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Akademikerinnen bekommen wenig Kinder

Dass in Deutschland immer weniger Kinder geboren werden, wissen wir seit Jahren. Jetzt hat das Statistische Bundesamt eine neue Studie vorgestellt: „Geburtentrends und Familiensituation in Deutschland". Daraus geht unter anderem hervor, dass 22 von 100 Frauen im Alter zwischen 40 und 44 Jahren noch nie ein Kind geboren haben. In den alten Bundesländern ist der Anteil der kinderlosen Frauen mit 23 Prozent deutlich höher als in den neuen Ländern mit 15 Prozent. Trotzdem ist im Osten nicht alles gut. Denn von 2008 bis 2012 ist die Kinderlosigkeit um 5 Prozent gestiegen. Im Westen betrug die Zunahme lediglich 1 Prozent.

Die Statistiker haben noch genauer hingeschaut und dabei kam heraus, dass es vor allem in den Stadtstaaten wenig Kinder gibt: In Hamburg waren 2012 32 Prozent aller Frauen ohne Kind. Dagegen gibt es in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern nur 14 Prozent Kinderlose. Relativ gut dabei sind auch das Saarland mit 20 Prozent und Baden-Württemberg mit 21 Prozent.

Und wie sieht es bei der Bildung aus? Wer im Westen einen akademischen Abschluss hat, der verzichtet besonders häufig auf Nachwuchs (30 Prozent). In den neuen Bundesländern war nach Auskunft von Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamtes, der Unterschied in der Kinderlosigkeit zwischen Frauen mit und ohne Uni- oder FH-Abschluss bisher nicht so ausgeprägt wie im Westen. Allerdings nimmt die Kinderlosigkeit in den neuen Ländern kontinuierlich zu.

Die Geburtenstatistik brachte außerdem folgendes zu Tage: Durchschnittlich werden zwei Kinder zur Welt gebracht (die Zahl ist seit über 30 Jahren stabil). 2012 hatten 31 Prozent der Mütter nur ein Kind, 48 Prozent zwei Kinder, 15 Prozent drei Kinder und 6 Prozent vier oder mehr Kinder geboren. In den alten Bundesländern haben 23 Prozent der Eltern mehr als zwei Kinder, in den neuen Bundesländern sind es dagegen nur 14 Prozent.
Werden mehrere Kinder geboren, sind die Abstände zwischen den Geburten unterschiedlich. Im Schnitt kommt 3,3 Jahre nach der ersten Geburt das zweite Kind zur Welt. Bis zum dritten Kind dauert es bei 50 Prozent der Mütter knapp 4 Jahre.

Und wie sieht es mit der Erwerbstätigkeit aus? Wie erwartet sind es immer noch die Mütter, die ihren Job längere Zeit ruhen lassen, wenn ein Kind auf der Welt ist. Im vergangenen Jahr war nur rund jede dritte Mutter mit Kindern unter drei Jahren erwerbstätig. Mütter, deren jüngstes Kind unter einem Jahr alt war, arbeiteten sogar nur in 9 Prozent der Fälle. Werden die Kinder älter, steigt auch die Mutter wieder ins Berufsleben ein. Mütter mit Kindern im Kindergartenalter waren zu 62 Prozent wieder erwerbstätig. Sind die Kinder zwischen 15 und 17 Jahre alt, gehen fast drei Viertel aller Mütter arbeiten. Trotz Elternzeit-Angeboten ist es bei den Vätern fast egal, wie alt die Kinder sind und ob der Vater arbeiten geht: bei kleineren Kindern sind es 82 Prozent, bei älteren 85 Prozent.
Bei 53 Prozent der Familien, wo es eine Mutter und einen Vater gibt und Kinder unter drei Jahren gibt, war der Vater als Alleinverdiener der Familie aktiv. Bei 29 Prozent waren sowohl der Vater als auch die Mutter berufstätig. 14 Prozent arbeiteten gar nicht und bei 3 Prozent ging nur die Mutter ihrem Beruf nach.

Die Zahlen bei den Familien sahen 2012 folgendermaßen aus: Bei knapp 8,1 Millionen Familien (Ehepaare, Lebensgemeinschaften sowie alleinerziehende Mütter und Väter) gab es mindestens ein minderjähriges Kind. Bei 85 Prozent lebten ein oder zwei Kinder. Bei 1,2 Millionen Familien (15 Prozent) gab es drei oder mehr Kinder im Haushalt und galt damit als „kinderreich".

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