Eltern - Deutschlands grösstes Familien-Netzwerk
Menü
Angebot von vorname.com wird Ihnen präsentiert von eltern.de
Eltern  Familien-Netzwerk Familien-Netzwerk

Sollten Kinderbuch Klassiker überarbeitet werden? Große Mehrheit lehnt Änderungen ab!

Sollten Kinderbuch Klassiker überarbeitet werden? Große Mehrheit lehnt Änderungen ab!

In letzter Zeit führten „Zensuren in Kinderbüchern“ immer wieder zu Diskussionen. Es wurde gefeilscht, ob Kinderbücher überarbeitet werden und politisch korrekt sein müssen oder nicht.
Astrid Lindgrens „Negerkönig“ in Pippi Langstrumpf Büchern wurde bereits vor längerer Zeit durch einen „Südseekönig“ ersetzt. Der Thienemann-Verlag aus Stuttgart teilte im Januar mit, beliebte Kinderbuch-Klassiker wie z.B. „Die kleine Hexe“ des Autors Otfried Preußler überarbeiten zu wollen. Für die Begriffe „Negerlein“ oder „Zigeuner“ sollen andere Worte eingefügt werden.  

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab jedoch, dass eine große Mehrheit der Deutschen die Streichung diskriminierender Worte wie beispielsweise „Negerlein“ in Kinderbüchern ablehnt. Rund 70 Prozent der Befragten stimmten gegen Änderungen und möchten an der alten Fassung der Kinderbücher festhalten. Das Alter der Befragten spielt bei der Einstellung zu diesem Thema auch eine Rolle, denn während bei den 16-24-Jährigen doch 39 Prozent das Wort „Negerlein“ verbannen würden, so sind es bei der Altersgruppe ab 55 Jahren gerade noch 16 Prozent. Ob West- oder Ostdeutschland, da gab es kaum Unterschiede und auch der Bildungsstand oder das Haushaltseinkommen hatten auf die Bewertung keinen Einfluss. Die Ablehnung ging gleichmäßig durch alle Bevölkerungsschichten.

Die Frage, ob es einen negativen Einfluss auf Kinder haben könnte, wenn sie diskriminierende Begriffe lesen oder vorgelesen bekommen, wurde von gut 72 Prozent mit nein beantwortet. Bei den Befragten die bereits 55 Jahre oder älter sind wurde dies sogar von 81 Prozent verneint. Und selbst von den 25-34-Jährigen waren 61 Prozent der Meinung, dass es den Kindern nicht schaden würde.
Bei einer Stellungnahme, ob die gesamte Literatur bzgl. diskriminierender Worte überarbeitet werden soll, war die Meinung auch sehr eindeutig, denn etwa 75 Prozent halten dies für überflüssig, knapp 18 Prozent würden es befürworten.