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Deutschland sucht den Superstar - Vornamen-Check der DSDS-Kandidaten 2013

Neues Jahr, neue DSDS-Staffel (Deutschland sucht den Superstar). Welcher vermeintliche Superstar schafft es 2013 auf den Bohlen-Thron? Noch wissen wir es nicht. Aber wir haben die Kandidaten einem Vornamen-Check unterzogen und dabei ein besonderes Augenmerk auf die in Deutschland eher ausgefallen klingenden Namen geworfen. 

Mit dabei unter den Top 10 bei „Deutschland sucht den Superstar“ 2013 sind: Susan Albers, Ricardo Bielecki, Beatrice Egli, Erwin Kintop, Simone Mangiapane, Tim David Weller, Lisa Wohlgemuth, Timo Tiggeler, Maurice Glover und Nora Ferjani. 

Für Susan („die Lilie“), Tim David („der im Volk Berühmte und Geliebte“), Lisa („Mein Gott ist Fülle“), Timo („derjenige der Gott ehrt“) und Nora („die Fremde“ oder „die Strahlende“) gibt es keine Besonderheits-Punkte. Sie sind aber gerade deshalb als Namenspate für den zukünftigen Nachwuchs von DSDS-Fans geeignet: Die Mädchennamen und Jungennamen sind traditionell, haben schöne Bedeutungen, fallen in der Schule sicher nicht negativ auf und geben deshalb ihrem Namensträger einen guten Start ins Leben. 

Schauen wir uns nun die anderen Namen genauer an:

Ricardo Bielecki: seine Eltern kommen aus Polen (wie man am Nachnamen leicht erkennt), der Vorname hat jedoch eher südeuropäische Wurzeln. In Spanien, Portugal oder Italien ist Ricardo die Variante des in Deutschland bekannten Richard. Der Name kommt aus dem Althochdeutschen und setzt sich aus den Worten „rihhi = reich, mächtig, der Herrscher“ und „harti = hart, stark, fest, entschlossen“ zusammen. Ricardo ist also „der mächtige, entschlossene Herrscher“.

Bei uns wäre der Name in der deutschen Form „Richard“ durchaus vergebbar, schließlich kommen die alten deutschen Namen zurück und mit „Richie“ gibt es für Jungs im Kleinkinderalter auch einen schönen Spitznamen. Für Erwachsene sollte dann eher wieder der komplette Name verwendet werden. 

Beatrice Egli: wie ihr Nachname schon erkennen lässt, kommt Beatrice aus der Schweiz. Ihr Vorname klingt Französisch bzw. Italienisch (je nach Aussprache), was in der Schweiz mit ihren vielen Sprachen keine Überraschung darstellt. Ursprünglich geht der Vorname auf einen spätrömischen Namen zurück, der mit „der Pilger, der Reisende“ übersetzt werden kann. Allerdings wurde er später umgedeutet als zu lateinisch „beare = glück bringend; beatus = glücklich“ gehörend. Beatrice ist also „die Reisende“ oder „die Glückliche“.

Sie wollen Ihre Tochter Beatrice nennen? Nur zu, der Name ist zeitlos schön, auch wenn manch älterer Verwandter dabei vielleicht an die „Traumschiff“-Stewardess denken wird – nicht das schlechteste Vornamensvorbild. 

Erwin Kintop: Klingt erstmal unspektakulär und könnte in ein paar Jahren vielleicht der Trendname schlechthin sein. Schließlich haben es alte deutsche Vornamen wie Emma oder Frieda auch in die Babynamenhitlisten geschafft. Bei Erwin sieht das aber etwas anders aus. Sein Vater kommt ursprünglich aus Kasachstan. Und bei vielen Einwanderern aus den ehemaligen Sowjetrepubliken ist es üblich, dass die russisch klingenden Vornamen eingedeutscht werden. So wird z. B. aus Jewgeni „Eugen“ und aus Jelena „Helene“. Bei Erwin könnte das auch der Fall sein, sein Name geht auf das Althochdeutsche „heri = das Heer, der Krieger“ und „wini = der Freund“, er ist also ein „befreundeter Krieger“.

Richard, Karl, Anton – okay, diese alten Namen gehen für den zukünftigen Nachwuchs. Aber Erwin? Das klingt schon sehr nach Onkel Erwin. Wir werden sehen, wann die uralt-Jungs-Namen zu den uralt-Mädels-Namen aufschließen. 

Simone Mangiapane: Würde man Simones Name in der deutschen Aussprache hören, ohne den dazugehörigen Namensträger zu sehen, dann würde sicher jeder an ein Mädchen denken. Doch genauso wie Andrea in Italien ein Jungenname ist, ist es auch Simone. Der Vorname geht auf die Bibel und den hebräischen Begriff „shama = hören“ zurück. Simone ist deshalb „der Hörende“.

In Deutschland ist Simone als Jungenname nicht vergebbar, weil er eben bei uns eindeutig einem Mädchen zugeordnet wird. Simon geht aber schon. Klingt schön, zeitlos, traditionell, es gibt nicht viele blöde Spitznamen. Nur zu! 

Maurice Glover: Sein Vater ist Amerikaner (wie man am Nachnamen leicht erkennen kann), seine Mutter Italienerin. Der Vorname klingt jedoch französisch, ist aber auch die englische Variante von Moritz (die italienische wäre Maurizio). Mauricius war ursprünglich ein römischer Beiname mit der Bedeutung „der aus Mauretanien Stammende“, der auf den lateinischen Begriff „maurus = dunkelhäutig“ zurückgeht. Und das ist doch sehr passend für den DSDS-Kandidaten.

Maurice würde schon gehen als Nachname für einen Jungen, schöner wäre aber Moritz. Dann gibt es auch bei älteren Verwandten keine Schreib- oder Sprachschwierigkeiten. Und ob der Junge nun dunkel- oder hellhäutig ist, macht keinen Unterschied, bei Melanie wundert sich ja auch keiner, wenn sie blond ist, anstatt ihrer Namensbedeutung nach „die Dunkelhaarige“.