Mütter verkaufen Babynamen: Genial oder banal?

Den richtigen Vornamen für sein Baby zu finden, ist eine Herkulesaufgabe. Wer sich gar nicht entscheiden mag, kann sich nun Hilfe von außen holen. Ein Start-Up bietet an, den perfekten Namen zu kreieren. Für einen stolzen Preis. Ist es das wirklich wert?

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Für manch werdende Eltern gleicht die Namenssuche für ihr Baby einer Direktverbindung an die Verzweiflungsgrenze. Da werden Bücher gewälzt, Namensslisten diskutiert und wieder verworfen oder unzählige Stunden auf der Suche nach Inspiration auf Portalen wie vorname.com zugebracht. Ohne Ergebnis. Der eine Vorname ist zu trendig, ein anderer weckt unschöne Erinnerungen an manch unbeliebten Weggenossen und der dritte ist so exotisch, dass er überall nur Gelächter auslösen würde. In dieser Situation ist guter Rat ziemlich teuer.

Das dachten sich ganz offenbar auch die beiden US-Amerikanerinnen Macaire Douglas und Cara Sullivan – und gründeten kurzerhand einen Babynamen-Service. Die beiden Mütter verbindet eine Vorliebe für ausgefallene Vornamen, die sie bei ihren eigenen jeweils zwei Kindern bereits ausleben konnten. Genau deswegen wussten sie aber auch aus eigener Erfahrung, wie schwierig es inzwischen geworden ist, den perfekten Namen zu finden  Mit ihrem Start-Up „Future Perfect“ wollen sie anderen Eltern nun genau dabei helfen. Für einen stolzen Preis natürlich.

Angeboten werden dort verschiedene Pakete zwischen 100 und 350 Dollar. Namensvorschläge für das liebste Haustier kosten dagegen fast schon günstige 75 Dollar. Bei Bestellung soll innerhalb von einer Woche eine Liste mit zehn Vornamen und zehn Zweitnamen auf Basis eines Fragebogens vorgelegt werden. Zudem wird ein 15-minütiges Beratungsgespräch angeboten.

Am Ende erhalten die Kunden meist eine Liste mit zehn individuell ausgesuchten Erst- und Zweitnamen. Auf der können allerdings auch sehr gewöhnliche, klassische oder trendige Vornamen verzeichnet sein. Allerdings gehe es den beiden geschäftstüchtigen Frauen zuallererst darum, ausgefallene Namen vorzuschlagen. Aktuell, so schreiben sie auf ihrer Homepage, seien es vor allem geschlechtsneutrale Namen, die sie begeistern, wie etwa Oak und Orion.

Lohnt sich der ganze Spaß? Das können wohl nur glückliche oder enttäuschte Kunden verraten. Und die sind von hier schlecht zu erreichen, denn das Angebot ist derzeit nur in den USA verfügbar. Vorstellbar ist aber schon, dass werdende Eltern diesen Service in Anspruch nehmen. Allerdings müssten diese schon sehr verzweifelt sein und keinen Ausweg mehr sehen. Andere sehen die Namenssuche vielleicht ein bißchen entspannter. Und ob man für diesen solchen Service einen solchen Preis berappen möchte, muss am besten jeder für sich selbst entscheiden.

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