Hälfte bedeutet.
Eisbärmädchen Lili

Die Jury für den Namen der Ende des letzten Jahres geborenen kleinen Eisbärdame im Zoo am Meer in Bremerhaven hatte die Wahl zwischen mehr als 3.600 Vorschlägen. Das Gremium entschied sich für „Lili„, auch in Anlehnung an den Namen des ersten Eisbär-Nachwuchses „Lale“. Denn der bietet eine wunderbare Eselsbrücke: „Lili Marleen“ lautet der Titel eines bekannten Schlagers, der von der gebürtigen Bremerhavenerin Lale Andersen gesungen wurde.
Gorilla-Baby Wela

Ausgiebig wurde gerätselt: Ist der süße Nachwuchs von Gorilla-Mama Shira im Frankfurter Zoo ein Mädchen oder ein Junge? Lange wusste das nur die Mutter. Sie machte es den Pflegern schwer, einen Blick auf ihren Nachwuchs zu erhaschen. Nach einigen Wochen dann endlich die Gewissheit: Das Gorilla-Baby ist ein Mädchen, das zukünftig auf den Namen „Wela“ hört. Dafür stimmten die Zoo-Besucher. Zur Wahl standen außerdem „Wangana“, „Welo“ und „Welana“.
Nashorn-Mädchen Najuma

Es ist klein, süß und quietscht.. 😊 #zoo #zookrefeld #nashorn #nashornbaby #sweetassugar #tb #wonderfulweekend

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Spitzmaul-Nashorn Nane aus dem Krefelder Zoo ist im August zum fünften Mal Mutter geworden. Das kleien Mädchen hört auf den Namen Najuma. Der Name bedeutet auf Deutsch so viel wie „große Freude“ und stammt aus der afrikanischen Bantu-Sprache Suaheli.
Flusspferd-Baby Pumeza

Sensation im Zoo Hannover: Zum ersten Mal seit zehn Jahre wurde im April wieder ein Flusspferd-Baby geboren. Die junge Dame hört auf den Name Pumeza.

 

 

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Der Name stammt von Pumeza Matshikiza, einer bekannten Sopranistin aus Südafrika. Laut Zoo steht der Name für Hoffnung. Eine gute Wahl, denn seit 2006 stehen Flusspferde auf der Liste bedrohter Tierarten.
Gorilla-Baby Tamboo

Das ist Gorilla-Baby Tamboo. Tambo wurde im Juni 2013 geboren und lebt zusammen mit seinem Halbbruder Pepe, ihren Müttern Muna und Miliki, ihrem Vater Kidogo und einer dritten Gorilla-Dame, Oya, im Gorilla-Garten in Krefeld.

 

 

Und auch der Gorilla-Kindergarten im Zoo Duisburg freut sich über Nachwuchs. Im Juni wurde Weib­chen Vi­zu­ri zum drit­ten Mal Mama. Mit dem noch na­men­lo­sen Won­ne­prop­pen ist die Du­is­bur­ger Go­ril­la-Fa­mi­lie auf 11 Tiere an­ge­wach­sen.
Koala-Baby Goolara

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Der Zoo Duisburg ist für die Haltung und Zucht von Koalas weltberühmt. Knapp 30 Jungtiere konnten seit 1994 groß gezogen und teilweise an andere zoologischen Einrichtungen vermittelt werden. Der jüngste Spross kam im März 2015 auf die Welt und heißt Goolara (=Mondlicht). Vater Irwin und stammt aus dem australischen Zoo Taronga/Sydney. Mutter Eora wurde 2010 im französischen Zoo Beauval geboren.
Delphin-Mädchen Debbie

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Rund zwei Monate nach der Geburt an Heiligabend 2015 hat der Duisburger Zoo Delfin-Mädchen Debbie der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Medieninteresse war gewaltig, als sie ihre Schnauze aus dem Wasser steckte und noch zaghaft, aber neugierig vom Beckenrand aus in die Kameras schaute, immer eng an der Seite von Mutter Delphi. Debbie ist eines von drei Jungtieren, die 2015 in Duisburg geboren wurden.

 

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Toller Artikel. Süsse Bilder. Ich wusste gar nicht, dass Knut sooo ein Hit war. Was ist denn mit Hamburger Zoo?

Kseniya schrieb am 20. November 2016