Frech: Stewardess macht sich über Mädchennamen lustig

Ungewöhnliche Namen gibt es viele. Zum Beispiel in den USA, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Auch in Sachen Namensgebung. Manch außergewöhnlicher Vorname lässt allerdings selbst diesbezüglich abgehärtete Amerikaner staunend zurück. Und zwar zurecht. Denn in diesem Fall haben die Eltern ihrem Kind nun wirklich keinen Gefallen getan!

Seltsame Babynamen hört man immer wieder mal. Manche davon muss man sich buchstabieren lassen, andere verursachen sprachloses Staunen. Und bei ganz ausgefallenen Exemplaren lässt sich ein ungläubiges Kopfschütteln nur schwer unterdrücken.

Genau so ein Fall sorgte nun in den USA für einigen Wirbel. Dort ist eine Stewardess der amerikanischen Fluglinie Southwest beim Überprüfen der Flugtickets über den außergewöhnlichen Vornamen eines Kindes gestolpert – und konnte sich gar ein Lachen nicht verkneifen. Schlimmer noch: Sie veröffentlichte sogar ein Foto des Bordingpasses im Netz und sorgte so für überregionale Aufmerksamkeit. Die Mutter empörte sich, mehr noch als sie erfuhr, dass das Kind in den sozialen Medien verspottet wurde. Zurecht. Denn hat das hat sicher kein Kind dieser Welt verdient.

Und trotzdem: Ein wenig Mitschuld trägt auch die Mutter an dem ganzen Vorfall. Denn sie war es schließlich, die ihrer Tochter den exotischen Namen Abcde gegeben hat. Das ist wirklich der richtige Name der unglücklichen Kleinen. Abcde. Die ersten fünf Buchstaben des Alphabets. Manch einer ist wohl geneigt, zuerst einmal an einen schlechten Scherz zu denken, wenn er diesen Namen zum ersten Mal hört. Oder an einen Tippfehler. Insofern ist die Reaktion der Stewardess nachzuvollziehen. Ein wenig jedenfalls. Auch wenn sich die Airline später für das Verhalten ihrer Angestellten entschuldigt hat.

Ausgesprochen wird der Name laut der Mutter übrigens in etwa „Ab-si-dee“ oder „Ab-city“. Und auch wenn es unglaublich klingt: Ein Vornamens-Unikat ist Abcde nicht. So hat das US-Portal Vocativ bereits im Jahre 2014 recherchiert, dass in den USA zwischen 1990 und 2013 insgesamt 328 Mädchen mit diesem ungewöhnlichen Namen geboren wurde. Und alle haben wahrscheinlich eines gemeinsam: Sie sollten ihren Vornamen problemlos buchstabieren können.

Ob man ihnen damit allerdings einen Gefallen tut, darf gerne hinterfragt werden. Denn es scheint so, als hätten die Eltern bei der Namensgebung in diesem Fall nicht in erster Linie an das Wohl ihres eigenen Kindes gedacht. Dieser Meinung sind übrigens auch die US-amerikanischen Twitternutzer, die deutliche Kritik an der exotischen Namenswahl der empörten Mutter übten.

In den USA ist die Namenswahl offen, man kann seine Kinder „Norden“ und „Heiliger“ nennen wie die Familie West-Kardashian. Die Liste verrückter Vornamen gerade bei Prominenten ist lang und lustig. Aber auch hierzulande entwickeln Eltern mitunter eine erstaunliche Kreativität, wenn es darum geht, einen außergewöhnlichen Namen für ihr Kind zu finden. Und immer mehr dieser skurrilen Namenskreationen finden mittlerweile ihren Weg auf die Geburtsurkunden. Zum Nachteil der Kinder.

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