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Trotz Integration Wechsel zu deutschen Namen für Ausländer nicht erlaubt

Trotz Integration Wechsel zu deutschen Namen für Ausländer nicht erlaubt

Es ist zwar nicht ausgeschlossen, dass ausländisch klingende Namen Diskriminierungen provozieren können, aber trotzdem rechtfertigt der Wunsch nach Integration nicht die Änderung des bisherigen Namens in einen deutschen Namen. „Das Namensrecht ist nicht für die Gegensteuerung gesellschaftlicher Fehlentwicklungen zuständig“, so lautet das Urteil eines Gerichts.

Das Verwaltungsgericht Göttingen hat entschieden, dass der Wunsch von Ausländern nach vollständiger Integration kein Grund für einen Wechsel zu deutschen Namen ist und hat die Klage einer aus Aserbaidschan stammenden Familie gegen die Stadt Göttingen abgewiesen.

Um möglichen Diskriminierungen und der Zuordnung zu einem bestimmten Volk oder Religion zu entgehen wollte eine als Asylbewerber anerkannte Familie deutsche Vornamen und auch Nachnamen annehmen.

Aus wichtigem Grund seien Namensänderungen zwar möglich, aber dass ein Name fremdsprachigen Ursprungs sei oder nicht deutsch klinge reiche jedoch  nicht aus, so lautet die Begründung für das Urteil.

Diskriminierungen wegen eines ausländischen Namens seien zwar nicht auszuschließen (z.B. am Arbeitsplatz), jedoch sei es nicht Aufgabe des Namensrechts, einer gesellschaftlichen Fehlentwicklung entgegenzusteuern.

Nach Ansicht des Gerichts ragen die Vor- und Nachnamen der betroffenen Familie nicht aus der Mehrzahl der in Deutschland lebenden Menschen mit ausländischen Namen heraus.

Die Schreibweise der Namen sei nicht besonders schwierig und auch sonst würden die Namen keine Anlässe für besondere Belastungen bieten, beispielsweise durch Wortspiele. Auch dass die Kinder Vornamen haben mit Bezug zum moslemischen Glauben wird nicht als größeres Problem angesehen, weil andere Menschen damit nicht unbedingt eine aktive Glaubensausübung verbinden würden.

Quelle: Welt.de