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Kinder leiden immer häufiger an schweren Lebensmittel-Allergien

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) teilte zum Deutschen Lebensmittel-Allergietag am 21.06.2013 mit, dass das Risiko von Lebensmittelallergien mit lebensbedrohlichen Reaktionen stark angestiegen ist und dass rund 900.000 Erwachsene und rund 500.000 Kinder davon betroffen sind. Insgesamt, so die Ernährungswissenschaftlerin Sonja Lämmel, hat sich die Anzahl der Lebensmittel-Allergiker in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Große Sorgen aber bereitet den Experten besonders die Entwicklung bei den Kindern, denn allein bei den Kleinen sind die gefährlichen Lebensmittel-Allergien um das Siebenfache gestiegen. Allergische Reaktionen wie Ausschlag, Atemnot, Darmprobleme und Kreislaufversagen sind typische Anzeichen für Lebensmittel-Allergien.
Die häufigsten Allergieauslöser bei Kindern sind „Hühnerei, Tiermilch und Erdnuss“

Die Ernährungsexpertin erläutert, dass der Anstieg der Lebensmittelallergien bei Kindern unter Umständen auf zu viel Hygiene - den Hygienewahn, wie sie es ausdrückt - zurückzuführen ist, weil das Immunsystem aufgrund übertriebener Hygiene keine Abwehrfunktionen mehr übernehmen muss, dadurch nicht mehr so aktiv ist und auf andere Dinge reagiert.
Am besten ist dies zu erkennen zwischen Stadtkindern und Kindern vom Land.
Kinder, die auf dem Land aufwachsen, im Stall bei den Tieren sind und automatisch etwas mehr mit Dreck in Kontakt kommen, leiden weniger unter Allergien als Stadtkinder, die sich häufig in der sterilen Wohnung befinden.
Um Allergien künftig evtl. vorbeugen zu können, gibt es seitens der Forschung bereits einen experimentellen Forschungsansatz, nämlich eine Schluckimpfung mit Bakterienbestandteilen. Mit dieser Impfung wird versucht, das Immunsystem von Babys besser zu trainieren.
Zur Vorbeugung gegen Lebensmittel-Allergien wird Müttern empfohlen, ihre Kinder vier bis sechs Monate voll zu stillen und ihnen danach mit der Beikost alle Lebensmittel zu füttern, auch Kuhmilch, Ei und Fisch,… damit das Immunsystem frühzeitig darauf reagieren und sich auf die Nahrungsmittel einstellen kann.
In Kliniken werden zudem bereits Studien durchgeführt, ob es möglich ist, durch die Gabe des Lebensmittels, das die Allergie auslöst, das Immunsystem wieder an das entsprechende Nahrungsmittel zu gewöhnen - eine so genannte Desensibilisierung - wie sie auch bei Pollenallergikern angewandt wird. Die Fachleute sind sehr zuversichtlich!
Viele Betroffene oder Mütter fragen sich, wie sie mit ihrer oder der Lebensmittel-Allergie Ihres Kindes umgehen sollen. Lt. der Expertin gibt es zwar gute Ernährungstherapeuten, die mit Ihnen auch eine gute Strategie erarbeiten, wie so eine Diät realisiert werden kann. Am besten und sichersten ist es jedoch, auf die entsprechenden Lebensmittel zu verzichten.

Für Lebensmittel-Allergiker ist es lebensnotwendig, die Inhaltsstoffe von verarbeiteten Lebensmitteln genau zu kontrollieren und zu kennen, was sich oft als sehr schwierig erweist.