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Minions-Namen: So heißen die kleinen Schurken

In den Filmen "Ich – einfach unverbesserlich" sind die Minions die kleinen, gelben Helfer des Superschurken Gru. Obwohl sie aussehen, als wären sie mit den Verpackungen der Spielsachen aus Ü-Eiern verwandet, haben sie ganz einfache englische Vornamen. Die Namen sind kurz, meist Koseformen von längeren Jungennamen und vor allem einfach zu schreiben. Damit passen die Namen super zu den quirligen Wesen mit der seltsamen Sprache.

Das bedeuten die Namen der Minions© iStock, Beeldbewerking

Der Begriff "minion" bezeichnet im Englischen einen Lakai, Günstling, Speichellecker, also einen unterwürfigen Untergebenen. Der Name kann auch aus dem Französischen abgeleitet werden, dort wird "mignon" mit niedlich, hübsch, süß und ebenfalls mit Günstling übersetzt.

Bob: Die Kurzform von Robert ist im englischen und amerikanischen Raum ein beliebter Vorname. Robert gehört zu den sehr alten und traditionellen deutschen Vornamen und hat die Bedeutung "der Ruhmreiche und Strahlende".

Carl: "Karal" ist die althochdeutsche Bezeichnung für einen Mann bzw. Ehemann. Daraus wurde der Vorname Karl abgeleitet, der im englischen Sprachraum häufig mit C geschrieben wird.

Darwin: Bekannt ist Darwin vor allem als Nachname des Forschers Charles Darwin. Daraus hat sich dann auch der Gebrauch als Vorname ergeben. Aus dem Altenglischen abgeleitet bedeutet der Name "lieber Freund".

Dave: Im Hebräischen ist David "der Geliebte". Dave ist eine beliebte Kurzform davon.

Donny: Die Kurzform von Donald ist auch in der Schreibweise Donnie bekannt. Donald kommt aus dem Keltischen und bedeutet "Herrscher der Welt". Ursprünglich war es ein Clan-Name (in Schottland gibt es die bekannte Familie McDonald), der dann zu einem Vornamen wurde.

Jerry: Der Kosename kann von unterschiedlichen Vornamen herkommen: entweder von Gerald (Althochdeutsch: Herrscher mit Speer) oder von Jeremy (Hebräisch: Gott erhöht).

John: Die englische Form von Johannes ist einer der beliebtesten Jungennamen in Großbritannien und den USA. Er kommt aus dem Hebräischen und bedeutet "Gott ist gnädig/gütig".

Josh: Die Kurzform von Joshua kommt wie viele der Minion-Namen aus der hebräischen Sprache und ist ein Name aus der Bibel. Übersetzt bedeutet er "Gott ist Hilfe/Rettung".

Jorge: Hier haben wir den einzigen nicht-englischen Vornamen. Jorge ist die spanische Form von Georg und kommt ursprünglich aus dem Altgriechischen. Es ist ein sehr alter Vorname, seine Bedeutung lautet "der Landarbeiter, der Bauer".

Ken: Die Kurzform von Kenneth ist Irisch und heißt übersetzt "der Schöne, der Angenehme".

Kevin: In Amerika ein ganz normaler Vorname, der auf denselben Begriff zurückgeht wie Ken (irisch: coamh = schön, angenehm), bei uns ein absolutes No-Go. Kevin zählt wie Justin, Dustin oder Jason zu den sogenannten "Kevinismus"-Namen, die man keinem Kind geben sollte.  

Lance: Die Kurzform von Lancelot (ein Namen, den man aus der Artus-Sage kennt) ist ein typisch britischer und US-amerikanischer Vorname. Die Ur-Form des Namens kommt aus dem Althochdeutschen und geht auf den Wortbestandteil "lant" (=das Land, die Heimat) zurück.

