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Gesundes Frühstück? Der Zuckergehalt bei Kinder-Frühstücksflocken ist viel zu hoch!

Gesundes Frühstück? Der Zuckergehalt bei Kinder-Frühstücksflocken ist viel zu hoch!

Ein gesundes, ausgewogenes Frühstück ist für Kinder sehr wichtig, jedoch sollten Eltern bei der Auswahl der Frühstücksflocken gut aufpassen, denn ein Großteil der speziell für Kinder vermarktete Frühstücksflocken enthalten im Durchschnitt doppelt so viel Zucker wie vergleichbare Flocken für Erwachsene. Dies wurde bei einem Marktcheck der Verbraucherorganisation foodwatch in Berlin ermittelt. Es wurden 180 Produkte für Kinder und Erwachsen von sieben verschiedenen Anbietern untersucht. Die Auswertung ergab, dass Frühstücksflocken für Erwachsene durchschnittlich 20 Gramm Zucker pro 100 Gramm Ware enthalten, Kinderprodukte dagegen enthalten 30 Gramm.
Einen Zuckeranteil von weniger als zehn Prozent wiesen laut der Untersuchung nicht einmal sechs Prozent der

Frühstücksflocken auf.„Frühstücksflocken für Kinder sind in der Regel schlicht Süßigkeiten mit Müsli-Anstrich“, sagte Oliver Huizinga von foodwatch. Die Industrie habe aus einem „eigentlich ausgewogenen Produkt ein billiges Gemisch aus Mehlpampe und Zucker gemacht“ und für die Industrie seien „die Flocken mit der billigen Zutat Zucker ein einträgliches Geschäft“. „Für die Gesundheit von Kindern seien sie jedoch fatal“. Laut der Organisation foodwatch werden in Deutschland bereits 15 Prozent der Kinder als zu dick eingestuft, sechs Prozent sogar als fettleibig.

Bei der Untersuchung schnitten nicht nur Frühstücksflocken von Markenherstellern, sondern auch Produkte von großen Supermarktketten schlecht ab, die über ihre Eigenmarken Frühstücksflocken verkaufen. Auch von den angebotenen Bio-Produkten haben fast 60 Prozent der Frühstücksflocken einen Zuckergehalt von über 20 Prozent, was von Fastfood bemängelt wurde. Bei manchen Bio-Produkten zeigte sich aber auch, dass es durchaus möglich ist „ausgewogene Frühstücksflocken für Kinder mit weniger als zehn Prozent Zucker anzubieten“.

Die Verbraucherorganisation foodwatch verlangte gesetzliche Mindestanforderungen für Kinder-Frühstücksflocken und forderte, dass für Kinder nur Produkte mit einem Zuckeranteil von maximal 10 Prozent vermarktet werden dürften.