Das waren die häufigsten Babynamen 2017

Große Überraschungen im Vergleich zu 2016 gab es kaum. Wie schon im Vorjahr war Marie der beliebteste Mädchenname vor Sophie bzw. Sofie. Bei den Jungen gab es dagegen zumindest einen neuen Spitzenreiter.

Aktuelle Liste: Das sind die beliebtesten Babynamen 2018

Maximilian konnte laut Auswertung der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) Elias von der Pole Position verdrängen und sich den Platz an der Sonne sichern. Zum wiedeholten Male übrigens. Etwas frischen Wind erzeugten Neueinsteiger in die Top 10 - Luisa und Felix verdrängten Johanna und Luca. Ansonsten hat sich in der Zusammensetzung der Top 10 im Vergleich zu den häufigsten Vornamen 2016 nicht viel getan.

Position Mädchen Jungen
1. Marie (1) Maximilian (3)
2. Sophie / Sofie (2) Alexander (2)
4. Maria (4) Paul (4)
3. Sophia / Sofia (3) Elias (1)
5. Emilia (6) Ben (7)
6. Emma (5) Noah (9)
7. Hannah / Hanna (9) Leon (5)
8. Anna (9) Louis / Luis (6)
9. Mia (7) Jonas (9)
10. Luisa / Louisa (11) Felix (12)

In Klammern die Vorjahresplatzierung. / Quelle: Gesellschaft für deutsche Sprache

Regionale Unterschiede bei der Namensvergabe

Interessanter ist ein Blick auf regionale Präferenzen bei der Namenswahl. Laut der GfdS zeigen die Daten der Standesämter diesbezüglich deutliche Unterschiede: So entschieden sich Eltern in Süddeutschland häufig für traditionelle Namen wie Maria, Anna, Lea sowie Maximilian, Lukas und Jakob. In Norddeutschland waren dagegen Namen wie Finn, Emil, Ida, Lina oder Frieda beliebter.

Während sich der Geschmack westdeutscher Eltern nahezu mit der Gesamtliste decke, macht  die Sprachgesellschaft besonders für Ostdeutschland eine "Rückbesinnung auf Großmutters Zeiten" aus. Vintage-Namen wie Oskar, Karl, Emil und Friedrich sowie Charlotte, Klara oder Mathilda stünden dort besonders hoch im Kurs.

Trends bei der Namenswahl: Gender wird abgeschwächt

Insgesamt gehe die "Entwicklung der deutschen Vornamenlandschaft weiterhin in Richtung kurzer, androgyner Namen", teilte die Gesellschaft weiterhin mit. Lange Namen mit vielen Konsonanten seien auf Geburtsurkunden immer seltener anzutreffen. Stattdessen bevorzugten werdende Elterne eher vokalreiche, kurze Babynamen. Auf diese Weise ergebe sich auch bei Jungennamen ein weicherer Klang und die Geschlechter näherten sich so in der Namensgebung immer weiter an.

Ist diese Prognose wahr geworden? Hier gibt es die aktuelle Liste der häufigsten Vornamen in Deutschland.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache veröffentlicht seit 1977 die beliebtesten Vornamen des Jahres. Die Übersicht stützt sich auf Daten der deutschen Standesämter. Teilgenommen haben dieses Mal ca. 700 Standesämter bundesweit. Übermittelt wurden insgesamt ca. 1.000.000 Einzelnamen. Damit sind etwa 90 % aller im vergangenen Jahr vergebenen Vornamen erfasst. Über 65.000 verschiedene Namen wurden gemeldet.

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