Sieger, Kämpfer, Heiliger: Das bedeuten die Vornamen der Nationalelf

Dass die Eltern unserer Nationalspieler schon ahnten, dass aus ihren Zwergen mal berühmte Fußballprofis werden, ist eher unwahrscheinlich. Aber wie bei jedem Elternpaar spielten sicher eine ganze Menge Hoffnungen und gute Wünsche für die Zukunft ihrer Jungs eine Rolle, als es um den passenden Vornamen ging. Schaut man sich den aktuellen Kader mal in Hinblick auf die Namen an, kann die WM in jedem Fall kommen.

Am 14. Juni beginnt die Fußball-WM in Russland. Nach etlichen Diskussionen im Vorfeld rollt dann endlich der Ball. Für die deutsche Nationalmannschaft wird es am 17 Juni so richtig ernst.  Denn dann wird in Moskau das erste Gruppenspiel gegen Mexiko angepfiffen. Ob das Turnier wieder zu einem ähnlich großen Erfolg wird wie vor vier Jahren, weiß jetzt natürlich noch niemand. Ob allerdings im Team von "Jogi" Löw abseits der rein sportlichen Qualität die Voraussetzungen dafür vorhanden sind, können wir jetzt schon beurteilen. Wir haben uns den Kader der Nationalmannschaft angeschaut. Das bedeuten die Vornamen der Nationalspieler.

Der Kader der deutschen Nationalmannschaft

Im Tor ist "Gott mit uns"

Wie immer eigentlich gibt es im Tor keine Probleme. Dort ist sogar "Gott mit uns". Denn das ist die Bedeutung des aus dem Hebräischen stammenden Namens Manuel (Neuer). Sollte der überragende Torhüter der letzten Jahre nach seiner langwierigen Fußverletzung doch nicht hundertprozentig fit werden oder sich erneut verletzen, springt Marc-Andre ter Stegen in die Bresche. Er ist gleich doppelt gerüstet. Sein Name Marc lässt sich auf den römischen Kriegsgott Mars zurückführen und der vom griechischen "andreia" abgeleitete Name André bedeutet mannhaft oder tapfer. Zur Not würde uns sicher auch Kevin "der Hübsche und Edle" Trapp den Kasten sauber halten.

Himmlischer Beistand in der Abwehr

In der Verteidigung können wir auf himmlischen Beistand hoffen. Der Vorname von Jérôme Boateng ist die französische Schreibweise von Hieronymus und bedeutet "Mann mit dem heiligen Namen". Ihm zur Hilfe eilen mit Mats Hummels und Matthias Ginter zwei wahre "Geschenke Gottes". Falls trotzdem ein gefährlicher Angriff auf das deutsche Tor zurollt, können wir auf Joshua "Gott ist Rettung" Kimmich zählen. Auch der "unschätzbare" Antonio Rüdiger wird seinen Anteil daran leisten, den WM-Titel zu verteidigen. Kommt auch Niklas Süle noch zum Einsatz, ist der Ausgang wohl ohnehin schon vorgezeichnet. Denn Niklas ist eine Kurzform von Nikolaus, der aus den griechischen Wörtern für "Sieg" und "Volk" abgeleitet wird. Noch Fragen? 

Einzig die Eltern der Außenverteidiger Jonas Hector und Marvin Plattenhardt haben ihre süßen Neugeborenen vermutlich nicht als kämpferisches Abwehrbollwerk einer Nationalelf gesehen. Der beliebte Name Jonas bedeutet im Hebräischen nämlich "die Taube" und wird mit friedliebend gleichgesetzt. Und Marvin kann man auch mit "der berühmte/große Freund" interpretieren. Nicht gerade ideale Eigenschaften für Abwehrspieler, sollte man meinen. Immerhin scheinen bei beiden rüde Fouls und Platzverweise ausgeschlossen zu sein.

Defensives Mittelfeld: Erhabene Kampfkraft am Abend

Im defensiven Mittelfeld geht es auch komplett ohne Unterstützung von oben. Mit sauberen Pässen der zwei "Erhabenen" Sami Khedira und Sebastian Rudy und der Kampfkraft von Leon "dem Löwenstarken" Goretzka sollte nichts anbrennen. Gut gewappnet für Spiele am Abend oder lange Verlängerungen ist die Nationalelf ebenfalls. Jogi Löw sollte dann nur sicher stellen, dass sich Ilkay Gündogan noch auf dem Feld befindet, der stets bei "Neumond" seine allerbeste Form findet.

Offensives Mittelfeld mit großem Potential

Im zentralen und offensiven Mittelfeld geht es in Sachen nomen est omen ein wenig, sagen wir mal kämpferisch zu. Besonders das römische Reich hat es den Eltern der WM-Spieler offensichtlich angetan. Ist das nun gut oder schlecht? Das wollen wir an dieser Stelle nicht beurteilen. Fest steht jedenfalls, dass der gemeinsame Vorname von Julian Brandt und Julian Draxler "aus dem Geschlecht der Julier stammend", deren sagenhafter Stammvater Iulus der Legende nach der Sohn Aeneas' und somit göttlichen Ursprungs ist. Bekanntestes Mitglied der Familie war Gaius Julius Cäsar, zu dessen Ehren wurde der siebte Monat des Jahres benannt. Das WM-Finale findet übrigens am 15. Juli statt - das sei aber an dieser Stelle nur nebenbei erwähnt.

Auch der Vorname von Marco Reus bezieht sich auf doe römische Mythologie. Er leitet sich vom lateinischen Vornamen Markus ab und bedeutet "dem (römischen Kriegsgott) Mars geweiht". Gute Voraussetzungen für eng umkämpfte Spiele also. Toni Kroos wurde von seinen Eltern mit der Kurzform von Anton bedacht, der seinerseits auf den lateinischen Namen Antonius zurückgeht. Dieser Name wurde in Deutschland - wie unsere Datenbank verrät - einst durch die Verehrung des heiligen Antonius von Padua populär. Und ausgerechnet der ist der Schutzpatron von Portugal! Hm, bleibt zu hoffen, dass die Portugiesen sich schon in der Gruppenphase aus Russland verabschieden.

Wenn es zu einem Aufeinandertreffen kommen sollte, hat unser Team allerdings auch gute Karten. Mesut "der Glückliche" Özil wird mit ein wenig Beistand für offensive Geniestreiche sorgen. Und "der Zwilling" Thomas Müller wird wieder zur richtigen Zeit am perfekten Ort stehen. Alles wie immer also.

Sturm: Schützenfest ist garantiert

Im Sturm ist Mario "der einsame Kämpfer" Gomez bei der WM nicht ganz allein. Unterstützung auf der Jagd nach Toren erhält er von Timo "dem Gottesfürchtigen" Werner.

Sandra Hermes

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Fussball ist klasse
susanne Dietrich | am 10.10.2016 um 11:17 Uhr
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Das ist schön
Mayar | am 10.08.2016 um 23:30 Uhr
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Mats ist eine Kurzform von Matthias! Und dieser Name bedeutet Gäbe/Geschenk Gottes
Mari | am 07.07.2016 um 20:09 Uhr
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