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Markennamen als Vornamen: Warum einige Babys wie Limonade heißen

Milka, Fanta, Apple: Immer öfter wollen Eltern ihre Kinder nach Marken oder Produkten benennen. Ist das in Deutschland überhaupt erlaubt? Welche Namen werden zugelassen?

Klassische Namen liegen im Trend. Für einige Eltern Anlass genug, ihre Kinder gerade nicht Mathilde, Klara, Maximilian oder Johannes zu nennen. Bitte was ganz Originelles. Ein Name, der eine sehr persönliche Geschichte hat. Zum Beispiel, weil die werdende Mama die Schoki im lila Papier so wahnsinnig gern mochte. Oder ein kleiner Aldi? Weil beim fünften Kind beim Einkaufen ganz besonders auf den Preis geachtet werden muss? Kurzum, Markennamen holen als Vorlage für Babynamen auf.

In anderen Ländern ist dies schon lange gang und gäbe. Nachdem zum Beispiel der Bestseller "Frühstück bei Tiffany" mit großem Erfolg in Hollywood verfilmt wurde, kletterte Tiffany, ursprünglich der Name eines New Yorker Schmuckunternehmens, an die Spitze der US-Namenshitparade. Ebenfalls ein beliebter Babyname der 70er Jahre war Charmin – nachdem eine Werbekampagne für das gleichnamige Toilettenpapier für Entzücken sorgte. Und nicht zu vergessen die vielen kleinen Ikeas, Harleys, Chanels, Fords oder gar ESPNs, die im Land der unbegrenzten Möglichkeiten das Licht der Welt erblickten.

Es scheint so, als wollten Eltern den Erfolg und das Image der Marken an ihre Kinder weitergeben. Und das glauben sie mit der entscheidenden Namensgebung besiegeln zu können. Werden also demnächst auch auf hiesigen Spielplätzen, in Kitas oder Sportvereinen vermehrt Namen wie Escada, Nutella, Porsche oder Aldi zu hören sein?

Das ist in Deutschland– zum Glück möchte man sagen – ausgeschlossen. Bei uns ist die Vergabe von Vornamen strenger geregelt als in vielen anderen Ländern. Standesbeamte können bei allzu kuriosen Namensvorstellungen der Eltern eingreifen. Dann nämlich, wenn das Wohl des Kindes gefährdet ist. Lächerlich wirkende Namen oder solche, die sich wahrscheinlich als lebenslange Belastung erweisen, werden abgelehnt.

Auch Markennamen sind als Vornamen für Kinder unzulässig. Eigentlich. Denn natürlich gibt es Ausnahmen. Wenn sie zum Beispiel mit gebräuchlichen Vornamen identisch sind, werden Marken- oder Produktnamen zugelassen. In strittigen Fällen wälzen die Experten Wörterbücher, Lexika oder auch fremdsprachige Romane und fragen Datenbanken ab: Ist ein Name irgendwo auf der Welt schon belegt? Auf dieser Basis wurden in den letzten Jahren folgende Namen erlaubt. Falls Euch noch weitere Beispiele einfallen, könnit Ihr sie uns über die Kommentare mitteilen. Wir nehmen sie dann gerne in die Liste mit auf.

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