Wenn der Vorname des Kindes plötzlich zum Trend wird

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Das Namensthema begleitet viele werdende Eltern häufig schon bevor überhaupt klar ist, dass eine Schwangerschaft besteht. Besonders soll er sein, sich von anderen unterscheiden und am besten einzigartig. Das Problem: Manche Namen werden erst später ein Trend.

Die aktuellen Favoriten für die beliebtesten Namen 2022 sind für Mädchen Emilia, Mia und Hannah und für Jungs Matteo, Noah und Finn. Die Entscheidung für einen Namen wird aus ganz unterschiedlichen Gründen getroffen: Die einen gehen nach dem Klang, die anderen nach dem Trend, wieder andere wollen gegen den Strom schwimmen und manche wählen so ausgefallene Namen, die noch kaum einer trägt.

Einzigartige Namen können ebenfalls zum Trend werden

Doch auch diese können zu einem Trend mutieren und in ein paar Jahren die Beliebtheitslisten anführen oder mit bestimmten Vorurteilen behaftet sein. Wer kennt es nicht, wenn die Freunde einen Namen für das Kind vorschlagen und man selbst denkt gleich an dieses unfreundliche Kind aus der Schule, dass einem immer das Brot gestohlen hat? Genau das ist das Problem: Namen schaffen Assoziationen – gute und schlechte.

Die persönliche Vorerfahrung spielt eine große Rolle bei der Entscheidung für einen Namen. Für die einen sind die Wollnys beispielsweise Teil der Jugend und die Namen: "Sylvana, Sarafina, Estefania, Calantha, Loredana, Sarah Jane, Lavinia und Jeremy-Pascal" haben somit eine positive Wirkung auf sie. Bei anderen hüpft das Herz eher bei klassischen Namen wie Alexander, Maximilian, Sophie oder Anna.

Vornamen können gesellschaftlich mit Vorurteilen besetzt sein

Doch nicht nur die persönliche Einstellung zu einem Namen ist entscheidend, auch die Vorurteile in der Gesellschaft. Kevin ist da wohl das prägendste Beispiel. Vorurteile können auf Namen abfärben und das Verhalten der Kinder beeinflussen. Trägt jemand also den Namen Kevin, dann ist er höchstwahrscheinlich einigem Spott und Hohn ausgesetzt.

Wird der eigens perfekt für den Nachwuchs ausgesuchte Name dann zu eben diesem Trend oder gar zu einem voruteilsbehafteten Namen, sind viele Mamas und Papas schnell verzweifelt. Vielen versetzt es einen ordentlichen Stich, wenn dann von "ätzenden Dauerbrennern" oder "langweiligen Ewignamen" gesprochen wird. Es kratzt auch ein wenig am Ego.

Denn wenn wir ehrlich sind, ist es uns als Eltern wichtiger, dass der Name des Kindes einzigartig ist und wir für die Wahl gelobt werden – dem Kind es ist erst einmal völlig egal. Keiner kann beeinflussen, ob ein Name irgendwann zu einem Trend oder ob eine Schubkarre voll Vorurteile auf ihm abgeladen wird. Sollte das der Fall sein, ist das vielleicht nicht schön, aber ändern kann man es eh nicht mehr.


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