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Vornamen-Verzeichnis
Möchten Sie wissen was Ihr Name bedeutet? Bei uns finden Sie schnell viele Details über die Herkunft, prominente Namensvetter, Namenstage, Spitznamen und Kommentare von Gleichgesinnten.
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Exotische Vornamen
Je ausgefallener je besser? Doch allzu exotisch muss es gar nicht sein, um aufzufallen. Vor allem bei Namen aus dem angloamerikanischen und französischen Sprachraum sollten Eltern Vorsicht walten lassen. Satirische Abhandlungen über Kevinismus bwz. Chantalismus finden sich in den Medien zuhauf. Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass etwas wahres dran ist, wenn Jungen mit Namen Kevin, Justin, Dustin oder Jason und Mädchen mit Namen wie Chantal, Jacqueline, Samantha oder Britney eher den sogenannten bildungsfernen Bevölkerungsschichten zugeordnet werden. In Schule oder Beruf haben Kinder mit diesen Namen oft mit Vorurteilen zu kämpfen, während Anna, Christian, Marie oder Lukas einfacher durchs Leben gehen. Statistiken zeigen, dass diese „einfachen“ Namen in Akademikerhaushalten häufiger vertreten sind als in Arbeiterfamilien. Neben den nahezu stigmatisierenden Einteilungen in „Kevin ist blöd, Anna ist intelligent“ kommt folgende Problematik bei ausländischen Namen hinzu: die oft schwierige Aussprache bzw. Schreibweise. Eine Jacqueline oder ein Marcel hat in Frankreich einfach einen klangvolleren Namen als z. B. im Ruhrgebiet. Die überspitzte Darstellung im Kabarettprogramm von Ruhrpott-Opa Herbert Knebel, der mit Enkeln namens „Jacke-line“ bzw. „Marzll“ gesegnet ist, hat durchaus ihren wahren Kern. Ein Blick in die Kommentar-Einträge auf Vorname.com zeigt, dass viele Jugendliche mit ausländischen Vornamen sich darüber beschweren, dass die Menschen ihren Namen falsch aussprechen bzw. sie ihn regelmäßig buchstabieren müssen – und sie gerne einen anderen, einfacheren Vornamen hätten. Hier noch ein paar Beispiele, bei denen Eltern sich überlegen sollten, ob dies geeignete Namen für den Nachwuchs sind: Jannick (nur den Eltern ist klar, dass es sich dabei um einen Zusammensetzung aus Jan und Nick handelt; allerdings sind auch die Schreibweisen Janik, Janick, Janic, Yanik, Yanick, Yannick, Yannic möglich); Jeanette (oder Janet oder Jeannette), Ethan (im Englischen „Iiithan“ mit dem für Deutsche problematischen „ti eitsch“ gesprochen; in der eingedeutschen Version „Eeetan“ eher unschön), Savannah (würden Sie ihr Kind auf Deutsch Einöde nennen?) oder Dakota (gibt es jemand in den USA, der sein Kind auf den Namen Nordrhein-Westfalen tauft?). Aussprache und Schreibweise sind das eine, die Bedeutung eines Namens das andere. Dass Anna oder Lukas aus der Bibel kommen und die Begnadete bzw. der Helle bedeuten, lässt sich nachvollziehen. Doch was ist mit Vornamen aus einem anderen Kulturkreis? Vielleicht hätte das Promi-Paar Tom Cruise und Katie Holmes bei der Namenssuche für ihre Tochter Suri besser nachforschen sollen: denn im Indischen gibt es zwar für den Namen „Surina“ die Übersetzung „die Göttin“, im Japanischen bedeutet „Suri“ allerdings „Taschendieb“! Darum: Augen auf bei der Namenswahl. Und mal ehrlich, liebe Eltern: Beteuerungen wie „Wir haben noch nie etwas Negatives über den Vornamen unseres Kindes gehört“ sind zwar an der Tagesordnung, wenn Kinder Janine-Tabatha oder Maddox-Jefferson heißen. Aber ebenso wie kein Verwandter oder Bekannter beim Ablick eines Neugeboren jemals sagen würde „Der ist aber hässlich“ wird es aus der näheren Umgebung nur selten offene Kritik am Vornamen geben. |
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