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Kinder leiden unter Stress und Problemen in der Schule

In Deutschland leiden Schüler zunehmend unter Schulstress. Der Leistungsdruck steigt immer mehr an, was bei den Kindern nicht nur psychische, sondern auch körperliche Probleme auslöst. Die ständige Überforderung und die Angst zu versagen macht sie krank. Es sind immer mehr Eltern der Ansicht, dass unser Schulsystem ihren Sprösslingen die Kindheit stiehlt und „ein Kind eigentlich nicht mehr Kind sein darf“.

Hohe Anforderungen in der Schule und zu viele Termine setzen Kinder unter Stress

Vollgestopfte Lehrpläne und immer noch mehr außerschulische Termine und Verpflichtungen sind für Kinder und Jugendliche eine große Belastung. Bei vielen Kindern sind schon in der Grundschule auffällige Symptome zu erkennen, denn bereits Grundschülern ist bewusst, dass gute Leistungen in der Schule enorm wichtig sind. Die Schüler haben heutzutage viel zu wenig „nicht verplante“ Zeit, was natürlich negative Auswirkungen auf die Kinder hat. Freie, unverplante Zeit ist für Schulkinder ein wichtiger Ausgleich zum alltäglichen Schulstress.

Hinweise, Ursachen und Auswirkungen von Stress in der Schule

Bei den Kids kann sich der stressige Schulalltag auf verschiedene Weise bemerkbar machen. Erste Anzeichen sind meistens ein verändertes Verhalten des Kindes. Es ist demotiviert, wirkt abgeschlagen, zieht sich zurück und kämpft mit Konzentrationsproblemen. Wenn dann die Noten des Schülers auch noch schlechter werden ist dies ein weiteres Warnsignal für die Eltern des Kindes.

Weitere Hinweise auf schulischen Stress sind körperliche Probleme wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Bauchschmerzen. Manchmal löst der Schulstress bei Kindern auch Essstörungen aus, entweder das Kind isst übermäßig viel, was zu Übergewicht führen kann oder es hat gar keinen Appetit mehr.

Stress in der Schule hat vielseitige Ursachen, der Hauptgrund aber ist zunehmender Leistungsdruck und die Angst zu versagen. Die eigenen Eltern und auch die heutige Gesellschaft stellen hohe Anforderungen an die Kinder. Allgemein legen Eltern großen Wert darauf, dass ihre Kinder ein Gymnasium besuchen, auch wenn das Mädchen oder der Junge nicht die entsprechenden Voraussetzungen für diese anspruchsvolle Schule hat oder einfach nicht aufs Gymnasium möchte. Eltern sehen der Realität eben ins Auge, es ist der Kampf um einen Arbeitsplatz und eine gute Ausbildung für ihren Nachwuchs.

Durch viele Hausaufgaben, Lernen für Klassenarbeiten oder Klausuren, Vorträge bzw. Vorlesungen ist ein Schultag oft länger als ein normaler Arbeitstag eines Erwachsenen. Solche Tage sind für Schüler eine große Belastung. Wenn dann noch Termine oder Aktivitäten außerhalb der Schule anstehen ist dies kein Ausgleich mehr, sondern zusätzlicher Stress. Auch das Verhalten der Kinder untereinander ist manchmal nicht gerade problemlos und unsere Ellenbogengesellschaft macht sich bedauerlicherweise bereits in den Schulen bemerkbar. Es ist keine Seltenheit, dass einzelne Schüler gemobbt werden und Mobbing in der Schule zählt natürlich auch zum Schulstress. Ein Lehrer war in früherer Zeit, als die heutigen Eltern selbst Schüler waren, durchaus noch eine Autoritätsperson, heute ist das meist nicht mehr der Fall. Solche Punkte führen zu Problemen, die Schüler jeder Altersstufe betreffen.

Stress in der Schule vorbeugen und Schulstress vermindern

Um Schulstress zu vermindern oder vorzubeugen ist ein stabiles Umfeld für Schulkinder sehr wichtig. Dazu gehört eine gute Eltern-Kind Beziehung, ein nettes Verhältnis zu den Geschwistern, sowie wahre Freunde und soziale Kontakte. Weitere vorbeugende Maßnahmen sind genügend Freizeit, um sich von der Schule zu erholen, viel Bewegung und Sport, ausreichend Schlaf, sowie eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Dennoch sind diese Vorkehrungen keine Garantie für eine stressfreie Schulzeit, aber sie sind hilfreich und unterstützend. Streit zwischen den Eltern und ihrem Kind oder Krach mit den Freunden ist schätzungsweise nicht zu vermeiden, kann aber auch zu Schulstress beitragen.

Hilfe für das Kind bei Schulstress

Eltern müssen nicht tatenlos zuschauen, wie ihr Kind leidet. Sie sollten mit Ihrem Kind reden und ihm zeigen, dass Sie in jeder Situation für es da sind und ihm helfen werden. Fragen Sie das Kind nach seinem Problem und wie Sie ihm helfen können. Es ist auch sinnvoll, wenn Sie den Klassenlehrer oder Vertrauenslehrer mit ins Boot nehmen, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Nehmen Sie sich Zeit für den Schüler und lassen Sie ihm Nachhilfeunterricht geben, sofern notwendig, allerdings nur eine bestimmte Zeit. Loben und belohnen Sie das Kind für gute Leistungen. Bei einer schlechten Note sollten Sie es trösten, denn das ist aufbauender, als wenn Sie es schimpfen. Üben Sie mit Ihrem Kind „Eigenständiges Lernen“. Hilfreich ist auch jeden einzelnen Tag oder die ganze Woche einzuteilen. Helfen Sie dem Kind dabei. Oft fällt es Menschen leichter, wenn Sie sich an einen Plan halten können, allerdings sollten genügend Pausen eingebaut werden.

Den ersten Schritt haben Sie bereits gemacht, als Sie den „Stress in der Schule“ bei Ihrem Kind bemerkt haben. Wenn dies frühzeitig geschehen ist haben Sie Ihrem Sprössling vermutlich Einiges erspart. Die Suche nach den Ursachen für den Schulstress kann auch gleich beginnen, denn es bringt nichts, wenn die Auswirkungen bekämpft werden und das eigentliche Problem nicht gelöst wird. Viele Fragen tauchen auf: Hat das Kind eine falsche Lernmethode, lernt es zu wenig, hat es Probleme mit Freunden oder wird es gemobbt,  ist der Lernstoff zu schwierig oder besucht es einfach die falsche Schule?

Sind vielleicht Probleme innerhalb der eigenen Familie die Ursache? Beispielsweise eine schwere Krankheit eines Familienmitglieds, Spannungen und Streitereien zwischen den Eltern, Trennung / Scheidung der Eltern, ein Todesfall innerhalb der Familie, der Verwandtschaft oder bei Freunden. Reden Sie mit Ihrem Kind über seine Probleme oder sogar Ängste und finden Sie heraus, was es bewegt. Wenn Sie den Ursachen auf der Spur sind können Sie sicher auch etwas dagegen unternehmen und die Gründe für den Schulstress abbauen oder noch besser - ganz beseitigen, damit das Kind wieder unbeschwert sein kann. Es ist natürlich durchaus möglich, dass sich der Stress Ihres Sohnes oder Ihrer Tochter ganz schnell auf Sie selbst überträgt. Doch Eltern nehmen dies gerne in Kauf, denn schließlich möchten sie doch nur das Beste für ihr Kind.