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Mehrlinge - Ob Zwillinge, Drillinge oder sogar Vierlinge, Zahl der Mehrlingsgeburten steigt

Während in Deutschland die Geburtenrate sinkt, ist der Anteil der Mehrlingsgeburten in den letzten 20 Jahren deutlich angestiegen. Früher war es eine Sensation, wenn Mehrlinge geboren wurden und heute ist lt. dem statistischen Bundesamt in Wiesbaden jedes 29. Baby, das in Deutschland zur Welt kommt, ein Mehrlingskind. Vergleichsweise dazu ist im Jahr 1991 nur jedes 42. Kind als Mehrling geboren worden.

Alles in allem wurden 2011 rund 11.500 Mehrlinge geboren. Am häufigsten, und zwar zu 98%, wurden Zwillinge, 230 Mal Drillinge und sechs Mal Vierlinge geboren.

Es ist auch zu erkennen, dass Eltern von Mehrlingen häufiger miteinander verheiratet sind als Vater und Mutter von einzeln geborenen Babys, denn 75%, d.h. drei Viertel der Mehrlingskinder hatten Eltern, die auch ein Ehepaar sind. Dagegen sind bei Einzelgeborenen nur rund 66%, also zwei Drittel der Eltern miteinander verheiratet.

Mögliche Ursachen für den Anstieg von Mehrlingsgeburten wurden im Zusammenhang mit der Statistik nicht erwähnt. Doch gehen Mediziner davon aus, dass es auf die Einnahme von Hormontabletten, Hormonbehandlungen durch Spritzen und die künstliche Befruchtung zurückzuführen ist. Da es viele Paare mit unerfülltem Kinderwunsch gibt, unterziehen sich Frauen häufig einer Hormonbehandlung oder lassen sich künstlich befruchten, wodurch die Wahrscheinlichkeit Mehrlinge zu bekommen steigt. Natürlich kann eine Mehrlingsschwangerschaft auch genetisch bedingt sein.