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„Waldmeister“ als Vorname für Jungen nicht erlaubt!

Immer häufiger tendieren frischgebackene Eltern zu kuriosen Vornamen für ihr Kind und aufgrund der erheblichen Lockerung der Vornamen-Bestimmungen im Jahr 2008 wurden in den letzten Jahren sogar einige neue Wunschnamen zugelassen, die wirklich schräg und verrückt sind, so wie beispielsweise „Bluebell“, „Sunshine“, „Milka“, „Fanta“,… für Mädchen und „Cosmo“, „Siddarth“„Fidelis“, „Sheriff“, etc. für Jungen. Dennoch darf der Vorname „das Wohl des Kindes nicht beeinträchtigen“ und „es muss dem Wesen nach eine Vorname sein“.

„Waldmeister“ als Vorname für Jungen wurde nicht zugelassen!

So wollten Eltern aus Bremen ihrem Sohn, der am 12.07.2010 geboren wurde, einen total ausgefallenen Vornamen geben und ihn mit dritten Vornamen „Waldmeister“ nennen. Das zuständige Standesamt lehnte diesen Namenswunsch jedoch ab, da sich diese Bezeichnung im deutschen Raum auf eine Pflanze und auf einen Bestandteil in Getränken oder Speiseeis beziehe und das Kindeswohl gefährden könnte.

Da die Eltern den gewünschten Vornamen (T. M. Waldmeister) für ihr Kind dennoch durchsetzen wollten, zogen sie vor Gericht. Nach Angaben des Gerichtssprechers waren die beiden ersten Vornamen ganz normal. Doch wie die Behörde Ende Juni 2014 mitteilte, wurde der Antrag auch vom Hanseatischen Oberlandesgericht abgelehnt mit der Begründung: Es könne kein Vorname gewählt werden, der die naheliegende Gefahr begründe, dass er den Namensträger der Lächerlichkeit preisgibt. So wurde der Wunschname „Waldmeister“ also nicht zugelassen und der Junge darf nicht einmal mit drittem Vornamen so heissen.

Der Vorname ist ein lebenslanger Begleiter!

Da immer mehr Eltern um jeden Preis einen ganz besonderen und einzigartigen Vornamen für ihre Kinder möchten, überlegen sie oftmals nicht, welche fatalen Folgen der Name für ihre Kinder haben kann. Sie sollten sich jedoch vor der Namensvergabe Gedanken darüber machen, was es für die Kinder heißt, mit so einem verrückten Namen leben zu müssen und dass ihre Kinder mit einem dementsprechenden Vornamen durchaus eine Leben lang Nachteile haben können. Ob nun als Kind, indem sie von anderen Kindern oder Mitschülern wegen ihrem schrägen Vornamen gehänselt bzw. gemobbt werden oder später als Erwachsene, wenn sie bzgl. Ihres Namens im Berufsleben benachteiligt sind. Deshalb sollten sich Eltern unbedingt vorab mit dieser Problematik befassen und ihrem Kind wegen eines kuriosen Vornamen unnötig „das Leben schwer machen“.

Um Kindern solche Unannehmlichkeiten zu ersparen, ist es völlig in Ordnung, dass Vornamenwünsche wie z. B. Waldmeister, Störenfried oder Satan als Vornamen für Jungen oder Seniorina, November und Pfefferminze für Mädchen nicht erlaubt werden.