Vornamen die man fast nicht aussprechen kann!

Die Namen verschiedener Promis und besonders die ihrer Sprösslinge stellen Normalsterbliche oft vor eine Menge Artikulationsprobleme. So wird Italiens berühmter Herrenschneider Ermenegildo Zegna „EEhr-men-e-jil-doh Zenn-yah“ ausgesprochen. Der italienische Vorname Ermenegildo stammt übrigens vom portugiesischen Hermenegildo ab, seine westgotische Bedeutung war einmal „das vollständige Opfer“.

Die belgische Modedesignerin Ann Demeulemeester wird „Ann De-mjul-eh-meester“ ausgesprochen – hier stellt aber wohl eindeutig der Nachname das Problem dar. Dagegen ist Norwegens Modebloggerin Hanneli Mustaparta mit der Aussprache „Channe-lie Musta-porta“ nach Angaben des Modemagazins „ELLE“ sowohl mit Glück und Talent als auch mit einem schwer auszusprechenden Vornamen gesegnet.

Und was ist mit Üffs?

©iStock, baona

Lilly und Boris Beckers Sohn trägt die Vornamenkonstruktion Amadeus Benedict Edley Luis; Uma Thurmans drittes Kind heißt Rosalind Arusha Arkadina Altalune Florence und die Sprösslinge von Nicole Richie und Joel Madden heißen Harlow und Sparrow – alles Beispiele für schwer auszusprechende Vornamen, die zusätzlich oft auch ziemlich lang sind.

Aber man muss kein Promikind sein, um „Schantall“, „Meikel Dschäcksen Teyler“ oder kurz und knapp „Üffs“ gerufen zu werden.

Wenn aus Yves „Üffes“, aus Madeleine „Mattleine“, wenn Steven zu „Schtiewen“ wird und Cécile „Zäzilie“ gerufen wird, sind wir wahlweise am Rand der Verzweiflung oder bei den Vornamen aus der Kindergartengruppe unserer lieben Kleinen angelangt.

Nervsprech

Als vor einiger Zeit mit „Nervsprech“ eine gänzlich neue Fachrichtung in die deutsche Sprachwissenschaft eingeführt wurde, glaubten die Linguisten an eine semantische Rarität. Aber sie lagen falsch – überall hat sich Nervsprech felsenfest eingenistet und so heißt es für immer mehr humoristische Vokalfetischisten: „Hier muss der Lurch mal durch“!

Wenn Nervsprechler lustig unter sich bleiben, ist „an und Pfirsich“ gegen Nervsprech nicht viel einzuwenden und nicht alle Redewendungen sind so blöde wie
„Prostata!“, wenn Schrebergärtner und Freizeitfußballer mit Gerstenkaltschale anstoßen oder wie „zum Bleistift“ „Sellerie!“, für die französische Redewendung „C‘ est la vie“.

Treiben es Nervsprechler aber bei den Vornamen auf die Spitze, sollte man sie fragen: „Alles in Dortmund“?

Alles in Ordnung?

Aus Mandana wird Mandela oder Madonna, Brian wird zu „Broin“, der althochdeutsche Smæl wird kurzerhand zum Smiley und Genevieve wird zu „Jennifiee“. Oft wird Nicole zu „Nickoll“ – und wenn die mehr oder weniger starrsinnig auf die falsche Aussprache hinweist heißt es:
„Was ham se denn, da steht doch een „e“ am Ende!“

Justin wird fix ganz genau so ausgesprochen, wie er geschrieben wird – und dann geht es mit „Dschakkeline“ zum Einkaufen bei „Aifs Rotschers“.
Aber auch Inhabern vermeidlich simpler und leicht aussprechbarer Vornamen kommen manchmal massive Bedenken:

Ignoranz oder Demenz?

Wenn Claudia in Sachsen zu Claudscha, Katharina in Köln zu Kättsche oder Thomas in Bayern zu Dama, Damal oder Douma wird, dann ist das Mundart – und die hat mit den Zweifeln nichts zu tun, die Träger einfacher, weitverbreiteter und durchaus gängiger Vornamen an der Fähigkeit ihrer Mitmenschen entwickeln, die Buchstaben des Vornamens einfach in richtiger Reihenfolge aneinanderzureihen. So wird aus Anne schnell Anna, Caroline wird einfach zu Carolinund Maria zur Marie.

Sie alle bezweifeln die Merkfähigkeit ihrer Mitmenschen und grübeln in stillen Stunden schon mal darüber nach, ob das wohl eine Art Jung-Demenz ist oder doch nur Ignoranz und eine gewisse Geringschätzung.

So verlieren Träger vermeidlich einfacher Vornamen manchmal die Lust, Leute immer wieder zu korrigieren und dazu noch kleinkariert rüberzukommen, weil sie immer darauf bestehen, genannt zu werden, wie sie richtig heißen.

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Ich werde ziemlich häufig zu Noemi oder Naomi, das regt mit der Weile total auf!

Naémi schrieb am 20. März 2016