Sturm über Deutschland: Woher bekommen die Hochs und Tiefs eigentlich ihre Namen?

Jaromir Chalabala/Shutterstock

Xandra und Ylenia sind bereits über Deutschland hinweggefegt, Zeynep steht uns noch bevor. Wer regelmäßig den Wetterbericht schaut, hört wahrscheinlich häufiger mal von Hoch- und Tiefdruckgebieten, die unterschiedliche Namen bekommen haben. Wetterphänomenen kann tatsächlich jede:r einen Namen geben – indem man Wetterpate oder Patin wird.

Etwa 130 Tief- und 50 bis 60 Hochdruckgebiete sind im Jahr so relevant für das Wetter in Europa, dass sie in einer alphabetischen Reihenfolge einen Namen zur besseren Verfolgung ihrer Verlagerung erhalten, heißt es auf der Seite der Aktion Wetterpate.

Wer sich für eine Wetterpatenschaft interessiert muss einen Antrag stellen

Seit 2002 kann jeder bei der Aktion Wetterpate einen Namensvorschlag für Hoch- oder Tiefdruckgebiete einreichen und so zum Paten oder Patin werden. In der Regel beginnt der Verkauf der Patenschaften im September des Vorjahres. Dafür müssen Interessent:innen einen Antrag stellen.

Sollten zu viele Anträge für Patenschaften für einen bestimmten Buchstaben eingegangen sein, dann wird gelost. Wer Glück hat kann also ein Hoch oder Tief nach sich selbst oder einem anderen Menschen benennen.

Für jeden Buchstaben werden mehrere Patenschaften vergeben

Die Reihenfolge der Namensvergabe ist alphabetisch – ist man bei Z angekommen, beginnt man erneut bei A. Für jeden Buchstaben werden also mehrere Patenschaften vergeben. Für die noch freien Buchstaben kann auch kurzfristig noch ein Antrag gestellt werden. Pro Buchstabe ergeben sich mindestens fünf Tiefs, aber nur zwei Hochs im Jahr. In geraden Jahren tragen die Hochdruckgebiete männliche und die Tiefdruckgebiete weibliche Namen. In ungeraden ist es dann umgekehrt.

Die Patenschaften für ein Hoch- und ein Tiefdruckgebiet sind unterschiedlich teuer. Ein Hoch kostet 360 Euro, ein Tief 240 Euro. Mit dieser Wetterpatenschaft werden die Ausbildung der Studierenden und die Fortführung der Wetter- und Klimastation Berlin-Dahlem der Freien Universität Berlin unterstützt.

Wer für sich oder eine andere Person eine Wetterpatenschaft übernehmen möchte, kann dies wieder 2023 tun. Am 7. September 2022 ab Mitternacht können wieder neue Patenschaften beantragt werden. Für das Jahr 2022 sind bereits alle Patenschaften vergeben.

Verwendete Quellen: met.fu-berlin.de


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