Lary: Wird in manchen Quellen auch Larry geschrieben und ist in dieser Version gebräuchlicher. Die verselbständigte Kurzform geht auf Laurence/Lawrence zurück und damit auf den römischen Beinamen Laurentius. Er hatte die Bedeutung "der aus der Stadt Laurentium Stammende", kann aber auch mit "der Lorbeerbekränzte" übersetzt werden, da "laurus" aus dem Lateinischen kommt und "Lorbeer" bedeutet.

Mark: Markus kommt schon in der Bibel vor, die dazu passende Kurzform Mark ist in vielen Ländern ein beliebter Jungenname. Der Name kann aus dem Lateinischen und aus der römischen Mythologie hergeleitet werden und bedeutet damit "er ist dem römischen Kriegsgott Mars geweiht".

Mike: Die englische Kurzform von Michael ist ein weiterer hebräischer Vorname, den die Schöpfer des Trickfilms einem der Minions gegeben haben. "Wer ist wie Gott" lautet seine Übersetzung.

Paul: "Der Kleine" lautet die Übersetzung dieses lateinischen Namens, der nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland zu den beliebtesten Vornamen zählt und in den vergangenen Jahren stets auf den vorderen Plätzen der Vornamen-Hitlisten zu finden war.

Phil: Eigentlich ist Phil die Kurzform des altgriechischen Jungennamens Philipp ("der Pferdefreund"). Da sich der kleine Minion aber gerne wie ein Hausmädchen anzieht, könnte er auch als die Kurzform von Philippa gesehen werden.

Steve: Steven oder bei uns Stefan ist ein alter Vorname, der aus dem Altgriechischen stammt und "der Gekrönte" heißt. Steve ist die in den USA sehr beliebte Kurz- und Koseform.

Stuart: Der ursprünglich französische Name geht auf den Nachnamen Stewart zurück, der aus dem Altenglischen stammt. Dort bedeutet er "Hüter des Hauses".

Tim: Die Kurzform kann von Dietmar, von Timon oder von Timothy herkommen. Je nachdem, welchen Namen man zugrunde legt, bedeutet er "der Berühmte aus dem Volk", "der Ehrwürdige" oder "der Gott Ehrende".

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@Besucher

Da gebe ich dir Recht! Das war echt unangemessen..

@****
Ja, es ist voll doof, wenn man wegen seinem Namen gemobbt wird.. Man kann doch nichts dafür! Es wurde ,aber schon in Studien bewiesen, dass Mobber ziemlich unsicher sind und von sich ablenken wollen. Wenn man so tut, als würde es einen nicht interessieren, was die da sagen, hören die aus Langeweile auf... Zumindest schreiben das immer alle. In meiner Klasse wird zurzeit niemand gemobbt wegen dem Namen. In der Grundschule gab es aber ein paar Bemerkungen über meinen Nachnamen -.-

LG Laura
Laura | am 27.12.2016 um 10:45 Uhr
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@Besucher: Du hast mit jedem Wort recht. Streng genommen sind das außerdem fast alles Kevinismus- Vornamen. Wobei dieses Namensbashing zum einen völlig doof ist, zum anderen dazu führt, dass Eltern bald gar nicht mehr wissen, wie sie ihre Kinder noch nennen dürfen. Dieses Facebookniveau was in unserer Gesellschaft immer mehr um sich greift, ist einfach nur noch peinlich. Es wird sich nur noch gegenseitig gemobbt. Selbst wegen Vornamen! Wie dämlich ist das denn?!
**** | am 17.07.2016 um 17:40 Uhr
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"Kevin: in Amerika ein ganz normaler Vorname,............."
Eine absoluter hetzerischer und diskriminierender Beitrag. Diese Seite ist wirklich unterstes Niveau. Im Übrigen dürften auch John, Stuart, Dave (Däääve) und Lary (Läääriii) im deutschsprachige Raum zu den bösen bösen Kevinismusnamen zählen. Als Ken muss man sich mit Sicherheit auch dumme Sprüche wegen des Namens anhören. Schon wegen Barbies Ken. Das nur so am Rande.
Besucher | am 16.07.2016 um 18:27 Uhr
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